Psychotherapeuten

Justizministerium: elektronische Patientenakte observationsfrei bei E-Evidence-Verordnung - Erfolg des DPNW

Die psychotherapeutische Schweigepflicht und der Schutz sensibler Gesundheitsdaten sollen im digitalen Ermittlungsraum gewahrt bleiben. Bonn, 23.01.26 - Das Deutsche Psychotherapeuten Netzwerk (DPNW) begrüßt die Zusage des Bundesjustizministeriums (BMJV), dass die elektronische Patientenakte (ePA) bei der Umsetzung der E-Evidence-Verordnung als "observationsfreier Raum" festgesetzt werden soll, wie golem.de berichtete. Diese Klarstellung erfolgte nach Interventionen des DPNW. Die E-Evidence-Verordnung zielt darauf ab, Ermittlungsbehörden europaweit einen grenzüberschreitenden Zugriff auf digitale Daten zu ermöglichen. In ihrer aktuellen Fassung können Ermittlungsbehörden auch Einsicht in Gesundheitsdaten aus der ePA nehmen. Dies hätte - so das DPNW - einen schwerwiegenden Eingriff in die ärztliche und psychotherapeutische Schweigepflicht bedeutet. Außerdem würde hierdurch das grundrechtlich geschützte Vertrauensverhältnis zwischen...

Psychotherapeuten fordern observationsfreie Zone für die elektronische Patientenakte in E-Evidence-Verordnung

Das Deutsche Psychotherapeuten Netzwerk (DPNW) will den europaweiten, behördlichen Zugriff auf sensible Patientendaten verhindern. Der Verband warnt vor einem europaweiten behördlichen Zugriff auf hochsensible Patientendaten und fordert für die elektronische Patientenakte (ePA) eine sogenannte "observationsfreie Zone". Anlässlich der öffentlichen Anhörung zur E-Evidence-Verordnung im Deutschen Bundestag weist der Verband erneut auf die erheblichen Risiken des grenzüberschreitenden Datenaus-tauschs hin. Dem DPNW-Vorsitzenden Dieter Adler ist bewusst, dass das deutsche Umset-zungsgesetz zur E-Evidence-Verordnung nicht grundsätzlich verhindert werden kann, da es sich um bereits beschlossenes EU-Recht handelt. Adler betont: "Für die nationale Umsetzung bestehen Handlungsspielräume. Wir fordern für die elektronische Patientenakte eine observationsfreie Zone - vergleichbar mit dem Schutz, der heute bereits für Drogenberatungsstellen gilt....

Geplante GKV-Reformen gefährden die Versorgung psychisch kranker Menschen

Psychotherapeuten warnen vor Bettenabbau, Budgetdeckelung und Einschränkungen in der ambulanten Therapie. Bonn, 09.12.2025 - Die aktuellen Reformvorschläge des GKV-Spitzenverbandes zur psychiatrischen und psychotherapeutischen Versorgung stoßen auf scharfe Kritik des Deutschen Psychotherapeuten Netzwerkes (DPNW). Der Verband warnt eindringlich vor einer Verschlechterung der Versorgung für schwer psychisch erkrankte Menschen. Insbesondere die Einführung eines sektorenübergreifenden Gesamtbudgets für psychiatrische Kliniken sowie der geplante Abbau von über 13.000 stationären Betten verschlechtere die eh schon teils desaströse Betten-Lage, so das DPNW. Dieter Adler, DPNW-Vorsitzender, meint: "Schon heute sind viele Regionen unterversorgt, Stationen überbelegt und Notaufnahmen überlastet. Der massive Bettenabbau trifft genau die Patienten, die auf geschützte stationäre Behandlung angewiesen sind, wie zum Beispiel suizidale, psychotische...

Neue psychotherapeutische Methode: „Archivgespräche“ als narrativer Zugang zum Unbewussten.

Neue psychotherapeutische Methode: „Archivgespräche“ als narrativer Zugang zum Unbewussten Potsdam, Oktober 2025. Mit der Archivgespräche-Methode stellt der Autor Bernd Blase ein innovatives Verfahren vor, das tiefenpsychologische und narrative Therapieansätze miteinander verbindet. Ziel ist es, verdrängte oder fragmentierte biografische Inhalte durch eine strukturierte dialogische Form des Erinnerns wieder zugänglich zu machen. Die Methode basiert auf der Annahme, dass psychisches Leiden häufig dort entsteht, wo biografische Kohärenz unterbrochen wurde – wo also bestimmte Ereignisse, Affekte oder Selbstanteile nicht...

