Nationalsozialismus

Gnadenlos geirrt - Die Geschichte meiner Großmutter 1907-1945

Die promovierte Historikerin Barbara Bonhage porträtiert in ihrem neuen Buch "Gnadenlos geirrt" das Leben ihrer Großmutter, die im Dritten Reich eine bekennende Nationalsozialistin war. Ein außergewöhnlicher Fund im Familienarchiv regte die Autorin zu ihrem neuen Buch an. Dabei handelt es sich um hunderte Briefe ihrer Großmutter Hilde, die diese vor 75 Jahren verfasste. Die Leser begleiten die damals junge Frau durch ihren Alltag und geben einen ungewöhnlichen Einblick in die Nazi-Diktatur. Die Frage "Hätte auch ich mich damals so gnadenlos geirrt?" wird zu einer der Leitfragen des Buches. Dabei fühlt der Leser mit Hilde, obwohl man für ihr nationalsozialistisch geprägtes Denken und Handeln nur Abscheu empfinden müsste. Barbara Bonhage wurde 1972 in Zürich geboren und lebt heute mit ihrer Familie am Zürichsee. Sie studierte Germanistik und Geschichte in Zürich und Paris. Der Nationalsozialismus gehört zu den Schwerpunktthemen...

Die Berufs- und Handelsschule der Stadt Kleve im Nationalsozialismus - Regionales Geschichtsbuch

Hans Reder beschreibt in "Die Berufs- und Handelsschule der Stadt Kleve im Nationalsozialismus", wie im Nationalsozialismus eine Schule errichtet wurde. In diesem Buch geht es um die Geschichte der Berufs- und Handelsschule der Stadt Kleve. Diese wurde als Vorläufer des heutigen Berufskollegs Kleve des Kreises Kleve, der größten Schule des Landes NRW, 1837 als Handwerker-Fortbildungsschule errichtet. Der Autor schildert diese Entstehung während der Zeit des Nationalsozialismus 1933 - 1945. Nach einer Kurzvorstellung der Geschichte der Schule werden die Verhältnisse in Kleve während des Machtwechsels sowie das wirtschaftliche, gesellschaftliche, politische und allgemein-rechtliche Umfeld behandelt, in dem sich die Schule bewegte. Ausführlich wird der Kontext von Berufsschulen allgemein dargestellt, der aufzeigt, wie sich die berufliche Bildungslandschaft 1933 - 1945 in Deutschland veränderte durch Entscheidungen, die teilweise heute noch von...

Ein Winter in Wicklow - Eine Erzählung

Die Leser folgen in Georg Grotes "Ein Winter in Wicklow" einem Mann, der in den 90er Jahren nach Irland auswanderte. Viel reisen können die Menschen wegen des Corona-Lockdowns seit einigen Monaten nicht, doch dank Büchern wie diesem von Georg Grote können Leser in die unterschiedlichsten Ecken der Welt reisen, ohne die eigene Couch verlassen zu müssen. In dieser Geschichte begleiten sie den Protagonisten Michael Müller, der in den 1990er Jahren nach Irland auswandert und mitten in den Wicklow Mountains ein halbverfallenes Haus wieder bewohnbar machen will. Die Leser folgen ihm, als er versucht, sich ein neues Leben auf der Insel zu schaffen und sein altes in Deutschland hinter sich zu lassen. Doch ein dunkler Schatten verfolgt ihn und zwingt ihn, Position zu beziehen zwischen der Vergangenheit, der Gegenwart und einer erträumten Zukunft. Die über 230 Seiten lange Erzählung "Ein Winter in Wicklow" von Georg Grote zeigt den Lesern einige...

Debütroman - Zwischen damals und heute

Der Roman "schuld bewusstsein" von Sonja Weichand thematisiert den Umgang mit der Erinnerung an den Nationalsozialismus Womit beginnt die Wiedergutmachung von Schuld? Dieser Frage geht die Autorin Sonja Weichand in ihrem Debüt-Roman nach. Ihr Buch "schuld bewusstsein" ist ab sofort im Buchhandel erhältlich. Der Roman zeigt anschaulich, wie kompliziert die Aufarbeitung der Vergangenheit ist. Protagonistin des Romans ist die Journalistin Anna, die nach einem Unfall die Geschichte ihrer Großmutter Rose-Marie niederschrieben will. Während des zweiten Weltkriegs war Rose-Marie in Würzburg als überzeugte Nationalsozialistin unter...

Ausbildung als Ursache für Polizeigewalt?

