Sanierung

Insolvenz in Eigenverwaltung: Autohaus Schmidt nun Teil der Nord-Ostsee Automobile

- Der Betrieb der Autohaus Schmidt GmbH wird im Rahmen eines Asset Deals von der Nord-Ostsee Automobile übernommen - Gläubigerversammlung hat zugestimmt - Die meisten Arbeitsplätze bleiben erhalten Zum 1. März 2021 wurde der Geschäftsbetrieb der Autohaus Schmidt GmbH, Hamburg-Harburg, mittels eines Asset Deals von der Nord-Ostsee-Automobile GmbH & Co. KG übernommen. Die Transaktion kam im Rahmen einer Insolvenz in Eigenverwaltung zustande, zu der das Amtsgericht Hamburg am 11. Dezember 2020 das vorläufige Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung angeordnet hat. Die Autohaus Schmidt GmbH ist ein 1962 gegründetes Familienunternehmen und seit 2000 Hyundai-Vertragshändler für neue und gebrauchte Fahrzeuge mit angeschlossener Service- und Reparaturwerkstatt. Der Konkurrenz durch große Autohäuser konnte das Unternehmen leider nicht mehr standhalten. Zudem belasteten nicht ausreichend gedeckte Pensionsverpflichtungen die Liquidität des Unternehmens....

Ein Jahr Corona - was vom Mittelstand übrigbleibt

- Marktbereinigung wird schneller gehen, Insolvenzen werden ansteigen - Unternehmen, die Corona überleben, werden mittel- bis langfristig gestärkt - Insolvenz in Eigenverwaltung nicht auf dem Radar Nach einem Jahr Pandemie wird deutlich: Die aktuellen Coronahilfen erreichen nach Einschätzung der Sanierungsexperten von Planer & Kollegen in den meisten Fällen nicht ihr Ziel. In vielen Fällen werden die Coronahilfen nicht ausreichen, die vorliegenden Insolvenzgründe (Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung) zu beseitigen. In diesen Fällen besteht die Insolvenzantragspflicht unverändert fort. Nur vielen Unternehmer und auch deren Beratern ist das so nicht bekannt. Die Folge: Unternehmer und Berater begehen dann Insolvenzverschleppung, was zu möglichen strafrechtlichen Folgen führen kann aber auch zur persönlichen Haftung für die hieraus entstehenden Schäden. Die Haftungsbegrenzung einer GmbH wirkt damit nicht mehr. Und wenn Coronahilfen...

StaRUG: Fehlendes Insolvenzgeld mit alternativer Finanzierung ausgleichen

Seit Januar ist das Unternehmensstabilisierungs- und -restrukturierungsgesetz (StaRUG) in Kraft. Allerdings muss dabei beachtet werden, dass in diesen Verfahren kein Insolvenzgeld gezahlt wird. Seit Anfang Januar ist das Unternehmensstabilisierungs- und -restrukturierungsgesetz (StaRUG) in Kraft. Damit folgt Deutschland einer EU-Richtlinie, die außergerichtliche Sanierungsverfahren zur Abwendung von Insolvenzen erleichtern soll. Das StaRUG gibt Unternehmen dabei unterschiedliche Instrumente in die Hand: So können beispielsweise Schutzmaßnahmen wie eine Vollstreckungs- und Verwertungssperre beantragt werden, um Sicherungsrechte von Gläubigern einzuschränken. Auch die Blockade der Restrukturierungsmaßnahmen durch einzelne Gläubiger kann abgewendet werden, so dass eine außergerichtliche Sanierung in vielen Fällen überhaupt erst ermöglicht wird. Denn bisher galt in der freien Sanierung das Einstimmigkeitsgebot, dadurch konnte bereits ein...

Konstruktives Sparen: Ceresana analysiert den europäischen Markt für Dämmstoffe

Hauswände und Dächer werden immer intelligenter, nicht nur dank eingebauter Elektronik. Beispielsweise arbeitet ein Verbund deutscher Fraunhofer-Institute an programmierbaren Dämmstoffen aus Formgedächtnispolymeren: High-Tech-Schäume sollen je nach Temperatur ihre Form verändern, also selbständig die Größe und Luftdurchlässigkeit ihrer Strömungskanäle an den Bedarf für Heizung oder Kühlung anpassen. Innovative Materialien für die Klimatisierung von Gebäuden sind gefragt: In den Industriestaaten verbringen Menschen immer mehr Zeit in geschlossenen Räumen, gleichzeitig wachsen die Ansprüche, die bei Baustoffen an Umweltverträglichkeit...

