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6. Preisverleihung der Town & Country Stiftung erneut im Zeichen des sozialen Engagements

Seit mittlerweile sechs Jahren werden im Rahmen des Town & Country Stiftungspreises gemeinnützige Einrichtungen finanziell gefördert, die sich für körperlich, geistig und sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche stark machen. Als Höhepunkt des Stiftungspreises fand traditionell die Preisverleihung im Erfurter Kaisersaal statt. Auch dieses Jahr wurden 16 herausragende Projekte zusätzlich mit insgesamt 80.000 Euro prämiert.

Im Vergleich zum Vorjahr stieg die bundesweite Anzahl der Bewerbungen für den 6. Town & Country Stiftungspreis von 573 auf 676. Die ersten 500 Bewerber, die die Kriterien erfüllten (gemeinnützige Einrichtungen, Vereine oder Organisationen mit Projekten, die sich für kranke, behinderte und benachteiligte Kinder einsetzen), wurden mit jeweils 1.000 Euro unterstützt.
„Es gibt in Deutschland unzählige Kinderhilfsprojekte, die auf Förderungen angewiesen sind. Es ist schade, dass nicht jedes Engagement gewürdigt werden kann, da auch unsere Ressourcen begrenzt sind. Der Stiftungspreis bekommt aber von Jahr zu Jahr mehr Unterstützer und dies macht uns Hoffnung, in Zukunft mehr Projekte fördern zu können“, erklärte Jürgen Dawo, Gründer der Town & Country Stiftung.

Große Finanzspritzen für große Taten
Ob in Kindergärten, Schulen oder für Freizeitaktivitäten: Fast alle Einrichtungen haben Bedarf an Bildungs- und Integrationsprogrammen. Die im Rahmen des 6. Town & Country Stiftungspreises geförderten Projekte unterstützen benachteiligte Kinder und Jugendliche u.a. durch verbesserte Bildungshilfen, individuelle Fördermöglichkeiten, bezahlte Ferienfreizeiten, barrierefreie Spielplätze sowie mit Therapien und Trauerbegleitungen.

Bei solch einer hohen wie berührenden Bandbreite an Projekten fiel es der Jury erneut schwer, ein besonders engagiertes Projekt pro Bundesland für den 6. Stiftungspreis im Wert von jeweils 5.000 Euro auszuwählen.

Darüber hinaus wurden die 16 Preisträger auch für den Deutschen Engagementpreis nominiert. Der Deutsche Engagementpreis ist der Dachpreis für bürgerschaftliches Engagement in Deutschland. Er würdigt das freiwillige Engagement in unserem Land und all jene, die dieses Engagement durch die Verleihung von Preisen unterstützen. Ziel ist es, die Anerkennungskultur in Deutschland zu stärken und mehr Menschen für freiwilliges Engagement zu begeistern. Initiator und Träger des seit 2009 vergebenen Deutschen Engagementpreises ist das Bündnis für Gemeinnützigkeit, ein Zusammenschluss der großen Dachorganisationen der Zivilgesellschaft in Deutschland. Förderer sind das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Deutsche Fernsehlotterie und die Deutsche Bahn Stiftung.

Das bundesweite Fördervolumen des 6. Town & Country Stiftungspreises beläuft sich auf insgesamt 580.000 Euro.

Zahlreiche Gäste und ein gemeinsames Anliegen: Chancengleichheit
Seit ihrer Gründung im Jahr 2009 verfügt die Town & Country Stiftung über ein stetig wachsendes, engagiertes und loyales Netzwerk aus Unterstützern. Die meisten von ihnen sind Town & Country Lizenzpartner, die nicht nur finanziell, sondern auch mit persönlichem Engagement helfen. In den vergangenen Monaten besuchten zahlreiche Stiftungsbotschafter und –botschafterinnen die geförderten Projekte ihrer Region, um Spenden zu überbringen. Viele von ihnen befanden sich auch unter den insgesamt fast 300 Gästen der diesjährigen Preisverleihung und tauschten sich über ihre Projekte aus.

