Unsterblicher Präsident der Neuapostolischen Kirche bekommt prominente Platzierung bei Wikipedia
Pressetext verfasst von Heinz-Peter Tjaden am So, 2011-12-25 20:30."Voraussichtlich am ersten Weihnachtsfeiertag soll dem früheren Stammapostel Johann Gottfried Bischoff eine prominente Platzierung auf der Startseite der deutschen Wikipedia zuteil werden. Das berichtet das neuapostolische Nachrichtenportal "UF-Online" in seiner heutigen Meldung.
Wikipedia wird täglich von rund 230.000 Lesern angeklickt. Die Startseite verknüpft wichtige Jahrestage mit Artikeln und Internetberichten. Weihnachten 2011 ist der 60. Jahrestag der so genannten »Botschaft« des damaligen Stammapostels Bischoff. Er leitete die Neuapostolische Kirche von 1930 bis 1960."
Steht auf den Seiten der Neuapostolischen Kirche International. Die so genannte "Botschafts"-Geschichte hat allerdings schon früher begonnen. Johann Gottfried Bischoff wurde in der Neuapostolischen Kirche (NAK) stets ganz besonders herausgehoben. Als er als Soldat in den Ersten Weltkrieg zog, hieß es, die Niederlage der Franzosen sei nun besiegelt. Immer wieder trug man an ihn den Gedanken heran, dass er das "Werk Gottes" vollenden werde.
Weihnachten 1951 behauptete Bischoff in Gießen zum ersten Mal öffentlich, dass Jesus zu seinen Lebzeiten wiederkommen werde. Doch das hatte vorher schon in einem Kalender der Neuapostolischen Kirche gestanden. Auch in privaten Gesprächen soll der dritte "Stammapostel" diese Auffassung bereits vorher vertreten haben.
Im Laufe der Jahre wurde aus Überzeugung göttliches Versprechen, an dem nicht gezweifelt werden durfte. Der Fanatismus wuchs. NAK-Amtsträger zogen über die evangelische und die katholische Kirche her, sie verstiegen sich sogar zu Predigten, in denen die Ermordung der Juden während des Hitlerfaschismus so gerechtfertigt wurde: "Die haben Jesus ans Kreuz genagelt."
Die "Botschaft" führte zu zahllosen Abspaltungen, kritische Schriften zerriss oder verbrannte man. Kritiker wurden zur Hölle gewünscht. Gott und Jesus waren in der NAK, draußen lauerte der Teufel. Dem auch Martin Luther nur entkam, weil er im Jenseits neuapostolisch geworden war.
Johann Gottfried Bischoff starb am 6. Juli 1960. Sein Nachfolger wurde am 7. Juli 1960 gewählt. NAK-Mitglieder begingen Selbstmord, die evangelische Kirche richtete Beratungsstellen ein. Auch eine zweite Prophezeiung von Bischoff erfüllte sich nicht: Sein Tod bedeutete nicht das Ende der NAK.
Eine intensive Auseinandersetzung mit der so genannten "Botschaft" von Bischoff hat es bis heute in der Neuapostolischen Kirche nicht gegeben. Heute darf jedes Mitglied darüber denken, was es will. Dazu wären aber erst einmal Informationen erforderlich. Die heute Wikipedia liefert? Doch dort steht beispielsweise nicht: Es hat nicht nur eine "Botschaft" gegeben, sondern mehrere. Die sich ebenfalls nicht erfüllten...
Weitere Infos
http://www.lulu.com/product/paperback/kauft-nicht-bei-ex-neuapostolische...