Insolvenz in Eigenverwaltung: PTA übernimmt Otto Dilg GmbH

- PTA Pharma-Technischer-Apparatebau GmbH & Co. KG übernimmt Otto Dilg GmbH im Rahmen eines Asset Deals - Gläubigerversammlung hat zugestimmt - ein großer Teil der Arbeitsplätze bleibt erhalten Zum 1. Januar 2021 wurde der Geschäftsbetrieb der Otto Dilg GmbH Feinmechanik mittels eines Asset Deals von der PTA Pharma-Technischer-Apparatebau GmbH & Co. KG übernommen. Die Transaktion kam im Rahmen einer Insolvenz in Eigenverwaltung zustande. Das Amtsgericht Landshut hatte am 01.10.2020 das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet. Bereits mit dem Beschluss zur Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung wurde...

Der Corona-Pandemie getrotzt: Insolvente Teamwork Media gehört nun zur Mediengruppe Oberfranken - Fachverlage

- Operative Sanierung im Rahmen der Eigenverwaltung bereits abgeschlossen - Investor gefunden - Großer Anteil der Arbeitsplätze bleibt am bisherigen Standort erhalten Landsberg am Lech/Kulmbach, im Februar 2021. Im Rahmen der im Oktober 2020 eingeleiteten Insolvenz in Eigenverwaltung ist es dem zahnmedizinischen Fachverlag Teamwork Media GmbH gelungen, die Mediengruppe Oberfranken-Fachverlage als Investor zu gewinnen. Damit ist das Fortbestehen der Teamwork Media gesichert, ein großer Teil der Arbeitsplätze konnte erhalten werden. Die mgo-Fachverlage haben zur Übernahme eine neue Gesellschaft gegründet. Der Einstieg in den...

Maredo hätte nicht pleitegehen müssen

- Coronahilfen hätten 450 Arbeitsplätze gerettet - Lediglich Rücklagen fehlten, um weiter zu bestehen Maredo ist ein trauriges Beispiel dafür, was passiert, wenn Unternehmen, die gerade eine Insolvenz in Eigenverwaltung durchlaufen, durchs Raster der Coronahilfen fallen. Sie sind restrukturiert und haben gute Aussichten, weiter zu bestehen. Einzig Rücklagen fehlen, um die Folgen der Corona-Schutzmaßnahmen abzufangen. Doch aufgrund deutscher und europäischer Rechtsprechung stehen bei Maredo jetzt 450 Mitarbeiter im Regen. Die Pandemie-Schutzmaßnahmen gefährden die Existenz vieler Unternehmen. Zu den besonders krisengebeutelten...

Warum bekommen insolvente Unternehmen in Eigenverwaltung keine Corona-Hilfen?

- Diese Unternehmen sind erfolgreich saniert und können fortgeführt werden - Sie können ihre Verbindlichkeiten bedienen - Sie sind keine Gefahr für die Volkswirtschaft Unternehmen, die gerade eine Insolvenz in Eigenverwaltung durchlaufen, haben es doppelt schwer. Gerade dem Bankrott von der Schippe gesprungen, müssen sie sich mit Corona auseinandersetzen. Und zusehen, wie Unternehmen, die nur aufgrund der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht noch am Markt sind, mit staatlichen Hilfen bedacht werden. Den erfolgreich Sanierten werden diese Hilfen aufgrund deutscher und europäischer Rechtsprechung verwehrt. Dabei stehen sie...

Finanzierungsprobleme von Restrukturierungen steigen an

Das aktuelle Restrukturierungsbarometer von Struktur Management Partner und des Finance Magazins verheißt nichts Gutes: Es ist ein weiteres Indiz für die erwartete Insolvenzwelle. Dabei ist die Situation derzeit noch relativ ruhig: So sagen 56 Prozent der befragten Experten aus den Sanierungsabteilungen der Banken, dass ihr Bereich von der Krise bisher nur schwach oder sehr schwach betroffen war. Zudem blieb die Zahl der übernommenen Krisenfälle bei 43 Prozent der Befragten konstant - 16 Prozent hatten sogar weniger Fälle zu bearbeiten als im Halbjahr davor. Das heißt aber nicht, dass die Wirtschaft doch glimpflich durch...

Die Insolvenzantragspflicht weiter hinauszuschieben führt erst recht zur Insolvenz

1. Überschuldete Unternehmen werden in Zahlungsunfähigkeit rutschen 2. Hoher volkswirtschaftlicher Schaden zu erwarten 3. Lösung: Insolvenz in Eigenverwaltung Die Schonfrist für Insolvenzanträge wird für überschuldete, aber noch zahlungsfähige Unternehmen nochmals verlängert. Was auf den ersten Blick wie eine willkommene Verschnaufpause wirken mag, kann für betroffene Unternehmen das Gegenteil bewirken: nämlich den wirtschaftlichen Totalschaden. Und nicht nur für sie, sondern für die gesamte Volkswirtschaft. Mit der Insolvenz in Eigenverwaltung steht ein Instrument zur Krisenbewältigung zur Verfügung, das mehrere Vorteile...

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