Jagd

Green Value SCE über das Ende der Jagd von Zugvögeln

Als vermeintliche Delikatesse landen sie beispielweise auf ägyptischen Tellern: Diese Jagd auf geschützte Zugvögel muss ein Ende haben – so eine aktuelle Petition von «Rettet den Regenwald e.V.» Suhl, 22.10.2018. „Zum Teil mühsam aufgezogene Störche und andere Zugvögel werden immer noch aus inakzeptablen Gründen in anderen Ländern gejagt“, erklären die Verantwortlichen der europäischen Genossenschaft Green Value SCE, die sich auf nachhaltige Investitionen spezialisiert hat. Denn Millionen von Zugvögeln landen jährlich in Fangnetzen, Schlingen und Klebefallen in Ägypten. „Die Tiere werden grausam ermordet, um sie als angebliche Delikatesse zu verkaufen“, erklärt «Rettet den Regenwald e.V.» Danach träfen die Zugvögel aus Europa auf ihrem Flug in die Überwinterungsquartiere in Afrika auf eine über 700 km lange Barriere aus Fangnetzen, die sich entlang der ägyptischen Mittelmeerküste von der Grenze zu Libyen bis zum...

Trotz Totalabschuss von Füchsen und Rabenvögel keine Zunahme bei Hasen oder Fasanen

Zwischen 1990 und 1996 wurde im etwa 700 Hektar großen Jagdrevier Wahlen im nördlichen Saarland unter der wissenschaftlichen Leitung des Vizelandesjägermeisters Prof. Dr. Paul Müller, damals Universität des Saarlandes, der Totalabschuss von Beutegreifern versucht, um die Bestandsauswirkungen auf das Niederwild und einige Singvogelarten zu testen. In diesen sechs Jahren des Feldversuchs wurden insgesamt 2.242 Rabenkrähen, Elstern und Eichelhäher abgeschossen, 579 Füchse, 643 weitere Beutegreifer. Auf der anderen Seite konnte eine Niederwildstrecke von insgesamt 93 Fasanen und 46 Feldhasen gemacht werden. In der Relation sind hier als 24 Rabenvögel für einen Fasan gestorben und 20 "Kleinraubtiere" für je einen Hasen. Die Bilanz ist mehr als "mager" - und sie fällt zudem ganz eindeutig aus: Der Massenabschuss ergab weder eine Zunahme beim Feldhasen, noch beim Fasan. Keine Zunahme im Hasenbestand! Die Jagdstrecken von Fasan und Feldhase...

Jagd: Tierquälerei, die von Backhaus (SPD, MV) bis Brunner (CSU, BY) und Schmidt (CSU, MdB) geduldet wird

Welche Tierquälerei mit der Jagd in Deutschland verbunden ist, geht auf keine Kuhhaut. Organisationen wie Wildtierschutz Deutschland berichten seit Jahren darüber. Der Deutsche Jagdverband, größte Lobbyorganisation der Jäger, toleriert oder propagiert gar viele der tierschutzrelevanten Missstände. Glyphosat-Minister Schmidt und Konsorten sind nicht nur Mitwisser, ihre Ministerien sind diejenigen, die meist eins zu eins die Forderungen der Lobbyisten in Gesetzen und Verordnungen festschreiben. Wissenschaftlich belastbare Erkenntnisse spielen dabei bis heute so gut wie keine Rolle, es geht lediglich darum, die Klientel der Land- und Naturnutzer ruhig zu halten. Nachfolgend eine Aufstellung der im "Regelbetrieb" der Jagd tolerierten Tierquälereien: In Großbritannien wurde die Treffsicherheit von Jägern auf sich bewegende Papiersilhouetten eines Fuchses untersucht. Anhand der Lage der Einschusslöcher und der errechneten Eindringtiefe der...

Die Afrikanische Schweinepest kommt zuerst nach Mecklenburg-Vorpommern

Im Osten Polens, an der Grenze zu Weißrussland beobachtet man seit einigen Jahren das Vorkommen des Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASP) sowohl bei Haus- als auch bei Wildschweinen. Auch im Osten der Tschechischen Republik, 350 km südlich der polnischen Sichtungen, wurde das Virus entdeckt. Für den Menschen ist das Virus ungefährlich, es kann aber Schweinezuchtbetriebe gefährden. Till Backhaus (SPD), als Landwirtschaftsminister in Mecklenburg-Vorpommern seinen Schweinhaltern verbunden, hält es mal wieder für opportun, möglichst viele Wildtiere von den Jägern des Landes töten zu lassen, um der Ausbreitung der ASP vorzubeugen....

