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Cholera-Ausbruch im Lakes State, Südsudan: "Jetzt zählt jede Minute"

Nach dem Cholera-Ausbruch im Lakes State, Südsudan, warnt die Hilfsorganisation Help - Hilfe zur Selbsthilfe vor einer weiteren Ausbreitung der Krankheit. Bonn, 01. April 2026 - In der Region Greater Yirol im südsudanesischen Lakes State ist Cholera ausgebrochen. "Bisher wurden 293 Fälle und zwölf Todesfälle registriert, das regionale Gesundheitsministerium warnte am Montag vor einer Verschärfung der Lage", berichtet Laurence Bayer, Programm-Managerin der internationalen Hilfsorganisation Help - Hilfe zur Selbsthilfe. "Die humanitäre Lage im Südsudan ist ohnehin katastrophal, zwei Drittel der Bevölkerung benötigen humanitäre Unterstützung. Die Konsequenzen einer weiteren Ausbreitung der seit 2024 schwelenden Cholera-Epidemie wären verheerend. Unsere Teams arbeiten bereits jetzt mit Hochdruck an der Verbesserung der Wasser- und Sanitärversorgung in den betroffenen Gebieten. Dies ist unerlässlich, um der rasanten Ausbreitung der Krankheit...

Die Geschichte des politischen Islam im Sudan in den Jahren 1955 bis 1985

von Joschka Riedel – OPTIMUS Redaktion Die völkerrechtliche Anerkennung des Südsudan als Mitglied der Vereinten Nationen im Juli 2011 symbolisierte einen auf internationaler Bühne gestalteten Neuanfang in der Beziehung zwischen dem Nord- und dem Südteil eines Landes, das den längsten Bürgerkrieg Afrikas zu bewältigen hatte. In den bereits 1955 einsetzenden Auseinandersetzungen zwischen dem arabisch-muslimisch geprägten Norden und dem überwiegend afrikanisch-christlichen Süden des Sudan hatten über zwei Millionen Menschen ihr Leben verloren. Vor dem Hintergrund eines seit „09/11“ wachsenden öffentlichen Interesses an einer steigenden Politisierung des Islam untersucht Klaus Spiessberger in seiner Abschlussarbeit „Die Geschichte des politischen Islam im Sudan in den Jahren 1955 bis 1985 und dessen Bedeutung für den sudanesischen Nord-Süd-Konflikt“ besonders die religionspolitischen Phänomene in diesem Sezessionskrieg. Dabei...

Südsudan: Großwerden im jüngsten Land der Welt

(ddp direct) Malakal Buth war winzig klein und wog gerade einmal zwei Kilogramm, als der elf Tage alte Säugling zusammen mit seinem Zwillingsbruder im SOS-Kinderdorf Malakal ankam. Die Mutter der Zwillinge war während der Geburt gestorben und auch die beiden Babys rangen mit dem Tod. Buths Bruder, der Erstgeborgene, wurde immer schwächer. Er musste ins örtliche Krankenhaus gebracht werden, wo er fünf Tage später starb. "Wir dachten, dass auch Buth nicht durchkommen würde", erinnert sich SOS-Dorfleiter Akwoch Ayang. Die beiden Zwillinge waren stark untergewichtig wie viele Säuglinge im Südsudan, die von mangelernährten und oftmals sehr jungen Müttern geboren werden. Es fehlt an allem: Krankenhäuser, Schulen, Nahrung Der Südsudan ist laut der Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) das unterentwickeltste Land der Welt. Ein Fünftel der Bevölkerung muss hungern, nahezu zwei Drittel der Kinder im Grundschulalter...

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