sekundärrohstoffe

Bericht von bvseTV: Mehr Recycling braucht fairen Wettbewerb für Mittelstand

Im September trafen sich Vertreter der Recyclingbranche, angrenzender Wirtschaftsbereiche und der Politik bei der Jahrestagung des bvse – Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. in Aachen. Im Vordergrund des Branchentreffens standen Auswirkungen von EU- und Wettbewerbspolitik auf die Kreislaufwirtschaft. In dem Bericht von bvseTV wird deutlich: Wer mehr Recycling will, muss für fairen Wettbewerb sorgen. Die EU-Kommission will bis 2030 eine Recyclingquote von 70% erreichen. Dazu kündigte Dr. Karl Falkenberg, Generaldirektor der Generaldirektion Umwelt der EU-Kommission, an, die Deponierung von Abfällen langfristig zu beenden und der Müllverbrennung enge Grenzen zu stecken. bvse-Präsident Bernhard Reiling begrüßte das Ziel der EU. Statt wachsender Verbrennungskapazitäten brauche es mehr stoffliches Recycling. Die Voraussetzung dafür seien funktionierende private Sammelstrukturen ohne Monopole für Kommunen oder Konzerne. Auch...

„Arbeitgeber müssen viel flexibler werden“

Eine Million Fachkräfte werden nach Schätzungen des Instituts zur Zukunft der Arbeit bis 2025 in NRW fehlen. In einigen Bereichen ist dies schon heute spürbar, auch bei der Secundo GmbH in Unna-Hemmerde: Das Unternehmen handelt mit Sekundärrohstoffen – und das ziemlich erfolgreich. So erfolgreich, dass Geschäftsführer Ralph Marmann dringend neue Mitarbeiter für den Vertrieb sucht, doch die sind schwierig zu finden. Hier zeigen sich demografischer Wandel und Fachkräftemangel ganz unmittelbar. Ralph Marmann ist ein ungewöhnlicher Händler: Der Unternehmer aus Unna kauft, was andere wegwerfen und verkauft es an Firmen, die aus diesen Abfällen wieder wertvolle Rohstoffe gewinnen. Da Plastikreste, Schlämme oder Aschen für Laien aber kaum als wertvoll zu erkennen sind, braucht Marmann Fachkräfte für sein Unternehmen – diese sind jedoch rar. „Jemanden zu finden, der genau unser Anforderungsprofil erfüllt, also die kaufmännischen,...

Ohne Schrott kein neuer Stahl - Bericht von bvseTV über die Bedeutung der Schrottwirtschaft

Bei der Versorgung mit Rohstoffen spielt das Recycling inzwischen eine bedeutende Rolle und ohne Schrott läuft in den Stahlwerken kaum etwas: Fast die Hälfte des in Deutschland produzierten Stahls wird aus Schrott hergestellt, das bringt ökonomische Vorteile und hilft auch dem Klima. „Mit der Herstellung von Stahl aus Eisenschrotten, anstelle von Eisenerz und Kokskohle, können die CO2-Emissionen deutlich reduziert werden“, erklärte Ruggero Alocci, Geschäftsführer der italienischen Alocci Rappresentanze Industriali gegenüber bvseTV. Auch der kürzlich veröffentlichte Rohstoffsituationsbericht der Deutschen Rohstoffa-gentur (DERA) machte deutlich: „Die deutsche Importabhängigkeit für Metallerze und -konzentrate (Primärrohstoffe) liegt bei 100 Prozent. Durch das Recycling von Metall-rohstoffen wird die Importabhängigkeit deutlich reduziert.“ Der bvse weist in diesem Zusammenhang auf die wachsende Bedeutung der Kon-sumgüterschrotte...

E-Schrott: Illegalen Export stoppen und Sammlung verbessern

„Kaputte Elektrogeräte landen bei mir im Keller“ oder „die werf ich in den Hausmüll“. So lauten zwei beispielhafte Antworten, die bvseTV bei einer Straßenumfrage zum Umgang mit Elektroschrott erhielt. -> Hier geht es zum Filmbeitrag: http://youtu.be/RLRQt6gc1GI Und tatsächlich, nur ca. 40 Prozent der in Deutschland verkauften Elektronikgeräte gelangen über die bestehenden Sammelsysteme in den Recyclingkreislauf. Eine aktuelle Studie des Bitkom (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) kommt zu dem Ergebnis, dass derzeit rund 83 Millionen Althandys in deutschen Haushalten schlummern....

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