Heime

4181 Kinder und Jugendliche mussten 2012 aus Heimen und Pflegefamilien in Obhut genommen werden,

aus Einrichtungen, in die sie zuvor „zu ihrem Wohl“ gebracht wurden. Für 1633 war das vom Jugendamt zugestandene „Wohl“ wohl so unerträglich, dass sie die Flucht ergriffen. Über 300 von ihnen wurden an Jugendgefährdenden Orden aufgegriffen. Eine Inobhutnahme ist eine kurzfristige Maßnahme, um eine Gefahr vom Kind abzuwenden. Die Jugendämter betonen immer, dass die Inobhutnahmen ausschließlich dem Wohle des Kindes dienen. Unverständlich, dass im Bundesdurchschnitt 10,8 % aller in Obhut genommener Kinder aus der Gefahrenzone Heim oder Pflegefamilie gerettet werden müssen. Schließlich wurden sie ja vom Jugendamt selbst dort hin gebracht. Allzu oft wurden sie voreilig oder gar willkürlich aus einer Intakten Familie oder von einer(m) liebenden alleinerziehenden Mutter oder Vater gerissen. Wenn das Jugendamt ein Kind in Obhut nimmt, hat es auch die Fürsorgepflicht. Aber da liegt es wohl im Argen. Die 10,8% sind auch nur der Durchschnitt....

Fau Vollmer legt ein "faules" Ei

Am Montag, den 13. Dezember 2010, wird Frau Vollmer, Vorsitzende des Runden Tisches Heimerziehung in den 50-70er Jahren, auf der Bundespressekonferenz in Berlin den Abschlussbericht des vorgenannten Tisches vorgestellt. Wie schon vorab durchsickerte, soll für die geschädigten Heimkinder ein Stiftungsfond in Höhe von 120 Millionen Euro eingerichtet werden. Dies sei das Ergebnis aller Beteiligten am runden Tisch. Als ehemaliges Heimkind, also Betroffener und Geschädigter, sexuell Missbrauchter, unterdrückter und gedemütiger Mensch, der diesen Runden Tisch mit kritischen und argwöhnischen Augen über 2 Jahre betrachtete,kann ich offen behaupten,dass wir wieder verhöhnt und bestraft werden. Schon die Auswahl von Frau Vollmer als Vorsitzende des Runden Tisches war eine Fehlentscheidung. Als ehemalige Pastorin, also abhängig von einer der Beschuldigtenorganisationen (Evangelische Kirche) hätte Frau Vollmer diese Aufgabe erst garnicht annehmen...

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