Jugendamt von Münster u. a. schreiben Weihnachtsgeschichte: Taufe am 19. Dezember soll verhindert werden

Es könnte alles so einfach sein - ist es für das Jugendamt von Münster aber nicht: Der nicht eheliche Vater zweier Kinder hat am 23. Juni 2010 das alleinige Sorgerecht für seinen Sohn beantragt, im Gegenzug erklärte er sich damit einverstanden, dass seine Tochter in eine Pflegefamilie kommt. Doch die Mutter wehrte sich, bis heute gibt es keinen rechtskräftigen Beschluss.

Für die aktuellen juristischen Auseinandersetzungen hat das Familiengericht von Münster eine Verfahrenspflegerin eingesetzt, die sich nun eigentlich mit allen Beteiligten unterhalten sollte. Macht sie aber nicht. Dem Kindesvater legt sie in einem schriftlichen Bericht an das Familiengericht von Münster die Worte in den Mund, Kommissar Internet sei ihm suspekt.

Da ist es nur folgerichtig, was diese Verfahrenspflegerin ebenfalls schriftlich dem Oberlandesgericht von Hamm mitgeteilt hat. In einem Eilantrag forderte sie am 29. November 2010, dass der Kindesmutter das "Recht der Religionsausübung für die Kinder...zu entziehen" sei. Damit legte sie eine Bruchlandung hin. Das Oberlandesgericht Hamm erkannte keine Eilbedürftigkeit dieses Antrages.

Kommissar Internet ist aber immer noch an der Begründung dieses Antrages interessiert. Die beginnt so: "Dem seelischen und geistigen Wohl der Kinder droht Gefahr. Die Kindesmutter beabsichtigt, die Kinder am 19. 12. 2010 taufen zu lassen..." Das soll in einer katholischen Kirche geschehen. Und die stellt eine seelische und geistige Gefahr für Kinder dar?

So weit geht die Verfahrenspflegerin natürlich nicht, aber sie geht auch so schon weit genug, denn diesen Satz vollendet sie mit der Anmerkung, dass Kommissar Internet als "Taufpate auftreten" solle. Den habe die Kindesmutter "mutmaßlich über das Internet kennengelernt".

Kennt man doch: Böse Onkels machen sich im Netz an Kinder heran? Ob die Verfahrenspflegerin das so gemeint hat? Weiter im Text. Die zweite Seite wird mit weiteren Behauptungen gefüllt.

Behauptung 1: "Das Vorhaben der Kindesmutter ist kindeswohlschädigend." Weil Kommissar Internet einen Hund hat und evangelisch getauft ist? Keinesfalls. Die Verfahrenspflegerin schreibt, dass Kommissar Internet "den Kindern vollkommen fremd ist". Kunststück. Das Jugendamt von Münster und das Familiengericht von Münster haben bis heute verhindert, dass es zu einer Begegnung kommt. Auf entsprechende Anträge haben sie bislang einfach nicht reagiert.

Die Verfahrenspflegerin hat aber noch mehr auf Lager. Dies zum Beispiel: Kommissar Internet wolle lediglich aus "verfahrenstaktischen Gründen" Patenonkel der beiden Kinder werden. An das Wohl der Kinder denke er dabei gar nicht. Das also unterscheidet Kommissar Internet vom Jugendamt von Münster?

Starker Tobak ist auch dieser Satz: "Die Kinder sind aufgrund des familiären Geschehens in der Vergangenheit bereits schwer geschädigt." Deswegen hat sie dem Familiengericht von Münster am gleichen Tag in dem oben erwähnten Schriftstück von der prächtigen Entwicklung des Jungen vorgeschwärmt und eine Heimleiterin hat aus diesem Grunde dem Mädchen Gutes ins Zeugnis geschrieben? Und zwar ebenfalls vor wenigen Tagen?

Klare Kante sieht anders aus. Und was geschieht, wenn Kommissar Internet diese Verfahrenspflegerin dazu auffordert, ihre Behauptungen zu untermauern? Nichts! Jedenfalls bis heute. Obwohl Kommissar Internet bei einem Verfahren, das am 10. Dezember 2010 vor dem Familiengericht in Münster stattfindet, Verfahrensbeteiligter ist!

Zudem verschweigt diese Verfahrenspflegerin, dass es zwei weitere Taufpaten gibt. Versehentlich? Bleibt noch dies: In dem Eilantrag steht, dass dem Jugendamt von Münster das "Recht auf Religionsausübung" übertragen werden solle. Um Gottes Willen!

Der liebe Gott, an den alle Weltreligionen glauben, wird doch wohl nicht damit einverstanden sein, dass auch die Geschwister vom Jugendamt von Münster getrennt worden sind.

Dem Oberlandesgericht von Hamm sei Dank: Mit ihrem Ansinnen ist die Verfahrenspflegerin erst einmal gescheitert.

Weiteres auf http://kommissarinternet.blogspot.com


Über Heinz-Peter Tjaden