Falschberatung

Drei P & R Container-Gesellschaften insolvent

Mehr als 50.000 Anleger betroffen: größter Schadensfall bei Sachwertanlagen aller Zeiten? Das "Handelsblatt" hat am heutigen 19.03.2018 als erstes Medium die schlechte Nachricht veröffentlicht. Das Amtsgericht München bestellte am Montag den Rechtsanwalt Michael Jaffé und dessen Kanzleikollegen Philip Heinke zu vorläufigen Insolvenzverwaltern. Der Insolvenzantrag soll bereits am vergangenen Donnerstag gestellt worden sein. Betroffen sind drei Firmen aus dem P & R-Imperium. Gemäß der Pressemitteilung des Insolvenzverwalters Dr. Michael Jaffé als vorläufiger Insolvenzverwalter der P&R Container Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH, Grünwald, und der P&R Gebrauchtcontainer Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH, Grünwald und Rechtsanwalt Dr. Philip Heinke Vorläufiger Insolvenzverwalter der P&R Container Leasing GmbH, Grünwald stellten drei P&R Container-Verwaltungsgesellschaften Insolvenzantrag. Der Betrieb soll zur Sicherung der Vermögenswerte...

Landgericht Darmstadt: Bank hat vorsätzlich falsch beraten

Ansprüche nicht nach § 37a WpHG a.F. verjährt Das Landgericht Darmstadt hat ein Kreditinstitut wegen vorsätzlicher Falschberatung im Zusammenhang mit der Empfehlung eines sog. Zertifikats verurteilt. Das Gericht sah es zunächst als erwiesen an, dass u.a. über das allgemeine Emittentenrisiko nicht ordnungsgemäß aufgeklärt worden war. Wegen der seinerzeit noch geltenden kurzen Sonderverjährung des § 37 a WpHG war dem Anleger das Berufen auf eine bloß fahrlässige Pflichtverletzung nicht mehr möglich; er hatte sich jedoch zusätzlich auf Vorsatz berufen. Der insoweit beweispflichtigen Bank war der Nachweis fehlenden Vorsatzes nicht gelungen (LG Darmsatdt, Urt. v. 27.06.2014 - 13 O 362/13). Die Bank wurde zur Zahlung von rund EUR 50.000,00 verurteilt. Der Kläger wurde von der Kanzlei LSS Rechtsanwälte vertreten. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig. Das Berufungsverfahren ist anhängig. In zahlreichen derzeit geführten Gerichtsverfahren...

BGH fällt anlegerfreundliches Urteil zur Aufklärungspflicht bei offen Immobilienfonds

Tausende Anleger betroffen Der für das Bankrecht zuständige XI. Zivilsenat hat sich heute in zwei Verfahren mit der Haftung einer Bank wegen fehlerhafter Anlageberatung im Zusammenhang mit dem Erwerb von Anteilen an einem offenen Immobilienfonds befasst. Gemäß einer heute veröffentlichten Pressemitteilung des BGH (64/2014) wurde die Revision einer Bank gegen eine anlegerfreundliche Entscheidung des OLG Frankfurt am Main (OLG Frankfurt am Main – Urteil vom 13. Februar 2012 – 9 U 131/11) zurückgewiesen (BGH XI ZR 130/13). Nach Auffassung des BGH muss eine Bank, die den Erwerb von Anteilen an einem offenen Immobilienfonds empfiehlt, den Anleger ungefragt über das Bestehen der Möglichkeit einer Aussetzung der Anteilsrücknahme durch die Fondsgesellschaft aufklären. Kennzeichnend für regulierte Immobilien-Sondervermögen ist, dass die Anleger gemäß § 37 InvG aF*** (nunmehr § 187 KAGB****) ihre Fondsanteile grundsätzlich jederzeit liquidieren,...

BGH verhandelt am 29.04.2014 über Aufklärungspflichten der Banken im Zusammenhang mit offenen Immobilienfonds

Anlegerfreundliche Entscheidung erwartet Dem Bankensenat des höchsten deutschen Zivilgerichts liegen am 29.04.2014 zwei Entscheidungen unterschiedlicher Oberlandesgerichte zur mündlichen Verhandlung vor. Die Entscheidungen betreffen das sog. "Aussetzungsrisiko" bei offenen Immobilienfonds. Im Zuge der Finanzkrise im Jahre 2008 haben zunächst zahlreiche offene Immobilienfonds Anteilsrücknahmen ausgesetzt, nachdem es zu solchen Aussetzungen schon vereinzelt im Jahr 2005 gekommen war. Anders als bei geschlossenen Immobilienfonds hat ein Anleger in offenen Immobilienfonds generell die Möglichkeit, bei Geldbedarf börsentäglich seine...

