röhrig

Die Prämie ist verpufft – Der Ruf nach intelligenten Service- und Mobilitätskonzepten bleibt ungehört

Berlin/Bonn, September 2009 - Die Abwrackprämie ist Geschichte, die Entwicklung des Automobilsektors scheint wenig rosig. „Experten rechnen nach dem Wegfall der staatlichen Anreize in Deutschland mit einem Rückgang der Pkw-Zulassungszahlen im nächsten Jahr um eine Million auf 2,8 Millionen Einheiten. Verbunden damit wird ein Wegfall von über 90.000 Arbeitsplätzen in der Industrie befürchtet.“ Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters http://de.reuters.com/article/companiesNews/idDEBEE58107D20090902. Auch Fachverbände beurteilen die Lage skeptisch. Eine nachhaltig positive Wirkung der Abwrackprämie macht man beispielsweise beim Bundesverband freier Kfz-Händler (BVfK) http://www.bvfk.de nicht aus. „Die Milliarden werden Hersteller und Handel nicht aus dem Tal geholt haben“ stellt BVfK-Vorstand Ansgar Klein fest und befürchtet, dass über 70 Prozent der Fünf-Milliarden-Subvention verpuffen werden, da große Teile der subventionierten...

Autoexperte Uwe Röhrig: „Rabattschlachten sind ruinös“ – Kompromisslose Kundenorientierung ist die einzige Antwort auf die Krise

Berlin, August 2009 - Die Rabatte der Autohersteller sind im Juli in Deutschland auf Rekordniveau gestiegen. Unter Einrechnung der Abwrackprämie stieg der Spitzenrabatt auf 57,9 Prozent, berichtete am Freitag Ferdinand Dudenhöffer in seiner neuesten Rabattstudie. „Die Rabattspirale hat damit immer noch nicht ihre Spitze gefunden und dreht sich kräftig weiter", sagte der Professor für Automobilwirtschaft der Universität Duisburg-Essen laut einem dpa-Bericht http://www.dpa.de. Dudenhöffer rechnet vor dem Hintergrund noch freier Kapazitäten bei der Abwrackprämie damit, dass die Hersteller die Rabatte noch weiter ankurbeln, um die Endrallye bei der Abwrackprämie zu gewinnen. „Rabattschlachten sind ruinös. Kompromisslose Kundenorientierung kann die einzige Antwort auf die Krise im Autohandel sein“, kommentiert Uwe Röhrig, Chef der Berliner Automobilberatung International Car Concept (ICC) http://www.icconcept.de und Wirtschaftssenator...

Senioren sind keine besondere Gefahr für den Straßenverkehr – Experten halten nichts von verpflichtenden Gesundheitschecks

Menden/Berlin, 28. Juli 2009 - Der schwere Unfall im sauerländischen Menden hat die Debatte über Gesundheitschecks für Senioren wieder angeheizt. Experten halten sie jedoch für überflüssig, wie die Süddeutsche Zeitung (SZ) http://www.suedeutsche.de schreibt. So hatte der verkehrspolitische Sprecher der Grünen im Bundestag, Winfried Hermann, erklärt, dass Autofahrer über 75 Jahren in den meisten Fällen die Verursacher von Unfällen seien. Dies ist allerdings nur die halbe Wahrheit. Denn die offiziellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden bestätigen zwar, dass Senioren, die älter als 75 Jahre alt sind, überproportional oft schuld an den Unfällen sind, in die sie verwickelt werden. Im vergangenen Jahren waren sie es zu 76 Prozent. „Allerdings steht dem entgegen, dass Senioren an allen Verkehrsunfällen 2008 nur zu elf Prozent beteiligt waren. Und das, obwohl sie derzeit 20 Prozent der Bevölkerung ausmachen“, so die SZ. Wie...

24.07.2009: | | | | | |

Forderungen nach „Senioren-TÜV“ sind reiner Populismus

Autoexperte Uwe Röhrig: Unfallstatistik widerlegt die Befürworter einer Pflichtuntersuchung für Ältere Berlin, 24. Juli 2009 - Am vergangenen Sonntag passierte bei einem Schützenfestumzug im Sauerland ein schrecklicher Unfall. Verursacher des tragischen Geschehens war ein 79-jähriger Autofahrer. „Es ist beschämend und bringt in der Sache überhaupt nichts, wenn sich nun Politiker mit populistischen Forderungen im Sommerloch zu Wort melden und den Senioren am liebsten den Führerschein wegnehmen würden. Die Unfallstatistik rechtfertigt jedenfalls nicht, ältere Autofahrer unter eine Art Generalverdacht zu stellen“,...

