RAF

Die 68er – Das Vermächtnis und seine Bedeutung für heute

Berlin, 12.04.2018: Eine Einladung zur 39. Peira-Matinée am 22. April 2018 mit RA Hans-Christian Ströbele, MdB a.D. und Rainer Thiem, Vorstand Peira – Gesellschaft für politisches Wagnis e.V. Die Ziele der 68er waren für die einen der Schlüssel zu mehr Demokratie und die anderen befürchteten die Zerstörung traditioneller Werte. Mit ihrer Fundamentalkritik an der deutschen Nachkriegsgesellschaft, ihren Protesten gegen deren starre Strukturen, den Vietnamkrieg und die rigide Sexualmoral verfolgten die 68er das Ziel, Menschen für eine gemeinsame Politik zu mobilisieren, die sie von kapitalistischer Ausbeutung, Unterdrückung und Entfremdung befreit. Darüber hinaus ging es ihnen um den Aufbau einer effektiven außerparlamentarischen Opposition (APO). Die 68er waren gegen die Große Koalition von 1966, sie forderten eine vollständige Entnazifizierung der deutschen Gesellschaft, einen konsequenten Antifaschismus und die Durchsetzung einer...

Wo knallt es, wenn es knallt?

Terroranschläge: Deutschlands gefährlichste Plätze. Bisher ist Deutschland von einem schweren Terroranschlag verschont geblieben. Doch die Gefahr steigt: Erstens, weil Deutschland nach den USA und Großbritannien das drittgrößte ausländische Truppenkontingent in Afghanistan stellt. Zweitens, da sich Bundeskanzlerin Merkel auf Nibelungentreue zu Israel festgelegt hat. Von der vormals geachteten Rolle Deutschlands im Nahen Osten, die darin bestand, zwar ein Freund Israels, aber zugleich auch ein ehrlicher Vermittler zu sein, ist nichts mehr übrig. Angesichts der knallharten Parteinahme der Bundesregierung in Sachen Afghanistan, Palästina und übrigens auch Iran ist es – zumindest seit dem Kundus-Massaker – möglicherweise nur eine Frage der Zeit, bis es auch auf deutschem Boden knallen wird. Welche Ziele und Einrichtungen in Deutschland sind besonders gefährdet im Hinblick auf einen befürchteten Anschlag militanter Feinde des westlichen...

Wer erschoss Buback?

Hinweise auf Verfassungsschutz-Deal. Am 7. April vor 32 Jahren wurden in der Karlsruher Innenstadt der damalige Generalbundesanwalt Siegfried Buback und seine beiden Begleiter von einem Motorrad aus erschossen. Dieses Verbrechen erwies sich als Auftakt zu einer Reihe beispielloser mörderischer Anschläge der Terroristen der „Rote Armee Fraktion“ (RAF). Für die Bluttat wurden drei RAF-Verbrecher zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt, doch sie waren ausweislich neuer Erkenntnisse beim Attentat allenfalls Randfiguren. Wer das Motorrad gefahren und wer die tödlichen Schüsse abgefeuert hat, ist bis heute unklar. In seinem Buch „Der zweite Tod meines Vaters“ hat Michael Buback, der Sohn des Ermordeten, die Bundesanwaltschaft scharf angegriffen. Der Göttinger Chemieprofessor wirft ihr vor, „haarsträubende Fehler und Mängel“ bei den Ermittlungen begangen zu haben. Es sei sogar „Schutz für Täter“ gewährt worden. Erhärtet hat...

Mit Kuckuck auf einem Baum: Hannes Wader mit neuen Bekannten in Schortens

„Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“, hat er als Kind bei Familienfesten zum Besten gegeben, „Auf einem Baum ein Kuckuck saß“ erklärte er später den tieferen Sinn von Volksliedern - und zwar ganz anders als Heino mit seiner schwarz-braunen Haselnuss. Inzwischen ist Hannes Wader 66 Jahre alt und hat drei Dutzend Alben veröffentlicht. Sein jüngstes heißt „Neue Bekannte.“ Mit alten Bekannten wie Reinhard Mey und Konstantin Wecker feierte er seinen 60. Geburtstag, auch bei seinem Auftritt am 14. Februar, 20 Uhr, im Bürgerhaus von Schortens ist er nicht allein. Denn eine Gitarre hat Hannes Wader immer dabei. Die...

Heinrich Albertz als tragische Figur auf Wilhelmshavener Stadttheater-Bühne

„Terroristen-Pfarrer“ haben sie ihn genannt („Bild“-Zeitung), als am 27. Februar 1975 der Berliner CDU-Chef Peter Lorenz entführt wurde und das „Kommando 2. Juni“ darauf bestand, dass er die frei gepressten RAF-Häftlinge Horst Mahler, Verena Becker, Gabriele Kröcher-Tiedemann, Ingrid Siepmann, Rolf Heißler und Rolf Pohle auf ihrem Flug nach Aden begleitet, „Albertz - Mörder“ (Studentenplakat in Heidelberg) haben sie ihn genannt, als am 2. Juni 1967 in Berlin der Student Benno Ohnesorg von einem Polizisten erschossen wurde. In Bremen ist er am 18. Mai 1993 gestorben, in Wilhelmshaven kehrt er am 6. Dezember 2008...

Christian Klar wird entlassen

Man sollte sich einmal die Frage stellen, was lebenslänglich in Deutschland bedeutet? Es bedeutet maximal 25 Jahre. Wer also einen Mord begeht, wird mit der vollen Härte des Gesetzes bestraft. Es darf in einem Rechtsstaat jedoch nicht dazu führen, das mit Sicherheitsverwahrung diese Zeit verlängert wird. Ganz egal ob die Gefahr besteht, das jemand rückfällig wird. Denn dieser Verdacht ist noch lange kein Beweis dafür, das Christian Klar auch wirklich die Absicht hat, wieder Morde zu begehen. Denn in diesem Punkt endet die Kompetenz jeglicher Rechtsstaatlichkeit. Nun konnten wir in der Vergangenheit eine unsägliche Diskussion...

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