03.12.2017: | |

Jäger sind keine Sachverständigen

Kommentar von Ellen Renne: Diese "Hetzjagd" und Panikmache gegen den Wolf ist schon unerträglich! Zum anderen stellt sie auch den gesunden Menschenverstand einiger Politiker stark infrage. Da wird ein toter (!), mit "hoher Wahrscheinlichkeit" Wolf zur "potenziellen Gefahr" und "Chefsache" erklärt. Wie viele Menschen sind denn in Deutschland durch den Wolf schon verletzt oder getötet worden? Vielleicht könnten sich Jäger, Schäfer und Politiker in diesem Zusammenhang gleich dafür einsetzen, dass alle Hunde, Katzen, Kühe und was da sonst noch reichlich Menschen geschädigt oder getötet hat, auf den Index kommt. Nicht wegen...

28.11.2017: | |

Laschet, Schulze Föcking & Co: Tierschutz wird abgeschafft, erst einmal in Nordrhein-Westfalen

Auf dem Landesjägertag am 10. Juni d.J. betonte Armin Laschet CDU, die "Bedeutung der Jagd für die Gesellschaft, den Natur- und Artenschutz sowie als Kulturgut". Wenn Sie sich, liebe Leserinnen und Leser von Ihrem Lachanfall oder ihrem Weinkrampf erholt haben, lesen Sie nachfolgend bitte meinen Kommentar zu diesem Blödsinn: Null Komma Vier Prozent der Menschen in Deutschland haben einen Jagdschein und (nehmen sich) damit das Recht, unsere Natur - meistens ohne Wissen des Grundeigentümers oder gegen seinen Willen - mit jagdlichen Einrichtungen zu verschandeln, unsere Wälder als Schießbuden zu missbrauchen und Tiere millionenfach...

20.11.2017: | |

Die "Totmacher" sind wieder zugange - Drückjagden auf Wildschweine und Rehe

Ob in meiner Heimat am Westerberg zwischen Ingelheim, Gau-Algesheim, Appenheim und Groß-Winternheim, oder in Ihrer Region, jetzt finden wieder verstärkt Drückjagden auf Schwarzwild (Wildschweine) statt, hier und da sogar auf Rehe. Die Drückjagd ist eine Bewegungsjagd, bei welcher etliche Treiber mit ihren Hunden das Wild aufscheuchen und den Jägern vor die Büchsen "drücken". Ziel ist es, möglichst viele Wildschweine zu töten. Durch den Einsatz der Treiber und von Hunden flüchtet das Wild häufig in Panik. Gezielte und tödliche Schüsse sind dabei gemäß diverser Veröffentlichungen zu dem Thema eher die Ausnahme. Nicht...

Politiker, schafft die Hobbyjagd ab!

Es gibt keinen wichtigen Grund, die Hobbyjagd nicht abzuschaffen! Jahr für Jahr werden im Rahmen dieses Freizeitvergnügens einiger weniger nach Schätzungen von Wildtierschutz Deutschland ca. sechs bis acht Millionen Tiere umgebracht. Die alljährlich vom DJV, dem einflussreichsten Lobbyverband der deutschen Jäger, veröffentlichte Statistik weist für das Jagdjahr 2015/16 (April bis März) davon mal gerade 4.357.905 Tiere aus. Das ist wohl Teil einer Strategie, welche die Öffentlichkeit mittels ungenauer und unvollständiger Daten und das Weglassen von Fakten hinters Licht führen soll. Dass bei den gemeldeten Streckenzahlen...

29.02.2016: | | |

Jäger sind Tierquäler

Der Fuchs ist der am häufigsten gejagte Beutegreifer in Deutschland. Jedes Jahr werden etwa 500.000 Rotkittel von den Kleintierjägern getötet. Bei allen Jagdarten werden dabei erhebliche Tierquälereien billigend in Kauf genommen: Ansitzjagd - Die Ansitzjagd ist eine Einzeljagd, bei welcher der Jäger das Wildtier meist vom Hochsitz aus erwartet, um es zu töten. Untersuchungen in Großbritannien haben gezeigt, dass unter normalen Geländebedingungen jeder zweite Fuchs durch eine Schussverletzung lediglich verwundet worden wäre. Von noch geringeren Trefferquoten kann man bei Treibjagden ausgehen, denn hier flüchten die Tiere flüchten...

29.09.2015: | | | |

Jagdreform Hessen: Neues Bündnis fordert mehr Tierschutz

Wie im Koalitionsvertrag angekündigt hat die schwarz-grüne Landesregierung den Entwurf einer neuen Jagdverordnung vorgelegt, in der unter anderem die Jagd- und Schonzeiten in Hessen neu geregelt werden. Das im Juli dieses Jahres gegründete "Bündnis Jagdreform Hessen" (BJH) unterstützt die Landesregierung in ihrem Bestreben, die hessischen Jagdverordnungen zu reformieren und in einer neuen Jagdverordnung zusammenzufassen. Der aktuell vorgelegte Entwurf geht den Bündnispartnern allerdings nicht weit genug. Im Rahmen der schriftlichen Anhörung hat das Bündnis in dieser Woche dazu Stellung genommen und an die Landesregierung appelliert,...

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