Priester

Die Seelentöter - Band 1 - Meine Erfahrungen in der katholischen Kirche

Bernhard Veil berichtet in seiner Reihe "Die Seelentöter" von seinen Erlebnissen, die er während seines Dienstes als Mitarbeiter in der katholischen Kirche erdulden und erleiden musste. Zu seinem Arbeitsalltag gehörten Schikanen, Lügen und Verleumdungen. In allen sechs Bänden, die im Laufe dieses Jahres erscheinen werden, führt er den Leser nach und nach ein in die skrupellose Umgangsweise vieler kirchlicher Würdenträger, wie sie ihn als Mitarbeiter schamlos ausgenützt, hintergangen, verleumdet und gedemütigt haben. Dabei schildert er auch zahlreiche Begegnungen mit homosexuellen Priestern, die teils verdeckt, teils ganz offen ihre Sexualität ausleben. Im ersten Band beschreibt er zunächst teils amüsante Anekdoten, die er während seiner Ausbildung zum Pastoralreferent in Böblingen erlebte. Noch ist nichts von den zermürbenden Mobbing-Erfahrungen zu erkennen, die in den späteren Bänden ausführlich geschildert werden. Durch diese...

Liturgische Farben

Nicht immer ist erlaubt was gefällt. Davon können viele Priester ein Lied singen, denn auch wenn der gesellschaftliche Wandel sich immer mehr verdeutlicht, ist es in der Kirche etwas schwieriger, sich diesem Trend anzupassen. Die Priesterkleidung zeigt zaghafte Veränderungen und sei es nur in Farbe oder Schnitt. Es ist ein behutsamer Schritt, der für viele Besucher des Gottesdienstes wichtig ist. Man vertraut dem Träger dieser Kleidung, die jedoch ein großes Maß an Wertschätzung und Respekt abverlangt. Schließlich gilt es, die Kirche als solches zu repräsentieren. Das bedeutet, dass die Kleidung stets tadellos und ohne Makel sein muss. Man kann es nicht immer jedem recht machen, aber genau diesen Wunsch löst der Anblick der Priesterkleidung oftmals aus. Man will einerseits Veränderung, andererseits altbekannte Sicherheit. Viele Priester fordern einen sanften Weg, probieren kleine Veränderungen und warten auf die Reaktionen aus...

Meine Kindheit in Rotterdam – Erinnerungen eines Heimkindes

Wir schreiben das Jahr 1950. Frau van de Visser ist mit ihrem Leben nicht zufrieden und lastet das ihrem Ehemann an. Herr van de Visser versucht, wie schon so oft, seine Frau zu beruhigen. Diesmal aber beleidigt sie ihn derart, dass ihm zum ersten Mal die Hand ausrutscht. Sofort packt sie ihre Sachen und zieht aus. Schon ein paar Tage später zieht auch Herr van de Visser aus. Zurück bleiben ihre dreizehn Kinder. Obwohl die älteren Kinder dafür sorgen, dass es den jüngeren an nichts fehlt, wird die Familie von einer herrischen und uneinsichtigen Jugendamtsmitarbeiterin auseinandergerissen. Die Kinder werden auf mehrere Heime verteilt und später in Pflegefamilien untergebracht. Frido ist gerade einmal drei Jahre alt, als er von seinen Geschwistern getrennt wird. Er möchte gern zumindest mit seiner großen Schwester zusammenbleiben. Aber diese Bitte wird ihm nicht gewährt. Er wird in eine Pflegefamilie vermittelt. Dort werden zwar die...

Vorsatz und Irrtum im Strafrecht, Beispiel Missbrauch von Titeln

Ignorierte und fehlende Argumentation bei Strafprozessen "Strafbar ist nur vorsätzliches Handeln, wenn nicht das Gesetz fahrlässiges Handeln ausdrücklich mit Strafe bedroht" (§ 15 StGB). "Wer bei Begehung der Tat einen Umstand nicht kennt, der zum gesetzlichen Tatbestand gehört, handelt nicht vorsätzlich. Die Strafbarkeit wegen fahrlässiger Begehung bleibt unberührt" (§ 16, Abs. 1 StGB). Elf Jahre Verfolgung Vor elf Jahren, im März 2000: Staatsanwältin Krämer, Bonn, stellt Strafverfahren gegen den Verf. wegen "Missbrauchs von Titeln" (§ 132a StGB) ein "gemäß § 153 Absatz 1 der Strafprozessordnung" (selbst wenn...

