Patientenschutz

Mehr Patientenschutz für Pflegebedürftige

Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen steigt in Deutschland aufgrund des demografischen Wandels auch in diesem Jahr weiter. Doch während Pflegereformen inklusive der Aufstockung der Personaldecken in Pflegeheimen auf den Weg gebracht wurden, steht der Patientenschutz für Pflegebedürftige immer noch ein wenig im Abseits. Vieles ist hier offensichtlich noch nicht bedacht. Pflegebedürftige aller Pflegestufen müssen besonders geschützt werden. Dabei ist es zunächst irrelevant, ob sie in einem Pflegeheim untergebracht sind oder von Angehörigen zu Hause gepflegt werden. Denn im Gegensatz zu gesunden Menschen können Pflegebedürftige nur in den seltensten Fällen ihre eigenen Bedürfnisse durchsetzen oder ihre Ansprüche geltend machen. Neben den rechtlichen Belangen ist es aber derzeit vor allem die menschenwürdige Unterbringung, die Betreuung durch qualifiziertes Fachpersonal und die finanzielle Absicherung, die für pflegebedürftige...

Thieme Compliance: Mangelhafte Aufklärung oft Grund für Patientenklagen - Aufklärungsgespäche unbedingt dokumentieren

Erlangen/Stuttgart, 6. August 2012 – Der kürzlich vorgelegte Bericht der Gutachterkommission der Schlichtungsstellen der Ärztekammern belegt, dass mangelnde Aufklärung einer der häufigsten Gründe für eine Klage von Patienten gegen den Arzt ist. Eine umfassende und verständliche Aufklärung der Patienten ist daher unerlässlich; im Streitfall muss der Arzt nämlich beweisen, dass er ordnungsgemäß aufgeklärt hat, betont Thieme Compliance. Der Anbieter von rechtlich fundierten Aufklärungsbögen, Filmen und Software für Patienten weist außerdem daraufhin, dass mit dem neuen Patientenrechtegesetz Regelungen zur Aufklärungspflicht des Arztes erstmalig ins Bürgerliche Gesetzbuch aufgenommen werden. Für jeden medizinischen Eingriff braucht der Arzt die Einwilligung des Patienten – ansonsten begeht er im Prinzip Körperverletzung. Damit der Patient wirksam einwilligen kann, muss er im Großen und Ganzen wissen, was auf ihn zukommt....

Ärzte ohne Berufshaftpflicht – der Dumme ist der geschädigte Patient

Montabaur, 29.8.2011. Während der Geburt des kleinen S. unterläuft dem Arzt ein folgenschwerer Fehler – der Säugling kommt schwerbehindert zur Welt und wird Zeit seines Lebens ein Pflegefall sein. Zu dem unsäglichen Leid kommen nun auch hohe Pflegekosten auf die Familie H. zu. Die Familie will den Fehler nicht auf sich beruhen lassen. Sie entschließt sich, Schadensersatz vom verantwortlichen Arzt zu verlangen und beauftragt einen Anwalt mit der Wahrnehmung ihrer Rechte. Im Verlauf der Verhandlungen stellt sich heraus, dass der Arzt keine Berufshaftpflicht abgeschlossen hat, eine Versicherung für den Schaden also nicht aufkommen wird. Was bedeutet das in der Praxis? Hat der Mediziner keine Berufshaftpflichtversicherung, muss er mit seinem Privatvermögen für den gesamten Schaden aufkommen, der in diesem Fall im 6-stelligen Bereich liegt. Doch was geschieht, wenn der Arzt, wie hier geschehen, insolvent und damit zahlungsunfähig ist? Die...

Inhalt abgleichen