Staatsanwaltschaft

Rufnummern-Fälschung (Spoofing): Amtsgericht Bremen

Rufnummern-Fälschung (Spoofing): Amtsgericht Bremen Seit Montag (19.11.2012) geben sich vermehrt Anrufer als Mitarbeiter des Amtsgerichts Bremen – Mahnabteilung – aus und mahnen Geldzahlungen in Höhe von 800,00 € an. Zur Abwendung einer Zwangsmaßnahme könne der Angerufene eine Zahlung von 800,00 € bzw. die Zahlung eines Zeitungsabonnements leisten. Wir weisen darauf hin, dass derartige Anrufe nicht von Mitarbeitern des Amtsgerichts Bremen getätigt werden. Wir gehen davon aus, dass die Rufnummernanzeige (0421 – 361 6115) manipuliert ist (Caller-ID Spoofing). Es wird empfohlen, auf derartige Anrufe nicht einzugehen...

Nürburgring – Eine Rennstrecke vor Gericht

Die berühmteste Rennstrecke der Welt ist pleite. Dabei ist der Ring Legende. Manchen kostete er das Leben. Für viele ist er das Mekka des Motorsports. Oder die schönste Achterbahn der Welt, die “Grüne Hölle”. Doch umjubelte Asphaltritter haben heute nichts mehr zu melden. Die neuen Herren des Nürburgrings haben kein Benzin mehr im Blut. Sie tragen Maßanzüge. Und hantieren mit Firmengeflechten. Ziehen Profit aus dem Ring – und gehen pleite. Den Verantwortlichen wird jetzt der Prozess gemacht. Im Dezember werden sie im Prozess um die misslungene Finanzierung der Formel-1-Strecke am Nürburgring aussagen müssen....

Polizei warnt: Abzocke per SMS über Facebook

Manche Nutzer werden diese Tage von einem angeblichen “Facebook-Freund” mit einer persönlichen Nachricht bedacht. Man soll dem “Freund” doch bitte über Facebook die eigene Handynummer schicken weil er diese verloren habe. Weiterhin teilt der angebliche “Facebook-Freund” mit, dass er eine SMS mit einem Zahlencode zurückschicken werde. Diesen Zahlencode sollte der angeschriebene dann über Facebook zurück übermitteln um zu schauen ob es funktioniert. Doch dahinter steckt ein geschickt eingefädelter Betrug. Der unbekannte Freund meldet sich mit der übermittelten Handynummer beim Online-Bezahldienst ZONG...

Betrugsverfahren gegen den Betreiber der “Consumer Content Consulting”

Die Staatsanwaltschaft München II betreibt unter unter dem Az. 41 Js 28351/10 ein Ermittlungsverfahren wegen gewerbsmäßigen Betruges gegen den Beschuldigten Werner Herbert Schmidt, Inhaber und Geschäftsführer der Firma “Consumer Content Consulting GmbH” mit Sitz in 82407 Wielenbach, Primelstr. 2 Die Firma Consumer Content Consulting GmbH, kurz (CCC) betreibt seit Jahren einen Internetversandhandel für Spielfilme pornographischen Inhalts. Der Vertrieb der Filme erfolgte dabei bis Anfang des Jahres 2011 über die Internetseiten “xxx-testen.de” und “p-testen.de”, die inhaltlich identisch waren. Auf den Internetseiten...

RTL II Frauentausch-Kandidatin wegen Hartz-IV-Betrug angeklagt

So hatte sich die 26-Jährige Sonja K. ihr Fernsehdebüt nicht vorgestellt. Sie nahm Ende 2010 an der RTL2-Serie “Frauentausch” teil. In dieser Zeit bezog sie Arbeitslosengeld II, genau wie ihr damaliger Mann und ihre drei Kinder, in Höhe von 1.079 Euro. Nach Drehschluss erhielt die Familie eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 1.500 Euro. Ihren Auftritt in der TV-Serie sah ausgerechnet ein Mitarbeiter des Jobcenters Haßberge. Was folgte, war eine Anzeige wegen Betrugs. Denn die Einnahmen wurden nie beim Jobcenter angegeben. Sonja K. erklärte dem Gericht, dass sie von ihrem damaligen Mann zu der Tat genötigt...

