Ein Schwein /Gewalt in der Ehe

Du hast geweint,
ich seh es dir an,
hattest wieder Streit,
mit deinem Mann.

Sagest zu mir,
du hälst es nicht aus,
wenig später eilst du,
zu ihm nach Haus.

Machst sein Essen,
hörst ihm zu,
den Frust aus der Arbeit,
den schluckst du.

Er schüttet das Bier,
in sich hinein,
wenn er besoffen,
wird er zum Schwein.

Da ist er nicht mehr,
der zärtliche Mann,
der gute Nachbar,
von nebenan.

Ist nicht mehr lieb,
dich nicht mehr verwöhnt,
ist nicht der Mann,
der von dir ersehnt.

Gebärdet sich wild,
wie ein Tier,
Besitzergreifend,
du gehörst mir.

Schlägt brutal,
auf dich ein,
das ist nicht dein Mann,
das ist ein Schwein.

Wie oft wolltest,
du von ihm gehn?
bist aber geblieben,
wer mags verstehn.

Ist es die Angst,
vor der Einsamkeit?
weil du gewöhnt,
an ein Leben zu zweit?

Bist du vieleicht,
nicht Selbstbewußt?
um zu sagen,
jetzt ist Schluß.

Es kommt der Tag,
da wirst du entscheiden,
ob ins Leben du gehst,
oder weiter wirst leiden.

aus:stumme Schreie,versteckte Tränen
Roland Oelsner 04916 Stolzenhain Thälmannstr.1

Männer die ihre Frauen schlagen,sind schwach,
zeigt eure Stärke,wehrt euch.