Freie Arbeitsgruppe JHH

Verbrechen und Mißhandlungen behinderter Kinder in Volmarstein in den Nachkriegsjahrzehnten

10 Jahre „Freie Arbeitsgruppe JHH 2006“ - kein Grund zur Freude Mit einer Lüge fing alles an. Der Anstaltsleiter der „Evangelischen Stiftung Volmarstein“, Pastor Ernst Springer, verstieg sich im Frühjahr 2006 in einem Leserbrief in dem Wochenblatt „Unsere Kirche“ zu folgender Formulierung: „Wir wissen aber auch wie Traumatisierungen oft den Blick trüben, zumindest fixieren können.“ Damit wollte er den Schreiber eines vorherigen Leserbriefes endgültig zum Schweigen bringen. Dieser Versuch ist ihm mißlungen. Denn der Schreiber des Leserbriefes hat in Sachen Heimgeschichte nie mit dem Anstaltsleiter gesprochen. Es ging um die Vorstellung des Buches „Schläge im Namen des Herren“ von Peter Wensierski im Wochenmagazin „Unsere Kirche“. Zu dieser bezog Helmut Jacob in seinem Leserbrief Stellung: „Die gute Nachricht zuerst: Die meisten Kinder haben sie überlebt. Und nun die schlechte: Die meisten Kinder haben sie erlebt...

Wie die „Freie Arbeitsgruppe JHH 2006“ entstand - Teil 1: „In die Puschen gestellt“

Entstehung einer Selbsthilfegruppe behinderter Heimopfer Wie die „Freie Arbeitsgruppe JHH 2006“ entstand Teil 1: „In die Puschen gestellt“: In diesen Tagen wäre D. Ulrich Bach 82 Jahre geworden. Er starb im März 2009. Ulrich Bach war Pfarrer, zuletzt in der Evangelischen Stiftung Volmarstein bei Hagen und Lehrer in Sachen Theologie. Er unterrichtete im „Martineum“, im Diakoniewerk- Ruhr in Witten und gab Vorlesungen an der Evangelischen Fakultät der Universität Bochum. An dieser Stelle soll nachgezeichnet werden, wie die „Freie Arbeitsgruppe JHH 2006“ - eine Gruppe behinderter Heimopfer des Kinderheims „Johanna-Helenen-Heim“ und ehemaliger Mitarbeiter der damaligen Orthopädischen Heil- Lehr- und Pflegeanstalten Volmarstein (heute Evangelische Stiftung) – entstand. „Das glaubst Du doch selbst nicht“ In einem Brief an Ulrich Bach erinnerte Marianne Behrs (November 2012 verstorben) an ihre „Silberne Konfirmation“....

Es wird wichtig bleiben, sich gegen Manipulationsversuche zu wehren

Behindertenvertreter Klaus Dickneite zu seiner Rolle am „Runden Tisch sexueller Mißbrauch“ Herr Dickneite, was machen Sie am „Runden Tisch sexueller Missbrauch“ in Berlin? Ich bin Vertreter des Deutschen Behindertenrates. Das war die einzige Möglichkeit, überhaupt einen Vertreter am Runden Tisch zu haben, der die Interessen von Menschen mit Behinderungen dort einbringen kann. Einerseits bringe ich die Probleme behinderter Menschen ein, andererseits habe ich mich aber auch von Anfang an als Betroffener geoutet. Seit wann sind Sie am Runden Tisch Bergmann? Dort bin ich seit etwa Ende 2009. Dieses Gremium ist übrigens nicht als ein Runder Tisch von Frau Bergmann zu verstehen. Er wurde im Auftrag des Deutschen Bundestages und der Bundesregierung installiert. Dort konnte ich inzwischen erreichen, dass noch ein weiteres Mitglied des Deutschen Behindertenrates beteiligt wird. Dabei handelt es sich um eine Kollegin, die selbst auch behindert...

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