Warnung vor neuer Inkasso-Welle aus Osnabrück

Vor einer neuen dubiosen Inkassowelle warnt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Derzeit werden Mahnschreiben einer “Anwalts-Inkasso-Zentrale” mit Sitz in Osnabrück verschickt. Ein Rechtsanwalt “Ingo Müller” macht darin zweifelhafte Forderungen aus telefonisch abgeschlossenen Gewinnspieldiensten geltend. Er gibt an, Rechnungen von 2010 seien noch nicht beglichen worden. Neben den offenen Beträgen berechnet er Mahn- und Rechtsanwaltskosten. Teilweise werden dieselben Forderungen gleichzeitig auch von dem Unternehmen National Inkasso (ehemals: wecollect) in Düsseldorf beigetrieben. Die Verbraucherzentrale...

Ermittlungen gegen Enthüllungsjournalist Wallraff

Die Kölner Staatsanwaltschaft hat zwei Ermittlungsverfahren gegen den Kölner Enthüllungsjournalisten Günter Wallraff eingeleitet. Der Journalist hatte in der Vergangenheit immer wieder soziale Missstände aufgedeckt. Dabei arbeitete er oft verdeckt mit falscher Identität. Zuletzt warf er dem Paketzusteller GLS unzumutbare Arbeitsbedingungen und Dumpinglöhne vor. International erfolgreich war sein Buch “Ganz unten”. Darin schildert Wallraff wie er – verkleidet als Türke “Ali” – in deutschen Unternehmen ausgegrenzt und missachtet wird. Ende der 70er Jahre hatte er mit Berichten über die Arbeitsweise im Boulevardjournalismus...

Polizei bei Facebook: Fahndung mit Hilfe von Facebook

Polizei bei Facebook: Fahndung mit Hilfe von Facebook “Kennt jemand diese Personen?“ Die Facebook-Seite der hessischen Polizei zeigt unscharfe Bilder. Figuren mit Hut, Kapuze, Kippe. „Die Kriminalpolizei bittet um Eure Mithilfe“ – man duzt sich auf Facebook. Hessens Justizminister Jörg-Uwe Hahn will die Fahndung per Facebook bundesweit rechtlich absichern. Bisher ist Facebook für die Polizei eine rechtliche Grauzone. Im Anhang der Strafprozessordnung heißt es: „Private Internetanbieter sollen grundsätzlich nicht eingeschaltet werden.“ Die Formulierung „sollen grundsätzlich“ lässt etwas Spielraum. „Die...

CLEANSTATE - GSK und LIBOR: Justizreformen in Deutschland überfällig

Im vergangenen Monat führten die Ermittlungen im Falle GSK und LIBOR zu aufsehenerregenden, öffentlichen Geständnissen. Am 02.07.2012 wurde bekannt, dass der britische Pharma-Konzern GSK GlaxoSmithKline PLC gestanden hatte, ein Antidepressivum gezielt an Minderjährige verkauft zu haben, obwohl dieses nur für Erwachsene zugelassen war. Auch hat GSK ein weiteres Medikament für Zwecke beworben, für die es nicht zugelassen war, und beide Mittel intensiv mit illegalen Mitteln beworben. Im Zuge laufender Ermittlungen erzielte GSK eine außergerichtliche Einigung – musste dafür aber ein umfangreiches Geständnis ablegen sowie...

SPD-Chef Gabriel wirft Banken Erpressung und Abzocke vor

Der Chef der Sozialdemokraten Sigmar Gabriel, kritisiert die Banken in einem vorgelegten Papier vom vergangenen Samstag hart: In acht Punkten kritisiert Gabriel die Geldhäuser. Sie würden Staaten erpressen, die Politik diktieren, unanständige Gehälter zahlen sowie ihre Kunden abzocken und riskant mit dem Geld ihrer Sparer spekulieren, schreibt der SPD-Chef. Als Konsequenz kündigt er einen Wahlkampf gegen diese Auswüchse an. Gabriel kritisiert auch, dass die Banken trotz der Finanzkrise von 2008 längst wieder hoch riskante Geschäfte machen, aber für die Schäden nicht haften wollen. Wenn es schiefgehe, “bestellten”...

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