Kolonialismus

Die europäische Eroberungsgeschichte – kein Grund zum Feiern

Mit „Kolumbus & Co.“ hat die Hispanistin Ingeborg Kuhl de Solano ein Bühnenstück und Lesebuch zur Eroberung Amerikas jetzt neu herausgegeben. Umfangreiche Recher-chen über die historischen und kulturellen Zusammenhän-ge der Entdeckungs- und Eroberungsgeschichte machen das Buch zeitlos aktuell. Ursprünglich hatte Kuhl de Solano das Stück aus Anlass des „Kolumbus-Jahres“ verfasst und mit Frankfurter Schultheatergruppen aufgeführt. Der 500. Jahrestag der „Entdeckung“ Amerikas war 1992 in Europa und in La-teinamerika gewürdigt worden. Dabei wurde allerdings wenig kritisch betrachtet, welche Zerstörung, Ausbeutung und Missachtung der Urbevölkerung damit einherging. Das Theaterstück befasst sich mit zahlreichen Hintergrün-den dieses Ereignisses – der Eroberung und Kolonisierung der Welt durch europäische Staaten, Fragen von Men-schenrechten, Menschenwürde und Macht. Staats- und handelspolitische, nautische, wirtschaftliche...

Thesen zur Gleichheit der Rassen - Kritische Gedanken zu Rassismus und Antisemitismus

Michael Ghanem liefert in "Thesen zur Gleichheit der Rassen" seine eigene Antwort auf die Theorie der Ungleichheit der Rassen von Arthur de Gobineau. Das Wort Rasse impliziert, so Michael Ghanem, eine Klassifizierung der Menschen und bildet die Grundlage des Rassismus. Die vermeintlichen Unterschiede der Rassen wurden im Laufe der letzten 2.000 Jahre dazu benutzt, Unterschiede in ihren Rechten auf Land, auf Bildung, auf Reichtum, auf Freiheit, auf Selbstbestimmung und auf Leben herbeizuführen und zu rechtfertigen. Dabei hat sich, wie allen bekannt ist, der "weiße Mann" besonders hervorgetan. Er hat aus seinen Entdeckungen und Eroberungen das Recht abgeleitet, andere Völker und Ethnien zu unterdrücken oder zu vernichten und die Reichtümer ihrer Länder und Kulturen auszubeuten. Die katholische Kirche hat mit der Zwangschristianisierung dabei eine verheerende Rolle gespielt. Der Autor blickt in seinem Buch auf diese Geschichte zurück und teil...

Julius Graf Zech: Ein deutscher Kolonialbeamter in Togo

Einer „entideologisierten“ Sichtweise der deutschen Kolonialgeschichte bedarf es heutzutage mehr denn je, nachdem die Unabhängigkeit der afrikanischen Staaten seit bald einem halben Jahrhundert zur unumstößlichen Tatsache geworden ist und seit dem Ende des Ost-West-Konflikts gerade in Deutschland eine objektivere Haltung zu Afrika und seiner kolonialen Vergangenheit angemessen erscheint. Mag gerade ein Staat wie Togo auch eine äußerst geringe politische Bedeutung innehaben, mag man auch die Herrschaft der „Djamas“7 in Togo im Hinblick auf die deutsche Geschichte für eine kaum der Erwähnung werte Randerscheinung halten, gerade im 21. Jahrhundert erscheint es nicht nur in der Geschichtswissenschaft durchaus sinnvoll, einen Blick auf den „dunklen Kontinent“ zu werfen, dessen Rolle in einer globalisierten Welt nicht zu unterschätzen ist. Julius Graf Zech: Ein deutscher Kolonialbeamter in Togo Markus Seemann Diplomica Verlag http://www.new-ebooks.de/ebooks/19680 Die...

Briefe und Reportagen aus Irland während der Hungersnot 1847

Alexander Somerville schrieb seine Briefe und Reportagen im Frühjahr 1847 für die Redaktion des Manchester Examiner. Die seither vergangenen 149 Jahre sind eine lange Zeit, bedenkt man, wie kurzlebig besonders journalistische Prosa dieser Tage geworden ist. Und doch ist Irland wegen der Präsenz der Geschichte im kollektiven Gedächtnis seiner Menschen und damit auch der Themen in der Literatur in aller Munde: Durch die Verleihung des Nobelpreises an den in Nordirland geborenen Dichter Seamus Heaney im Dezember 1995 wurde das Interesse an irischer Literatur und Kultur hierzulande gewiß noch einmal verstärkt. Zudem wird die Frankfurter...

Neue Schriftenreihe zur historischen Südsee

Münster, 4. Oktober 2012. Pünktlich zur Frankfurter Buchmesse mit dem Gastland Neuseeland erscheinen im Wissenschaftssegment des MV-Verlags die ersten beiden Nummern der »Südsee-Bibliothek«. Im Mittelpunkt steht das abenteuerliche Leben des Kapitäns der Weltmeere und Kaufmanns Eduard Hernsheim, der im ausgehenden 19. Jahrhundert ein Handelsimperium gründete, das 4.000 km nördlich von Neuseeland lag. Die Havarie seines Schoners »R.J. Robertson« im Jahr 1873 und seine Rettung durch die Bewohner der winzigen Insel Typinsan veränderten Hernsheims Leben für immer. Zwei Jahre nach der Katastrophe landete er im Osten Neuguineas...

Dr. Horst Siegfried Werner zur amerikanischen und britischen Wirtschaft: Beispiele für den Untergang von Weltmächten

Die US-amerikanische Wirtschaft ist nach Dr. Horst Siegfried Werner auf dem absteigenden Ast und die UK-Briten setzen den Untergang ihres Weltreichs und ihrer Wirtschaft mit immer größerer Geschwindigkeit fort. Die Tea-Party ist zu Ende ! Die gleichnamige republikanische Splitter-Bewegung beschleunigt den Niedergang der USA. Da sind nur Leute, die den "doktor of nonsense" an der Universität Alaska erworben haben. Öl als das Gold des 20 Jahrhunderts konnten die Amerikaner noch mit Waffen erzwingen. Aber auch das funktioniert nicht mehr, seit dem man nicht mehr im Verborgenen "mauscheln" kann, sondern über Twitter, Wikileads und Facebook...

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