Dieter Adler erneut zum Vorstandvorsitzenden des Deutschen Psychotherapeuten Netzwerkes (DPNW) gewählt

Mitgliederversammlung wählte Dieter Adler, Claudia Reimer, Sevgi Meddur-Gleissner und Tania Gosh in den DPNW-Vorstand. Bonn, 10.09.2025 - Auf der fünften ordentlichen Mitgliederversammlung des Deutschen Psychotherapeuten Netzwerkes bestätigten die zahlreichen Teilnehmer den 1. Vorstandsvorsitzenden Dieter Adler in seinem Amt. Ebenso wurden die beiden zweiten Vorsitzenden Sevgi Meddur-Gleissner und Claudia Reimer wiedergewählt, die noch bis zum 31.12.2025 ihre Rolle ausfüllt ehe Reimer ihren 2. Vorsitz an ihre neugewählte Nachfolgerin Tania Gosh übergibt. Als Beisitzer wurden Sabine Kaiser, Georg Moerschner, Matthias Glöckner...

Psychotherapeuten reagieren auf Unwahrheiten des GKV-Spitzenverbandes

GKV nutzt offensichtlich falsche Interpretationen, um Glaubwürdigkeit von Psychotherapeutinnen und -therapeuten zu untergraben. Bonn, 08.09.2025 - Das Deutsche Psychotherapeuten-Netzwerk (DPNW) nimmt Stellung zu einem Anfang September in der Rheinischen Post und im Bonner General-Anzeiger veröffentlichten Artikel. Die darin enthaltenen Behauptungen des GKV-Pressesprechers Florian Lanz basieren auf falschen Interpretationen und verzerren die Realität. "Offensichtlich soll auf diese Weise das Vertrauen in die ambulante Psychotherapie geschwächt werden", so der DPNW-Vorsitzende Dieter Adler. Der GKV-Spitzenverband ist der Dachverband...

Psychotherapeuten starten Petition: Freier Zugang zur Psychotherapie muss bleiben!

Deutsches Psychotherapeuten Netzwerk (DPNW) warnt vor geplanten Einschränkungen durch das Primärarztsystem und sammelt Unterschriften. Bonn, 11.06.2025 - Das Deutsche Psychotherapeuten Netzwerk (DPNW) ruft bundesweit zur Mitzeichnung der Petition 180389 auf, die sich entschieden gegen Pläne zur Einführung eines verpflichtenden Primärarztsystems ausspricht. Im Erläuterungstext fordert das DPNW: "Psychisch kranke Menschen dürfen nicht durch neue bürokratische Hürden vom Zugang zur Therapie abgehalten werden!" Die Petition kann bis zum 22. Juli 2025 mitgezeichnet werden. Hintergrund der Petition ist die Ankündigung von Bundesgesundheitsministerin...

Psychotherapeuten warnen: E-Patientenakte offen für Polizeibehörden

Deutsches Psychotherapeuten Netzwerk (DPNW) fordert die Aufnahme der ePA in den Beschlagnahmeschutz der Strafprozessordnung. Bonn, 24.01.2025 - Im Zuge der Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) wurden zahlreiche Gesetzesänderungen vorgenommen. Aus Sicht des DPNW hat der Gesetzgeber hierbei fahrlässig die ePA für Polizeibehörden geöffnet. Denn der Gesetzgeber hat die ausdrückliche Ergänzung der ePA bei Gegenständen unterlassen, die unter den Beschlagnahmeschutz im § 97 Strafprozessverordnung (StPO) fallen. Dies sei umso erstaunlicher, so das DPNW, da sowohl der damalige Bundesbeauftragte für den Datenschutz und...

Medizinisches Melderegister: Aus Fehlern lernen ohne anzuprangern

Deutsches Psychotherapeuten Netzwerk (DPNW) begrüßt unter bestimmten Bedingungen die Einrichtung eines Melderegisters für Behandlungsfehler Bonn, 05.09.2024 - Der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Bundestagsfraktion Tino Sorge forderte kürzlich die Einrichtung eines anonymen Melderegisters für besonders schwere Behandlungsfehler. Der drittgrößte deutsche Psychotherapeutenverband DPNW begrüßt diese Initiative unter bestimmten Voraussetzungen. Der DPNW-Vorstandsvorsitzende Dieter Adler meint: "Es sollte ein Register nicht nur für besonders schwere Behandlungsfehler geben, sondern für alle Kunstfehler. Zielsetzung sollte...

Psychotherapeuten legen Finanzierungskonzept für die Ausbildung ihrer Nachwuchskräfte vor

Das Deutsche Psychotherapeuten Netzwerk (DPNW) hat eine einfache Lösung für die Finanzierungslücke in der Psychotherapie-Ausbildung entwickelt. Bonn, 15.05.2024 - In den nächsten drei Jahren ist mit etwa 8.100 Absolventinnen und Absolventen des neuen Studiengangs "Psychotherapie" zu rechnen. Nach dem Studium müssen die Absolventen eine Ausbildung über mehrere Jahre ableisten, wenn sie sich später in eigener Praxis niederlassen und mit den Krankenkassen abrechnen wollen. Die Finanzierung dieser Ausbildung ist nach der letzten Gesetzesreform nicht gesichert. Nach DPNW-Berechnungen entsteht den Ausbildungsinstituten eine durchschnittliche...

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