SPD Kaarst: Stadtverwaltung muss als Schulträger endlich die Weichen stellen

Angesichts des Rückgangs der Schülerzahlen in Kaarst muss die Stadt als Schulträger schnellstmöglich die Weichen stellen, um langfristig ein bedarfsgerechtes Schulangebot zu sichern.

Insbesondere die aktuelle Situation an der Haupschule Büttgen und die sich bereits abzeichnende Entwicklung an der Elisabeth-Selbert-Realschule machen deutlich, dass jede weitere Handlungsverzögerung unverantwortlich wäre.

Obwohl sich diese Entwicklung bereits seit Jahren abzeichnet und das Aus der Hauptschule in 2010 nur durch einen "Kunstgriff" verhindert werden konnte, sahen CDU, FDP und Verwaltung offensichtlich keinen weiteren Handlungsbedarf. Der Vorschlag der SPD vor der Sommerpause, sich mit allen Verantwortlichen abseits von Wahlkämpfen und Ideologien zusammen zu setzen, löste bei der CDU helle Empörung aus. Einen Schulausschuss nach der Sommerpause hielten der Ausschussvorsitzende Jörg Löhler (FDP) und die Verwaltung für verzichtbar, obwohl mit der Entscheidung der Stadt Neuss zu Errichtung einer dritten Gesamtschule dringender Beratungsbedarf über deren Auswirkungen auf die Schullandschaft in Kaarst besteht.

Nun, nachdem die SPD erneut auf die Notwendigkeit überlegten Handelns öffentlich hingewiesen hat, legt die CDU plötzlich Aktionismus an den Tag. Ihr Vorschlag: eine siebzehnköpfige Arbeitsgruppe soll sich Gedanken über die perspektivische Entwicklung der weiterführenden Schulen machen – ab November! Zu einem Zeitpunkt, an dem die Eltern in Büttgen bereits verbindlich wissen müssen, welche weiterführenden Schulen ihren Kindern in ihrer Stadt zur Verfügung stehen werden.

Als Basis für eine tragfähige und zeitnahe Entscheidung ist nach Ansicht der SPD eine gründliche Vorarbeit notwendig, keinesfalls eine Gesprächsrunde.

Die Verwaltung sollte weitere Planungsdaten erheben, z.B. über die demografische Entwicklung in den einzelnen Stadtteilen und Wohnvierteln. Dabei müssen auch die Planungsdaten des Kreises und der benachbarten Gemeinden einer sorgfältigen Analyse im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf Kaarst unterzogen werden.

Auf dieser Basis sollte von der Verwaltung in enger Zusammenarbeit mit den Schulen ein Vorschlag erarbeitet werden, der dann dem Schulausschuss mit seinen Vertretern der Schulen und Eltern zur Beratung vorgelegt wird.

Parallel dazu sollte die vorgeschriebene förmliche Elternbeteiligung erfolgen, damit deren Ergebnisse in die Entscheidungsfindung einbezogen werden können. Einen entsprechenden Antrag hat die SPD für den nächsten Schulausschuss eingebracht.

"Wir hoffen, dass eine maßgeschneiderte Lösung für unsere Schülerinnen und Schüler nicht an ideologischen Vorbehalten scheitern wird, wie sie sich in der Begründung des CDU- Antrags bereits wieder abzeichnen", betonte die Kaarster SPD-Fraktionsvorsitzende Elke Beyer.


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