Vortrag im Live-Stream zur dunklen Vergangenheit der deutschen Ordnungsmacht und ihres Schulsystems München, 18.06.2020 – Die aktuelle Debatte über Polizeigewalt in den USA ist auch in Deutschland angekommen. In einem Online-Vortrag spricht Dr. Sven Deppisch nun über die Rolle der Polizeischule Fürstenfeldbruck im Nationalsozialismus und Holocaust. Der Tod von George Floyd ließ in den Vereinigten Staaten von Amerika eine Protestbewegung entstehen, die auch in Deutschland eine kontrovers geführte Diskussion entfachte. Im Kern geht es um rassistisch motivierte Polizeigewalt. Eine zentrale Frage lautet, ob Gesetzeshüter entsprechende...

Holocaust-Studie zur Polizei im Fokus

Vortrag und Live-Stream über die Rolle der Polizeischule Fürstenfeldbruck im „Dritten Reich“ Gröbenzell, 20.01.2020 – Anlässlich des Gedenktags für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar widmen sich zwei Veranstaltungen der Forschung von Dr. Sven Deppisch zur dunklen Vergangenheit der Polizeischule Fürstenfeldbruck. In seinem Vortrag spricht Dr. Sven Deppisch über die „Täter auf der Schulbank“. In seinem gleichnamigen Buch befasst er sich eingehend mit der Rolle der polizeilichen Lehranstalt im „Dritten Reich“. Darin zeigt der Historiker, wie die Nationalsozialisten ihre führenden Polizeibeamten...

Massenmörder unter dem Mikroskop

Historiker klärt auf über Theorien der NS-Täterforschung Gröbenzell, 16.11.2019 – Warum beteiligten sich ausgerechnet deutsche Polizisten anscheinend so bereitwillig am Holocaust? Dr. Sven Deppisch informiert am 20. November 2019 in der Volkshochschule Fürstenfeldbruck darüber, wie die Wissenschaft diese Frage beantwortet. In seinem Vortrag konzentriert sich der Historiker auf die Polizei, die während des Zweiten Weltkriegs einen immens großen Teil zum Judenmord beigetragen hatte. Das erkannte die Forschung jedoch erst in den neunziger Jahren. Seither befasst sie sich verstärkt mit den Tätern des Holocaust und ihren...

Drei Fragen an Prof. Dr. Andreas Nachama, Direktor der Berliner Topographie des Terrors

Berlin, 18.12.2018: 80 Jahre nach dem Staats- und Parteiterror gegen die jüdische Bevölkerung im November 1938 zeichnet die Ausstellung „Kristallnacht“ die damaligen Ereignisse nach. Im Mittelpunkt der Ausstellung der Stiftungen 'Denkmal für die ermordeten Juden Europas' und 'Topographie des Terrors' stehen einerseits historische Fotoserien aus sechs Orten, die Schlaglichter auf einzelne Verbrechen werfen: Demütigungen und Festnahmen, brennende Synagogen, zerschlagene Schaufenster und die Zerstörung religiöser Gegenstände, andererseits – erstmals – die Wege des Gedenkens an die sogenannten Pogrome seit 1945. Und heute,...

Papst Pius XII. und der Holocaust

Papst Pius XII. war ein Verbrecher. Er ist mitschuldig, oder genauer: Er war der Hauptschuldige, ja der eigentliche Schuldige an der Vernichtung von sechs Millionen Juden durch die Nationalsozialisten. Denn hätte Pius XII. sich gegen Hitler ausgesprochen, dann wäre der Holocaust absolut unmöglich gewesen - so oder so ähnlich meinen heute vielleicht viele. Zur Richtigstellung: Herbert Schambeck (geb. 1934, österreichischer Rechtswissenschaftler und Politiker (ÖVP) und mehrfacher Präsident des österreichischen Bundesrates) gab 1986 eine Aufsatzsammlung heraus: "Pius XII. Friede durch Gerechtigkeit", Die Beiträge zeugen durchgehend...

NEUERSCHEINUNG: Das Reich war uns kein Traum mehr Wahn und Wirklichkeit. Kornwestheim 1931-1945

Kornwestheim/Altenriet: Anlässlich der aktuellen Ausstellung im Museum im Kleihues-Bau Kornwestheim erscheint das Werk "Dass Reich war uns kein Traum mehr | Wahn und Wirklichkeit. Kornwestheim 1931-1945" von Dr. Irmgard Sedler. Das Buch: Der vorliegende Katalog thematisiert den gesellschaftlichen wie auch politischen Wandel im Ort: von ländlich-bäuerlicher Geschlossenheit am Beginn des 20. Jahrhunderts zu sozial-urbaner Offenheit und politischer Zerrissenheit in den 1920er bis 1930er Jahren. Er wirft Streiflichter auf den Prozess der Stadtwerdung Kornwestheims, welche, da in den 1930er Jahren noch nicht abgeschlossen, dem angestrebten...

Inhalt abgleichen