Ausschreibung des 7. Town & Country Stiftungspreises 2019
Im nächsten Jahr wird der 7. Town & Country Stiftungspreis ausgelobt. Geplant ist erneut die Förderung von 500 sozialen Projekten mit jeweils 1.000 Euro. Die Bewerbungsphase beginnt voraussichtlich am 1. Februar 2019. Gemeinnützige Einrichtungen und Vereine, die sich für benachteiligte Kinder und Jugendliche einsetzen und die Bewerbungskriterien erfüllen, sind aufgerufen, sich zeitnah zu informieren und zu bewerben. Die Town & Country Stiftung beendete 2018 aufgrund der unerwartet hohen Anzahl an Anträgen frühzeitig die Bewerbungsphase.

Preisträger des 6. Town & Country Stiftungspreises:

Baden Württemberg (Wüstenrot): GetAwayDays e.V.
Die GetAwayDays des gleichnamigen Vereins bieten Jugendlichen in schwierigen Lebenssituationen die Möglichkeit, durch diverse (Outdoor-) Aktivitäten neue Zukunftsperspektiven kennenzulernen. Sie erleben während dieser Auszeit, dass sich Durchhalten lohnt und sie selbstständig Herausforderungen bewältigen können.

Bayern (Regensburg): Team Bananenflanke e.V.
Das Team Bananenflanke und die Bananenflankenliga sind ein integratives Fußballprojekt für geistig beeinträchtigte Kinder und Jugendliche. Durch erlebnispädagogische Einflüsse sollen das positive Selbstwertgefühl und die sozialen Kompetenzen der jungen Fußballer entwickelt werden.

Berlin: Berliner Help Stiftung
Die Berliner Help Stiftung schützt mit dem Suchtpräventionsprojekt „KiezKids“ Kinder aus sozial benachteiligten und von Sucht betroffenen Familien vor einer generationsübergreifenden Entwicklung von Suchtverhalten und Suchtmittelkonsum.

Brandenburg (Cottbus): Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. RV Südbrandenburg
Der Johanniter Regionalverband Südbrandenburg unterstützt Kinder, deren Geschwister schwer krank oder behindert sind. Sie leiden oftmals unter der Vernachlässigung im familiären Umfeld durch die stark belasteten Lebensbedingungen ihrer kranken Geschwister. Das „Geschwisterprojekt“ soll die Chancengleichheit der Betroffenen fördern.

Bremen: Bremer Krebsgesellschaft e.V.
Kinder und Jugendliche, die durch eine Krebserkrankung eines Eltern- oder Geschwisterteils belastet sind, bekommen mit dem musikalischen PEGASUS-Projekt der Bremer Krebsgesellschaft die Möglichkeit, über ihr persönliche Situation zu reden und ihre Gefühle musikalisch auszudrücken. PEGASUS betreut seit 2001 jährlich bis zu 45 Kinder und Jugendliche.

Hamburg: Futurepreneur e.V.
Die Bildungsinitiative Futurepreneur e.V. aktiviert und trainiert seit 2012 in dem Projekt „Campusunternehmer“ Jugendliche aus Schulen in sozial schwachen Stadtteilen. Dazu finden Workshops statt, in welchen die Jugendlichen die Möglichkeit haben, eigene innovative Ideen zu kreieren und zu realisieren sowie ihre persönlichen Kompetenzen zu erweitern.

Hessen (Darmstadt): Circus Projekt Waldoni e.V.
Der Circus Projekt Waldoni e.V. ermöglicht Kindern aus dem sozialen Brennpunktgebiet Darmstadt Eberstadt-Süd ein Programm zur Wahrnehmung der sie umgebenden Natur. Durch vielfältige Aktivitäten lernen die Kinder die Pflanzen- und Tierwelt kennen und beschäftigen sich mit den jahreszeitlichen Veränderungen in der Natur.

