Wellness für die Beine

Venen sind Hochleistungsgefäße. Sie transportieren das venöse Blut zurück zum Herzen. Besondere Arbeit verrichten die Beinvenen unter statischer Belastung, beim Stehen und Sitzen, denn hierbei ist der Blutfluss gegen die Schwerkraft gerichtet. Um den venösen Blutfluss gegen die Schwerkraft zu ermöglichen, arbeiten verschiedene Systeme zusammen. Die Venenklappen finden sich in den tiefen und oberflächlichen Venen. Durch ihren Ventilmechanismus verhindern sie den Rückfluss des Blutes. Bei körperlicher Bewegung wird der venöse Blutfluss in den Beinen zusätzlich durch die Wadenmuskelpumpe unterstützt.
Die Ursache der Erkrankung liegt hauptsächlich in der genetischen Veranlagung zur Venenwand- und Bindegewebsschwäche, welche in der Bevölkerung sehr stark verbreitet ist. Venenerkrankungen gehören nach Erhebungen der Weltgesundheitsorganisation zu den häufigsten Krankheiten überhaupt und zählen somit zu den Volkskrankheiten. Die eigentliche Ursache der Entwicklung der Varikosis ist in dem aufrechten Gang des Menschen zu sehen. Das Blut muss beim Stehen und Sitzen aus den Beinen bis zum Herzen gegen die Schwerkraft zurückgepumpt werden. Bei vorhandener familiärer Veranlagung wirken sich venenbelastende Faktoren, wie Bewegungsmangel, beruflich stehende oder sitzende Tätigkeiten, Übergewicht besonders ungünstig aus. Die größere Häufigkeit von Varikosis bei dem weiblichen Geschlecht wird durch die zusätzliche Belastung des Venensystems während der Schwangerschaft und die Hormoneinwirkung verursacht.
Krampfadern/Varikosis entsteht auf dem Boden einer venösen Stauung, durch Veränderung der Venenwand und nicht mehr funktionierende Venenklappen im oberflächlichen Venensystem. Es entwickelt sich ein Rückstau des Blutes in die Unterhautleitvenen. Diese Erkrankung wird als Stammvarikosis bezeichnet. Häufige und typische Beschwerden bei der Varikosis entstehen vor allem bei fehlender Bewegung und dem dadurch bedingten Ausfall der Wadenmuskelpumpe und gleichzeitiger statischer Belastung der Beinvenen, wie es beim Stehen und Sitzen der Fall ist. Typisch sind schwere, müde und geschwollene Beine, Spannungsgefühl in den Unterschenkeln und in der Knöchelregion. Die Beschwerden sind vor allem abends und in der warmen Jahreszeit verstärkt. Natürlich können die Beschwerden auch andere Ursachen haben, darum ist eine Untersuchung beim Arzt sinnvoll.
Am Beginn steht eine klinische Untersuchung der Beine. In der Regel wird anschließend das tiefe und oberflächliche Venensystem untersucht. Nur noch in seltenen Fällen wird eine Darstellung der Venen mit Kontrastmittel notwendig.
Grundsätzlich kann man sagen, dass je frühzeitiger eine Varikosis der Beinvenen sichtbar wird, umso eher auch eine Untersuchung erfolgen sollte. Die rechtzeitige Behandlung der Varikosis kann Komplikationen und Folgeschäden vermeiden. Wenn bereits ein relevanter Hochdruck in den geschädigten Venen besteht, sollte eine Behandlung eingeleitet werden, da ansonsten mit Komplikationen zu rechnen ist.

Zu den Behandlungsmethoden im Einzelnen:

Zunächst kann man mit angepassten medizinischen Kompressionsstrümpfen den venösen Abstrom des Blutes aus den Beinen unterstützen. Kleinere sog. Seitenastvarizen sind für eine Verödungsbehandlung geeignet. Ausgeprägte Befunde sollten meist operativ behandelt werden um langfristig ein gutes Ergebnis zu erreichen. Hierzu steht einerseits die konventionelle Operation, die sog. Teilsaphenektomie zur Verfügung. Bei dieser OP-Technik wird lediglich das defekte Segment der Vene entfernt. Gesunde Venenabschnitte werden erhalten und geschont. Dieser Eingriff wird unter kosmetisch-ästhetischen Gesichtspunkten durchgeführt, sodass nur ganz wenige Schnitte bzw. Stiche erforderlich sind. Seit einigen Jahren stehen zusätzlich sogenannte minimalinvasive Verfahren zur Behandlung der Stammvarikosis zur Verfügung. Diese OP-Techniken werden auch als endovaskuläre Verfahren bezeichnet. Bei dieser Operationsmethode kann auf größere Schnitte verzichtet werden. Das kranke Venensegment wird lediglich durch einen Katheter zum Verschluss gebracht und anschließend vom Körper abgebaut.