21.07.2009: | | | | | |

Wiedeking bleibt weiter gefragt

Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Pfister fordert weniger Einmischung der Politik Wolfsburg/Berlin - Volkswagen oder Porsche, Wolfsburg oder Zuffenhausen? Zumindest eine Zeitlang war dem Laien unklar, wer wen dominieren würde. Mittlerweile scheinen die Karten verteilt, und das bessere Blatt halten die Wolfsburger und VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch in Händen. Damit stellt sich unter anderem die Frage nach der Zukunft von Porsche-Vorstandschef Wendelin Wiedeking. Vom baden-württembergischen Wirtschaftsminister Ernst Pfister (FDP) kommt laut Nachrichtenagentur ddp http://www.ddp.de die Empfehlung, er möge sich ein wenig...

Die Zeit der Krise ist die Zeit für den Vertrieb - Wie finden die Autobauer aus der „Abwrack-Falle“?

Berlin, Juli 2009 - Die Abwrackprämie sollte ursprünglich einer schwächelnden Branche helfen. Doch sie könnte sich schon bald zu einer „ökonomischen Zeitbombe“ entwickeln, mutmaßt Thomas Reisener in der Rheinischen Post (RP) http://nachrichten.rp-online.de/article/titelseite/Autobauer-Pro-Pkw-1800-Euro-Verlust/44280. Nach einer Studie der Unternehmensberatung AlixPartners http://www.alixpartners.com/DE machen die Autobauer 2009 weltweit pro verkauftem Auto im Schnitt rund 1.800 Euro Verlust. Die Abwrackprämie habe das Preisgefüge auf dem Automarkt dauerhaft verdorben, meint Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer: „Auch im nächsten...

Keine Frage der Ratio – Mit Emotionen können Hersteller Markenbindung erzeugen

Berlin, 14. Juli 2009 - Warum setzt man sich hinter das Steuer eines BMW, eines Volkswagen oder eines Mercedes? Sind dafür rein rationale Gründe ausschlaggebend? Oder spielen Emotionen nicht die entscheidende Rolle? „Das Image ist beim Auto alles. Mit der Sache hat das wenig zu tun“, zitiert die Süddeutsche Zeitung (SZ) http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/665974 Rüdiger Hossiep von der Fakultät für Psychologie an der Ruhr-Universität Bochum. Nutzwert und Funktionalität spielten beim Auto meist kaum eine Rolle. „Das Ziel ist, ein stimmiges Selbstbild damit zu erzielen“, erläutert der Verhaltenswissenschaftler....

Zufriedene Kunden sind die besten Werber

Deutsche Unternehmen haben Nachholbedarf in Sachen Empfehlungsmarketing München/Berlin, 6. Juli 2009 - Es ist nur ein Nebensatz. Und doch weist er den Weg für neue Wege in Marketing und Vertrieb. Langfristig fünfstellige Absatzzahlen in der Republik zu erreichen, so sagt Ulrich Selzer, Deutschland-Geschäftsführer der noblen Toyota-Tochter Lexus http://www.lexus.de im aktuellen Kundenmagazin, wären „ein schöner Erfolg. Aber überlebenswichtig ist es nicht. Viel wichtiger ist mir, dass die Lexus Kunden mit unseren Fahrzeugen zufrieden sind und dies auch weitergeben.“ Mundpropaganda nennt man das landläufig, moderner...

Bürokratieabbau ist das Gebot der Stunde

Bundesregierung zieht positive Zwischenbilanz – Experten fordern Reduzierung auf ein Mindestmaß an bürokratischen Anforderungen Berlin/München - „Wir werden die Befreiung von den Fesseln der Bürokratie durch alle Hierarchiestufen treiben. Die Leute sollen endlich Spaß an der Arbeit haben.“ Was der langjährige Vorstandschef des US-Konzerns General Electric http://www.ge.com, Jack Welch, schon vor vielen Jahren forderte, müsste im Kanzleramt auf fruchtbaren Boden stoßen, hat sich doch die Bundesregierung den Bürokratieabbau in der Republik auf die Fahnen geschrieben und in diesen Tagen eine positive Zwischenbilanz gezogen....

Überkapazitäten am weltweiten Automarkt werden ignoriert

Deutsche Hersteller haben Nachholbedarf in Sachen Kundenorientierung Rom/Berlin, 24. Juni 2009 – Sonderkonjunkturen durch staatliche Eingriffe hin, neue Unternehmensallianzen her: Der weltweite Automarkt leidet nach wie vor unter massiver Überproduktion. Für John Elkann, Vizepräsident von Fiat http://www.fiat.com, gibt es daran keinen Zweifel. „Weltweit gebe es heute zu viele Autobauer, sagte Elkann bei einer Konferenz über die Perspektiven für die Wirtschaft nach der Krise am Dienstag in Rom. ‚Die Hoffnung ist, dass es am Ende der Autokrise weniger Produzenten geben wird. Leider ist derzeit gerade das Gegenteil im Gange’“,...

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