Mecklenburg-Vorpommern (Schwerin): Deutsches Rotes Kreuz e.V.
Die DRK-Wasserwacht hat sich mit dem nachhaltigen Projekt „Rette sich wer's kann - Schwimmen lernen im Kindergarten“ zum Ziel gesetzt, allen Kindergartenkindern in Schwerin und Umgebung den Schwimmunterricht zu ermöglichen. Darüber hinaus werden die ErzieherInnen zu qualifizierten SchwimmlehrerInnen ausgebildet.

Niedersachsen (Lilienthal): Bürgerstiftung Lilienthal
Die Bürgerstiftung Lilienthal bietet außerschulische Lernbetreuungen für Kinder mit Migrationshintergrund, aus sozial benachteiligten Familien oder Flüchtlingsfamilien. Damit werden den Kindern mehr Chancen auf eine individuelle Bildungsförderung und verbesserte Zukunftsperspektiven geboten.

Nordrhein-Westfalen (Datteln): Elterninitiative krebskranker Kinder an der Vestischen Kinderklinik Datteln e.V.
Eine ganzheitliche Betreuung krebskranker Kinder ist für die Eltern oft mit großen Mühen verbunden und auch kostspielig. Die Elterninitiative krebskranker Kinder an der Vestischen Kinderklinik Datteln e.V. bietet daher die kostenfreie Unterbringung im Elternhaus in der Nähe der Kinderklinik an sowie den Austausch mit anderen Eltern.

Rheinland-Pfalz (Breising): Frauen für Frauen e.V.
Der Verein unterstützt Kinder, die aufgrund von häuslicher Gewalt in der Familie im Frauenhaus leben und im Rahmen der Nachsorge betreut werden. Durch die Arbeit des Frauen für Frauen e.V. werden Mütter und Kinder in ein selbstbestimmtes und gewaltfreies Leben geführt.

Saarland (Saarbrücken): Deutscher Kinderschutzbund OV Saarbrücken e.V.
Der Deutsche Kinderschutzbund Ortsverband Saarbrücken e.V. fördert mit dem Projekt „Chancengleichheit durch Bildung von KLEIN an“ Kinder aus bildungsfernen (deutschen und ausländischen) Familien. Derzeit engagieren sich 188 ehrenamtliche Patinnen und Paten an 29 Grundschulen der Stadt Saarbrücken und des Regionalverbandes für die regelmäßige Lernunterstützung der Kinder.

Sachsen (Chemnitz): Die Komplizen Chemnitz e.V.
Die Komplizen Chemnitz e.V. wollen möglichst vielen Jugendlichen bei der beruflichen Orientierung und damit beim Übergang von der Schule in den Beruf oder das Studium helfen. Deswegen rief der Verein das YouTube-Projekt „Dive into the future“ ins Leben. Das Konzept: Jugendliche drehen Mentoring-Videos für andere Jugendliche.

Sachsen-Anhalt (Zeitz): Kampfsportgemeinschaft „Jodan Kamae“ Zeitz e.V.
Seit über zehn Jahren hilft die Kampfsportgemeinschaft „Jodan Kamae“ Zeitz e.V. mit dem Gewaltpräventionsprojekt „Nicht mit mir!" Kindern und Jugendlichen in Zeitz und Umgebung dabei, Gefahren zu vermeiden, gefährliche Situationen zu erkennen und sich im Notfall zur Wehr setzen zu können.

Schleswig-Holstein (Bad Segeberg): Verein der Freunde und Förderer des Städtischen Gymnasiums e.V.
Der Verein der Freunde und Förderer des STG e.V. leitet seit 2008 das nachhaltige Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, das Schülern, Eltern und Lehrern den respektvollen Umgang miteinander beibringt und eine Schulatmosphäre geprägt von Wertschätzung und gegenseitigem Verständnis schafft.

Thüringen (Eisenach): Christliches Krankenhaus Eisenach gGmbH
Die Ökumenische Hospizgruppe Eisenach begleitet lebensverkürzend erkrankte und trauernde Kinder und Jugendliche bzw. ihre Familienangehörigen. Im Mittelpunkt der Arbeit steht der sterbende und trauernde Mensch mit seinen persönlichen Bedürfnissen - unabhängig seiner sozialen Stellung und seiner konfessionellen Zugehörigkeit.

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