Rentnerin aus dem Wetterau-Kreis setzt sich fünf Jahre nach der Lehman-Pleite gegen Sparkasse durch

Pleite von Lehman jährt sich zum fünftenmal Das Landgericht Gießen hatte die Klage, die auf Rückzahlung von EUR 20.000,00 gerichtet war im Jahre 2012 noch abgewiesen und die telefonische Beratung aus dem Jahr 2007 zu einem Lehman-Zertifikat nicht beanstandet. Das OLG Frankfurt am Main sah jedoch erhebliche Begründungsmängel im Urteil und wiederholte die Beweisaufnahme eigenhändig. Danach revidierte es die Entscheidung, nicht zuletzt deshalb weil die Glaubhaftigkeit des Sparkassenberaters "gering" war (OLG Frankfurt am Main - 23 U 82/12). Damit bekommt die Klägerin fast Tag genau fünf Jahre nach der Lehman-Pleite ihre Anlagesumme...

Fondaxgruppe-Falschberatung-Haftung Organisation und Vertriebsaufbau, personelle Verflechtung und Kostenlast, keinerlei Klarheit

Der Verkauf erfolgt durch beauftragte Untervertriebsorganisationen. Die einzelnen Vertreter wurden teilweise von Peter Laich, Geschäftsführer und Gesellschafter nahezu aller mit den Beteiligungsgesellschaften verbundenen Gesellschaften, persönlich trainiert. Zeugenaussagen belegen, dass die Vermittler offenbar inkorrekt geschult wurden. Bei der FCT gingen die Vermittler angesichts jener Schulungen und dem Flyer von einer Einlagenrückgewährgarantie aus, die in Wahrheit keinesfalls bestand. Die Vermittler traten mit diesen unechten Daten dann an mögliche Geldgeber heran. Bei der Aktona Premium bemerken Mandanten, dass ihnen von...

Hinweise für den Anleger zu Schließungen offener Immobilienfonds Hinweise für den Anleger zu Schließungen offener Immobilienfond

Eine ganze Anzahl offener Immobilienfonds sind derzeit geschlossen und zum Teil werden sie abgewickelt: AXA Immoselect, SEB Immoinvest, CS Euroreal A, DEGI International, DEGI Europa, DEGI Global Business, DEGI German Business, Morgan Stanley P2 Value, SEB ImmoInvest, UniImmo global, KanAm Grundinvest, Allianz Premium Management, Axa Immosolutions. Bereits an dieser Stelle sei erwähnt, dass für den betroffenen Anleger ein Aussitzen der damit zusammenhängenden Probleme wenig hilfreich ist. Auf die Hoffnung zu setzen, dass ein Immobilienfonds wieder geöffnet wird oder bei der Abwicklung nur geringe Verluste eintreten dürften,...

Hoffnung für DEGI International-Anleger

Die Commerzbank AG räumt aufklärungspflichtige Provisionszahlungen an Bankberater ein Kiel, Oktober 2011 – Nun ist es offiziell: Beim Verkauf des inzwischen geschlossenen DEGI International durch Commerzbank und Allianz sind Provisionen gezahlt worden. Nach der anlegerfreundlichen Rechtsprechung des BHG müssen Zahlungen dieser Art offengelegt werden. Dies wurde im Einzelfall versäumt. Die Folge: Diese Anleger haben gute Chancen, ihr Geld zurückzubekommen. „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt zu klagen“, so Anlegeranwalt Helge Petersen. „Sogar Anleger, die bereits 2003 in den DEGI International investiert haben, haben gute...

Systematische Falschberatung bei der Postbank-Finanzberatung AG?

Nach der Commerzbank AG ist die Postbank im Visier des Anlegeranwalts Helge Petersen Rechtsanwalt Helge Petersen klagt die Postbank Finanzberatung AG an, Kunden bewusst falsch beraten zu haben. Die Anlageberatung in den ihm vorliegenden Fällen ist aus Petersens Sicht nicht nachvollziehbar: Kunden tauschten von den „guten alten blauen Sparbüchern“ in risikoreiche Schiffs- und Medienfonds. Das Verfängliche dabei: Laut Kundenberichten wurde in den Beratungsgesprächen dargestellt, das Geld sei ständig verfügbar und sicher. Vorrangig ältere, vermögende Anleger betroffen Der größte Finanzvertrieb in Deutschland hat...

Landgericht Leipzig verdonnert Commerzbank AG zu 33.000 EUR Schadensersatz

Banken müssen bei Zertifikaten selbst dann über das Risiko eines Totalverlustes infolge einer Insolvenz des Emittenten aufklären, wenn kein erhöhtes Insolvenzrisiko besteht. Mit Urteil vom 16.06.2011 - Aktenzeichen 04 O 3542/10 - hat das Landgericht Leipzig die Commerzbank AG dazu verurteilt, einem von mir vertretenen Anleger den durch 3 verschiedene Zertifikate der Dresdner Bank und der UBS erlittenen Verlust von über 33.000 EUR zu ersetzen, weil ihre Mitarbeiter meinen Mandanten in keinem der Beratungsgespräche darüber aufklärten, dass bei Zertifikaten im Falle einer Insolvenz des Emittenten ein Totalverlust eintreten kann....

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