Wilhelmshaven

"Die Angaben auf dem Wahlzettel müssen korrekt sein." Mit dieser Begründung hat Gemeindewahlleiter Eberhard Menzel einen Tagesordnungspunkt der heutigen Sitzung des Gemeindewahlausschusses gleich wieder gestrichen. Die Entscheidung, wer am 11. September 2011 als Kandidat für das Oberbürgermeisteramt antreten darf, wurde vertagt. Einer der zehn Oberbürgermeisterkandidaten soll bei seiner Bewerbung einen falschen Hauptwohnsitz angegeben haben. Ob das zutreffend ist, darüber entscheidet das Verwaltungsgericht in Oldenburg. Dabei handelt es sich offenbar um den SPD-Oberbürgermeisterkandidaten Thomas Städtler, der noch Bürgermeister...

"Herr Tjaden wird beschissen." Sagt eine Wilhelmshavenerin. Ein Mann, der sich zu der Diskussionsrunde gesellt, wird gefragt: "Wollen Sie ihm nicht eine Unterschrift geben?" "Kann ich nicht", antwortet der Mann. Er habe bereits einen anderen Kandidaten unterstützt. Ein Nachbar sei deswegen bei ihm gewesen. "Und wen haben Sie unterstützt?" Will die Runde wissen. Diese Frage kann der Mann nicht beantworten. "Das weiß ich nicht", sagt er. Die Hauptsache jedoch sei: "Der Menzel ist weg." Menzel heißt mit Vornamen Eberhard und ist noch Oberbürgermeister von Wilhelmshaven. Diesem Sozialdemokraten hat die "Tageszeitung" vor...

Jetzt macht das Wahlamt der Stadt Wilhelmshaven die Oberbürgermeisterwahl zu einer Lachnummer. Dazu muss man wissen: Ich trete als parteiloser Kandidat an, brauche bis zum 25. Juli 2011, 18 Uhr, 220 Unterstützerunterschriften. Die sammele ich persönlich und auf meinen Seiten www.szenewilhelmshaven.de im Internet. Mit Datum vom 4. Juli 2011 teilt mir das Wahlamt mit: Für Sie sind zehn gültige Unterschriften abgegeben worden. Da ich das nicht glaube, bitte ich um Mitteilung, ob es auch ungültige Unterschriften gegeben habe. Darauf reagiert das Wahlamt am 11. Juli 2011 mit einem Schreiben, in dem zehn Namen von korrekten Unterstützern...

Wer einen Parteifreund hat, braucht keine Feinde mehr. Zeigt sich nun auch an der Jade, wo der Amtsinhaber (SPD) Wahlkampf gegen einen Kandidaten (SPD) führt. Spot an, Oberbürgermeisterwahl in Wilhelmshaven: Die SPD nominiert Thomas Städtler, den Bürgermeister von Löningen. Schon meldet sich Eberhard Menzel zu Wort. Der ist ebenfalls in der SPD und noch ein paar Wochen Oberbürgermeister. Menzel knöpft sich Städtler vor. Der sei den Wählerinnen und Wählern nicht "vermittelbar". Spot aus. Wieder Spot an. Ein paar Wochen später besucht der SPD-Oberbürgermeisterkandidat mit Parteigenossen die Polizei. Die "Wilhelmshavener...

In der "Wilhelmshavener Zeitung" wird meine Kandidatur als parteiloser Oberbürgermeister-Kandidat so weit wie möglich verschwiegen. Und nun verzählt sich auch noch der Gemeindewahlleiter? Als Parteiloser benötige ich 220 Unterstützer-Unterschriften - und zwar bis zum 25. Juli 2011, 18 Uhr. Vor einer Woche hat mir der Gemeindewahlleiter mitgeteilt, dass es für mich bislang 10 Unterschriften gebe. Daran meldete ich per Fax Zweifel an. Unterschriften sammele ich nur selten persönlich - das Formular steht unter www.szenewilhelmshaven.de im Netz und ist bislang 522 Mal angeklickt worden. Heute bekam ich zum zweiten Mal Post...

