Recht am eigenen Bild

Völlig betrunken und von anderen mit Handy gefilmt - Ist das okay?

Nach großen Volksfesten, wie dem Oktoberfest in München, gibt es für viele ein böses Erwachen. Ungewollt gefilmt und im Internet veröffentlicht: KANZLEI REININGER in München hilft den Betroffenen. "Darf mich eigentlich jeder fotografieren und filmen ?" Hubert G. ist empört und gleichzeitig verunsichert. Er schlief nach einer ausgelassenen Feier und mehreren Maß Bier auf der Wiesn in München besoffen ein. Als ihn die Ordner weckten, torkelte er aus dem Zelt und übergab sich. Das schlimmste aber sollte erst am nächsten Tag kommen: Ein Bekannter hatte alles mitgefilmt und im Internet veröffentlicht - und viele fanden das sehr lustig. Hubert G. fühlt sich aber ausgenutzt, benutzt und verletzt. Natürlich gibt er sich selber die Schuld und fühlt sich schlecht, aber dennoch möchte er dies nicht mit sich geschehen lassen. Und Hubert G. hat recht: "Schon das Fotografieren oder Filmen eines Hilflosen, eines Verletzten oder Betrunkenen, ist...

Mitgefilmte Hausdurchsuchung: Künstler Tom Sack erhebt Beschwerde in Straßburg

Im Jahr 2008 filmte der heute 30-jährige freischaffende bildende Künstler und ehemalige Kunsthändler Tom Sack aus Rinteln eine bei ihm wegen des Verdachts der Kunstfälschung durchgeführte Hausdurchsuchung mit einer Videokamera und veröffentlichte den Film anschließend im Internet, versehen mit kommentierenden Texteinblendungen. Damit wollte der Beschuldigte gegen die Art und Weise der Strafverfolgung protestieren. Der Film zeigt, wie unzählige Gemälde beschlagnahmt und ohne jede Schutzverpackung mit Polizeifahrzeugen abtransportiert werden. Brisant dabei: Eine richterliche Anordnung gab es nicht. Ein übereifriger Staatsanwalt handelte auf eigene Faust. Da sie ihre Persönlichkeitsrechte verletzt sahen, erstatteten die gefilmten Polizisten Strafanzeige und stellten Strafantrag gegen Tom Sack, so dass der Künstler nicht wegen Kunstfälschung, sondern wegen Verletzung des Rechts am eigenen Bild auf der Anklagebank Platz nehmen musste. Es...

Die Fotografiererlaubnis Property Release In Theorie Und Praxis

Wer eine Sache fotografiert, beispielsweise einen beweglichen Gegenstand oder ein Gebäude, benötigt für die Veröffentlichung seiner Aufnahmen eine Genehmigung des Eigentümers jener Sache. Zwar nicht in allen Fällen, aber dem Grundsatz nach. Diese Genehmigung wird im Rahmen einer Fotografiererlaubnis (engl. Property Release) erteilt, was schon aus Nachweisgründen schriftlich erfolgen sollte. So wird die Zustimmung des Eigentümers zu der gewünschten Nutzung der Bilder dokumentiert. Eine solche Erlaubnis ist daher das rechtliche Gegenstück zu Modelverträgen, mit denen Bildaufnahmen von Personen vertraglich geregelt werden. Natürliche Personen haben ein sogenanntes Recht am eigenen Bild, dem so Rechnung getragen wird. Dieses Recht ist zwar auf Sachen nicht anwendbar, einer unautorisierten Nutzung von Aufnahmen von Sachobjekten stehen jedoch andere rechtliche Hindernisse im Weg, beispielsweise das Eigentumsrecht. Dies ist aus juristischer...

OLG Celle fällt Urteil zur Reichweite der Kunst- und Meinungsfreiheit: Künstler erhält beschlagnahmtes Gemälde zurück

Der 1. Strafsenat des Oberlandesgerichts Celle hat am Mittwoch im Rahmen einer Revisionshauptverhandlung (Az.: 31 Ss 30/10) ein Machtwort in der mehrjährigen Auseinandersetzung zwischen der Staatsanwaltschaft im niedersächsischen Bückeburg und dem zeitgenössischen Künstler und ehemaligen Kunsthändler Tom Sack gesprochen. Konkret ging es um das von Sack gemalte Porträt eines gegen ihn wegen des Verdachts der Kunstfälschung ermittelnden Staatsanwalts sowie um ein ins Internet gestelltes Video einer Hausdurchsuchung. Außerdem hatte der Senat zu klären, inwiefern die Veröffentlichung von amtlichen Schriftstücken aus einem laufenden...

Google StreetView - Segen oder Fluch?

Während Google Earth seinerzeit noch mit Spannung erwartet wurde, wird gerade in Deutschland über kein Google-Projekt mehr diskutiert, als über Google StreetView. Das Straßennetz der USA ist schon lange fast vollständig unter Google StreetView abrufbar und immer mehr europäische Staaten ziehen nach, um Besuchern einen virtuellen Sparziergang durch ihre Metropole zu ermöglichen. Noch dieses Jahr sollen weite Teile des deutschen Verkehrsnetzes online gestellt werden. Während dieses Projekt auch in Deutschland von vielen mit Spannung erwartet wird, werden auch immer mehr Bedenken laut: Für die Befürworter von Google...

Kunstvernichtung in dritter Instanz: Wie die Staatsanwaltschaft die Kunstfreiheit aushebeln will

Der ehemalige Kunsthändler und Galerist Tom Sack, der sich auch als Kunstmaler betätigt und gegen den seit langer Zeit der Vorwurf der „Kunstfälscherei im großen Stil“ im Raum steht, musste in den vergangenen Jahren mehrere Hausdurchsuchungen sowie die Beschlagnahme unzähliger Kunstgegenstände, Unterlagen und Arbeitsmaterialien über sich ergehen lassen. Die ersten Ermittlungen seien bereits vor etwa sechs Jahren aufgenommen, Akteneinsicht erst vor knapp drei Jahren gewährt worden, ist von Strafverteidiger Roman von Alvensleben aus Hameln zu erfahren. So sah sich Tom Sack bald gezwungen, seinen Gewerbebetrieb einzustellen,...

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