Gerichtsverfahren

Justizversagen? Wenn statt des Täters das Opfer bestraft wird

Skandalöses Strafverfahren gegen Mutter eines missbrauchten Kindes wegen Verleumdung des mutmaßlichen Täters Am 21. Juni 2016, 9 Uhr, Saal 3 wird beim Amtsgericht Kiel über eine Anklage wegen Verleumdung gegen die Lehrerin G.P.*. verhandelt. Die Strafanzeige wurde von ihrem geschiedenen Ehemann und Vater der gemeinsamen Tochter, die heute 17 Jahre alt ist, erstattet. Dem liegt folgender Sachverhalt zugrunde: Nach der Trennung der Eltern wurde Frau P. das alleinige Sorgerecht zuerkannt. Der Vater hatte ein Umgangsrecht. Im Jahr 2004 musste Frau P. feststellen, dass ihre Tochter zunehmend depressiv wurde und gravierende Verhaltensauffälligkeiten zeigte. Das Kind berichtete von Schmerzen und Verletzungen. Nachdem eine Kinderpsychotherapeutin, bei der das Mädchen in Behandlung war, den Verdacht auf sexuellen Missbrauch geäußert und das Kind diesen Verdacht gegenüber der Therapeutin und der Mutter bestätigt hatte, erstattete die...

Jugendschutz vs Kunstfreiheit - Künstler vor Gericht. Verhandlung am 24.11.2010

Kunstprojekt HEROIN KIDS - "sozial-ethisch desorientierend"? - Gerichtsverhandlung am 24.11.2010 in Ebersberg (bei München) Schon die Veröffentlichung des ersten Bildes aus der "HEROIN KIDS" Serie hat heftige Reaktionen ausgelöst. Unverständnis von oft selbsternannten Jugendschützern aber auch Interesse und Begeisterung. "Drogenverherrlichend. Pornografisch und gewaltätig" "emotional einfühlsam aber auch agressiv und narzistisch" "sozial ethisch desorientierend". Das ist das erste Kunstprojekt in Deutschland, das wegen des Vorwurfes der "sozial ethischen Desorientierung" und der "entwicklungsbeeinträchtigung" vor Gericht gehen wird.  "Sexistisch, menschenverachtend und obszön", teilnehmende Modelle werden ausfindig gemacht und zur Rede gestellt wie sie bei so einem Projekt mitmachen können, Adressen von beteiligten Fotografen werden veröffentlicht mit Gewaltandrohungen. Jugendschützer fordern die Sperrung der Seite, ein Indizierungsverfahren...

Tom Sack: Prozess um unerwünschtes Gemälde geht in zweite Runde

Der zeitgenössische Künstler und ehemalige Kunsthändler Tom Sack, gegen den seit Jahren der massive Vorwurf der "Kunstfälscherei im großen Stil" im Raum steht, muss sich im Februar gleich zweimal vor Gericht verantworten. Es geht aber immer noch nicht um gefälschte Werke von Meistern der klassischen Moderne, wie Max Liebermann, Kees van Dongen oder auch Ernst-Ludwig Kirchner, sondern wieder mal um die öffentliche Gegenwehr des Künstlers, die dieser per Internet gegen die Staatsanwaltschaft Bückeburg betreibt. Am Dienstag, dem 16. Februar 2010 findet um 09:00 Uhr im Saal 1010 des Bückeburger Landgerichts die Berufungsverhandlung gegen Tom Sack wegen des in Mischtechnik auf Leinwand gemalten Bildnisses des gegen ihn ermittelnden Staatsanwalts statt. Dieser hat am 5. April 2008 eine Hausdurchsuchung sowie die Beschlagnahme unzähliger Gemälde, Arbeitsmaterialen und Unterlagen des damals zugleich noch als Kunsthändler tätigen Angeklagten...

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