Innocence in danger

Jedes Opfer ist ein Opfer zuviel

Zum Thema „aktuelle Missbrauchsdebatte“ hatte ich die Gelegenheit, mit Hans Georg van Herste zu sprechen, der sich seit vielen Jahrzehnten mit dieser Thematik beschäftigt und Opfern mit Rat und Tat zur Seite steht. EK Seitdem Anfang des Jahres der sexuelle Missbrauch in kirchlichen Einrichtungen öffentlich gemacht wurde, haben sich viele Opfer gemeldet. Wie stehen Sie dazu? vH Seit ich Ende der 1970er Jahre den ersten sexuellen Übergriff eines evangelischen Diakons auf ein junges Mädchen öffentlich angesprochen habe, wurde ich durch die Kirchen immer wieder mit Aufmerksamkeit bedacht. Mit teils inqusitorischen Mitteln wurde gegen mich gearbeitet, um mich mundtot oder zumindest unglaubwürdig zu machen. Deshalb hat es mich außerordentlich gefreut, dass diese Machenschaften, die über viele Jahrzehnte – ich würde eher Jahrhunderte sagen – vertuscht oder schlicht abgestritten wurden, ans Tageslicht gehoben, in die Öffentlichkeit...

Das Internetverhalten muss geregelt werden

Im Titelinterview der Network-Karriere tritt Stephanie Freifrau von und zu Guttenberg, Präsidentin der Stiftung Innocence in danger und Gattin des Bundesverteidigungsministers, dafür ein, das Internetverhalten von Kindern zu regeln. Missbrauch von Kindern ist ein Thema, das nicht ernst genug genommen werden kann. Stephanie Freifrau von und zu Guttenberg berichtet im Gespräch mit der Wirtschaftszeitung Network-Karriere über ihr Engagement gegen den Missbrauch von Minderjährigen und über die Gefahren des Internets. Zu Guttenberg vertritt die Ansicht, dass eine sorgfältige Aufklärung auch das Internetverhalten des Kindes mit einbeziehen und regeln sollte, da von diesem Bereich Bedrohungen ausgehen können. Welche Informationen eingestellt werden und auf welchen Internetseiten das Kind unterwegs ist, sollte nicht dem Zufall überlassen werden, sondern immer wieder im Gespräch thematisiert werden. Am besten wäre es, wenn das Internetverhalten...

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