Abschließend kann man zusammenfassend sagen, dass sich die Venenerkrankungen in der Regel gut behandeln lassen. Bei ausgeprägter Veranlagung sind meistens regelmäßige Kontrolluntersuchungen zu empfehlen. Bei entsprechender Therapie erreicht man normalerweise ein ästhetisch und medizinisch funktionell gutes Ergebnis.

Wir als Venenspezialisten (Phlebologen) untersuchen und behandeln Beinvenenerkrankungen. Zudem findet man auf der Homepage unseres Venenzentrums http://www.venencentrum-pforzheim.de Informationen und Tipps was jeder für seine Beine und Beinvenen tun kann.

Dr. Thomas Weiler Facharzt für Gefäßchirurgie Phlebologie Venenzentrum Pforzheim


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Das optimalste für unsere Venen

Vielen Dank für diesen aufschlussreichen Bericht.
Sie berichten über die Aufgaben der Venen und im nächsten Absatz fangen Sie mit Ursachen an, die Sie vorher in keiner Weise erwähnten und somit Ursachen nicht erkannt werden können.

Doch zu meinem Bedauern haben Sie wichtige Fakten außer Acht gelassen.
1. Die Ursache ist „nicht“ unser aufrechter sondern ein falscher Gang.
2. Im Körper herrscht keine Schwerkraft. Sie können im Kopfstand trinken, was nach Ihrer Behauptung unmöglich wäre.
3. Krampfadern entstehen nicht, wie Sie behaupten, aus nicht mehr funktionierenden Venenklappen, sondern, wie Sie richtig berichten, aus Bindegewebsschwäche. Die Venenklappen funktionieren auch bei einer Bindegewebsschwäche, nur erfüllen sie nicht mehr ihre Funktion, da sich durch die Bindegewebsschwäche die Gefäßwand weitet und es sich somit eine Öffnung bildet, die durch die Venenklappen, die zwar noch je nach Flussrichtung des Blutes hoch- oder runterklappen, nicht verschlossen werden kann.
4. Nicht Bewegen heißt nicht, daß unsere Muskulatur sich nicht bewegt. Es herrscht immer eine gewisse Spannung in unserer Muskulatur, es sei denn wir sind tot.
5. Sie schreiben „Kleinere sog. Seitenastvarizen sind für eine Verödungsbehandlung geeignet.“, erwähnen jedoch in keiner Weise, daß andere Venen nach einem solchen Eingriff stärkerer Belastung ausgesetzt werden und somit innerhalb kurzer Zeit an einer anderen Stelle das gleiche Problem entstehen wird, was für jede Art von Behandlung/Operativem Eingriff zutrifft. Etwas entfernen heißt mehr Belastung für das Umfeld zu schaffen. Das ist zu vergleichen mit einem Büro wo 5 Menschen sitzen, die ihre Arbeit verrichten. Ziehen sie nun einen oder zwei ab, ohne das Arbeitspensum zu verringern, müssen die restlichen mehr arbeiten, ist doch logisch, oder!?

Die einzig wahre und hilfreiche Methode der Gewebeschwäche entgegenzuwirken heißt Gewebestraffung und entlastung der Venen durch Druckabbau und die erreicht man, indem wir uns bewußter und „richtig“ Bewegen.
Dies geschieht einzig, wenn wir uns auf dem Vorfuß bewegen.
Die Vorfußbewegung kräftigt das Bindegewebe, erhöht den Muskeltonus und erhöht die Einbeziehung mehrerer Muskelgruppen in eine Bewegung, was den „gesamten“ venösen Rückfluß fördert. Dadurch wird der Druck in den Beinen gemindert. Die gesamte Blutdurchflussmenge erhöht sich ohne negativen Einfluß auf den Blutdruck zu nehmen.

Die Vorfußbewegung ist aus orthopädischer und kardiologischer Sicht wärmstens, wenn nicht sogar zwingend, zu empfehlen, um das Maximum an Gesundheit unserem Körper zukommen zu lassen.

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