Lesben-Mobbing am Arbeitsplatz

Elisabeth Keller im Gespräch mit Margaretha Main und Hans Georg van Herste EK Ich freue mich, Sie beide begrüßen zu dürfen, um über ein gern totgeschwiegenes Thema zu sprechen. Herr van Herste! Kommt es in unserer aufgeklärten Zeit immer noch vor, dass z. B. Lesben am Arbeitsplatz gemobht werden? vH Natürlich kommt das vor und das gar nicht mal so selten. EK Ist das in allen Betrieben so? vH Nein. Nach meiner Erfahrung ist die Chance, aufgrund seiner angeborenen sexuellen Neigung diskriminiert zu werden, in Betrieben sehr viel größer, in denen die gemobbte Person die einzige ist, die sich geoutet hat. Gibt es mehrere...

Mein Vater, der Diakon – Autorin Viktoria Grantz stellt ihr neues Buch vor

Die Autorin Viktoria Grantz lernt während einer Rast in einem Autobahnrestaurant eine Frau kennen, die ihr ihre Geschichte erzählt. Daraus entsteht das Buch „Mein Vater, der Diakon“. Lothar, ein nach außen hin frömmelnder evangelischer Diakon, ist verheiratet und Vater einer Tochter. Er lässt es sich nicht nehmen, sein Kind zu wickeln, auch als es eigentlich schon viel zu groß für den Wickeltisch ist. Später erklärt er der Kleinen, Männer hätten einen elften Finger, um ihre Töchter damit zu reinigen. Mädchen und Frauen seien von Geburt an mit der Erbsünde belastet, da Eva Adam den Apfel vom Baum der Erkenntnis...

Verleumdung – Wie aus Angst und Neid Leben zerstört werden

Am Freitag, den 28. Mai 2010 gastierte der Autor, Filmemacher, Lebensberater und Schmerztherapeut (DGNS e.V.) Hans Georg van Herste auf Einladung von Gretels Lesestube im Restaurant Dobbendeel in Bad Bederkesa. Anschaulich schilderte er, wie er selbst seit vielen Jahren immer wieder Opfer von Verleumdungskampagnen wurde. Als Kind selbst Opfer von häuslicher und psychischer Gewalt, begann er schon im Jugendalter über seine Erlebnisse zu sprechen. Auch andere Fälle aus seinem Dorf machte er öffentlich. Anstatt aber den Tätern das Handwerk zu legen, wurde er bedroht oder ausgelacht. Selbst als ein Mann, der immerhin drei Todesfälle...

Gegen Papst und Kirche

Die Hintergründe der Kampagne Unter dem Schlagwort „sexueller Missbrauch“ läuft seit Wochen eine sich steigernde Kampagne gegen die katholische Kirche. Wer bislang am Kampagnecharakter des Mediengeschehens zu diesem Thema zweifelte, wurde nun eines Besseren belehrt, und zwar durch das schnoddrige Gerede der grünen Fraktionsvorsitzenden im Bundestag Renate Künast. Sie sprach sich für finanzielle Sanktionen gegen die katholische Kirche aus, falls diese die Fälle nicht völlig aufkläre. Da dies bei Vorgängen aus der Vergangenheit, die z. T. bis zur vorigen Jahrhundertmitte zurückreichen, sicher nicht hundertprozentig möglich...

Die Doppelmoral – Kindesmissbrauch in kirchlichen Heimen

Die Doppelmoral – Kindesmissbrauch in kirchlichen Heimen Elisabeth Keller im Gespräch mit Hans Georg van Herste EK Herr van Herste, Sie befassen sich seit vielen Jahrzehnten mit dem Thema „Sexueller Kindesmissbrauch“. Was sagen Sie zu den in der letzten Zeit ans Tageslicht gekommen Fällen von sexuellem Kindesmissbrauch durch Mönche und Nonnen? vH Dogmatische Vereinigungen, wie z. B. die katholische Kirche, schaffen durch sich heraus den Nährboden für solche Exzesse. Eifernde Missbrauchsopfer finden auf ihrem kruden Weg zu Gott immer wieder Möglichkeiten, der Aufarbeitung ihrer eigenen Defizite zu verhindern, indem...

Priester zwischen Beichtstuhl und Couch. Die Unkultur des Wegsehens.

Die Unkultur des Wegsehens Bereits in der Sendung „Kontrovers“ im Deutschlandfunk, wies Andrea Gensel, Geschäftsführerin von CarpeDiem24 (EAP – Externe Mitarbeiterberatung, Betriebliches Gesundheitsmanagement) im November 2009 auf die wachsende Anzahl von Katholischen Priester hin, welche zu ihr und ihren Mitarbeitern zur psychologischen Beratung kommen. Priester erleben häufig einen kaum aushaltbaren inneren Konflikt. Alkohol dient der Linderung dieser inneren Zerrissenheit. Haben sie doch ein Image zu wahren. Der Skandal um Kindesmissbrauch bei den Jesuiten weitet sich aus und belebt die Debatte über den Zölibat...

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