"Jemand muss die Polizei rufen", kommt ein Mann herein. Ich stehe an der Kasse des Plus-Marktes in der Bismarckstraße. Schaue nach draußen. Dort ist mein Hund angeleint, eine Dogge hat sich in seinem Nacken festgebissen, wirbelt ihn durch die Luft. Mike schreit vor Schmerzen. Wird endlich von einem zweiten Mann befreit. Der hat eine Decke zusammengerollt, immer wieder zugeschlagen. Zwei Polizeibeamte steigen aus einem Streifenwagen. Sie nehmen die Personalien der jungen Frau, die mit der Dogge unterwegs gewesen ist, und meine auf. Mike hat Reißaus genommen. Rennt bis zur Schulstraße 55. Dort hole ich ihn ab. Ein Tierarzt gibt...

Der verstorbene Bestsellerautor Johannes Mario Simmel hat gesagt: "Sie können schreiben." Der achte Bundespräsident Johannes Rau hat geschrieben, dass er beim Lesen meines zweiten Romanes einen neuen Blickwinkel für den Alltag in Deutschland bekommen habe. Und jetzt: Kann man mich nicht nur lesen, man kann mich auch wählen. Zum Oberbürgermeister von Wilhelmshaven. Am 11. September 2011. Ich trete als parteiloser Kandidat an, brauche 220 Unterstützerunterschriften. Bis zum 25. Juli 2011, 18 Uhr. Bei einer Umfrage auf meinen Kandidatenseiten bekomme ich inzwischen 32 Prozent der Stimmen. Erstaunlich. Denn in Wilhelmshaven gibt...

Auch in Wilhelmshaven fressen sich Heuschrecken durch den Häuserbestand. Eine nennt sich Anjas Erste Property, Beates Erste Property, dann Anjas Zweite..., Beates Zweite...Angeblich stillt diese Heuschrecke ihren Hunger von Frankfurt aus. Ruft man dort jedoch an, kommen Zweifel. Fährt man dort hin, ist da niemand. Merkwürdig außerdem: Jedes Jahr kommt diese Heuschrecke auf die gleiche Bilanzsumme für ihre Fresssucht. Doch in Wilhelmshaven schwirren noch mehr Heuschrecken herum, was seriösen Wohnungsbaugesellschaften nicht immer missfällt. Denn bei der Vermietung und beim Verkauf von Immobilien genießen die Seriösen einen...

Ob: Zeugen Jehovas gewinnen einen Steuerstreit mit Frankreich. Oder: Mitglieder der Scientology Church dürfen nicht singen. Außerdem: Eine Denk-Bar mit ironischen und kritischen Anmerkungen. Weil: Auch Ende Mai ist die Welt wieder einmal nicht untergegangen. Heinz-Peter Tjaden, Redakteur und Schriftsteller aus Wilhelmshaven, unternimmt in seinem blog http://zeugenjehovas.blogspot.com einen Streifzug durch die Welt der Religion und der Esoterik. Was den Zeugen Jehovas ein Dorn im Sekten-Auge gewesen ist. Die wollten bei google ein Verbot durchdrücken. Misslang aber. Auch sonst ist Tjaden einiges gewöhnt: Es begann mit einer...

41 000 Postkarten hat der Oberbürgermeisterkandidat der Wilhelmshavener CDU verschickt. Stand am 21. Mai 2011 in der "Wilhelmshavener Zeitung". Ein Artikelauszug: "Schließlich seien die Politiker für die Bürger da – und nicht umgekehrt. „Viele Menschen haben den Eindruck, dass ihre Meinung ohnehin nicht sonderlich gefragt ist. Das sorgt für Politikverdrossenheit und dafür, dass die Wahlbeteiligung so gering ist“, so Wagner. Mit der Postkarten-Aktion wolle die CDU die Bürger ermuntern, sich stärker als bislang in die Diskussion um kommunale Themen einzubringen." Doch: Viele Karten kamen bei den Bürgerinnen und Bürgern...

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