Die Erhaltung der Finanzierungsfähigkeit unter Basel III als unternehmerische Aufgabe - von Dr. Horst Siegfried Werner
Pressetext verfasst von HorstWerner am Mi, 2011-05-04 03:01.Die Basel III-Regeln - warnt Dr. Horst Siegfried Werner - sehen ab 2013 vor, die Unterlegung von Bankkrediten durch Eigenkapital sowohl der kreditierenden Banken als auch der kreditnehmenden Unternehmen zu verschärfen, so daß vielen Unternehmen die Finanzierungs-Unfähigkeit droht. Die Eigenkapital-Anforderungen werden in der Kreditwirtschaft abermals erhöht, um den Schutz vor weltweiten Bankenkrisen und Finanzmarktproblemen zu verbessern. Von den Banken wird die Erhöhung der Mindesteigenkapitalanforderungen und die Einführung von Kapitalpuffern gefordert. Jetzt sollen die Banken ihr so genanntes Kernkapital deutlich erhöhen. Die Kernkapitalquote beschreibt das Verhältnis des Eigenkapitals einer Bank zu ihren riskobehafteten Geschäften, also zu den vergebenen Krediten und den getätigten Geldanlagen. Das Kernkapital soll in Finanzkrisen die Verluste abfangen, die es eventuell durch Kreditausfälle und Wertverluste bei Anlagen gibt. Damit sollen die Banken im Falle einer Krise stabiler und stärker agieren können. Die neuen Empfehlungen wurden vom Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht im September 2010 beschlossen. Kreditkapital von den Banken wird deshalb noch stärker an die individuelle Bonität des Kreditnehmers anknüpfen. Es verschärft sich eine Staffelung und Verteuerung der Zinskonditionen für Bankkredite, die sich nach der Risiko- bzw. Bonitätseinstufung des jeweiligen Unternehmens richtet - je geringer die Bonität eines Unternehmens, desto höher die Kreditzinsen. Trotz Niedrigzinsphase zahlen bonitätsschwächere Unternehmen für Girokredite bereits heute bis zu 14 % auf den laufenden Konten und bis zu 18% Überziehungszinsen. Zu oft aber erhalten Unternehmen mit einer mittleren Bonitätseinstufung überhaupt keine Bankkredite mehr und haben damit ihre Finanzierungsfähigkeit verloren. Die mangelnde Kapitalversorgung dieser Unternehmen wird zur Wachstumsbremse.
Es zeigt sich, dass Basel III die Unternehmensfinanzierung für kleine und mittelständische Unternehmen bereits heute im Jahr 2011 erschwert. Vor allem aber wirft Basel III seine Schatten mit einer allgemeinen Verteuerung der Kredite für mittelständische Unternehmen voraus. Um die gravierenden Veränderungen im Bereich der Unternehmensfinanzierung schadlos bewältigen zu können, benötigen Unternehmen zusätzliches Eigenkapital, um ihre Bonitätseinstufung und das Rating zu verbessern. Erst mit einer Eigenkapitalquote von 25 % sind Unternehmen bei der zukünftigen Kreditwürdigkeit auf der sicheren Seite. Hier ist bankenfreies, stimmrechtsloses Beteiligungskapital mit Eigenkapitalcharakter ( Eigenkapitalersatz ) gerade für eigentümergeführte Gesellschaften und Familienunternehmen die alternative Finanzierungsform, um die Liquiditätsversorgung sowie die Zukunftsfähigkeit zu sichern und weitere (Wachstums-)Investitionen zu tätigen. Im anderen Falle müssen die Unternehmen aus dem Markt ausscheiden.
Als Finanzierungskapital-Experten stehen mittelständischen Unternehmen Dr. Horst Siegfried Werner und die 16 Mitarbeiter von der Dr. Werner Financial Service AG ( http://www.finanzierung-ohne-bank.de ) für die bankenunabhängige Kapitalbeschaffung und damit für die Erhaltung der Gesamtfinanzierungsfähigkeit der Unternehmen zur Verfügung. Finanzierungen für Produktions- und Dienstleistungsunternehmen ohne Bank z.B. mit stimmrechtslosem Beteiligungskapital werden in der Zukunft von existenzieller Bedeutung sein. Die Unternehmen sind zur Erhaltung ihrer Wettbewerbsfähigkeit auf den globalen Märkten zunehmend auf alternative Finanzierungsformen angewiesen.
