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BOS wildert erneut 21 Orang-Utans im Regenwald Borneos aus.

Pressemitteilung von Borneo Orangutan Survival (BOS) Deutschland e.V. vom 31. Oktober 2012

Borneo/Indonesien: Im Wettlauf gegen die Ölpalmplantagen

Die indonesische BOS Foundation führt vom 31. Oktober bis 2. November ihre vierte und bisher umfangreichste Auswilderung von Orang-Utans durch. Insgesamt 21 der rothaarigen Menschenaffen finden endlich eine neue Heimat - den geschützten Regenwald Bukit Batikap in der Provinz Zentral-Kalimantan. Darunter sind fünf Mütter mit ihren Babys und 11 weitere erwachsene Tiere. Alle Orang-Utans wurden Jahre zuvor aus Ölpalmplantagen oder illegaler Haltung gerettet. Acht von ihnen wurden von klein auf durch BOS rehabilitiert, das heißt, über mehrere Jahre auf die Auswilderung vorbereitet.

"Wir dürfen die 50 bisherigen bzw. kurz bevorstehenden Auswilderungen als großartigen Erfolg betrachten", so Martin Bartsch, Geschäftsführer von BOS Deutschland. "Wir stehen jedoch im Wettlauf mit der Zeit. Die Zerstörung von unberührtem Regenwald zugunsten gigantischer Plantagen zur Palmölgewinnung ist die mit Abstand größte Bedrohung der Orang-Utans".

Die Auswilderungen sind das Ergebnis eines äußerst komplexen und kostenintensiven Prozesses. Er beginnt bei der Suche nach geeigneten Regenwaldgebieten, der Einrichtung entsprechender Infrastruktur, der Auswahl der Tiere und deren Transport zu den weit entlegenen Freilassungsorten bis hin zur Beobachtung der Tiere in Freiheit.

"Um einem einzigen Orang-Utan die Freiheit zu geben, brauchen wir im Schnitt 6.700 Euro. Und über 700 auswilderungsfähige Tiere warten bei uns noch auf ihren großen Tag", so Dr. Jamartin Sihite, Vorstandsvorsitzender der BOS Foundation.

Vor kurzem wurde ein Orang-Utan mit 104 Kugeln im Körper aus einer Ölpalmplantage in Borneo gerettet. Es ist ein täglicher Wettlauf gegen die Zerstörung. Weltweit werden 98% der Regenwälder bis 2022 vernichtet sein, wenn es so weiter geht.

Die indonesische Stiftung Borneo Orangutan Survival (BOS) kämpft seit über 20 Jahren für geschützte Waldgebiete und das Überleben der Orang-Utans. Sie unterhält zwei Stationen zur Rettung und Rehabilitation von Orang-Utans mit insgesamt über 800 Tieren. BOS sichert letzte Waldgebiete zur Auswilderung. Mit der Bewahrung von Regenwald verbindet BOS die Rettung individueller Tiere mit Artenschutz und Klimaschutz. BOS Deutschland unterstützt die indonesische Foundation maßgeblich finanziell und beratend.

Impressum

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Kontakt: Martin Bartsch
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Borneo Orangutan Survival Deutschland (BOS) e.V. ist ein unabhängiger, gemeinnütziger Verein und wurde 2001 gegründet. BOS Deutschland unterstützt die Projekte der BOS Foundation in Indonesien durch Beratung und finanzielle Förderung. BOS Deutschland finanziert sich durch Spenden und Mitgliedsbeiträge.

Die BOS Foundation ist eine indonesische Stiftung, die für die letzten Orang-Utans dieser Welt und den Erhalt ihrer natürlichen Lebensräume kämpft. Sie betreibt das inzwischen größte Primatenschutzprogramm weltweit und hat eine Vorbildfunktion für viele andere Schutzprogramme.

Wofür BOS Deutschland sich einsetzt:
www.bos-deutschland.de/augenblick