Entschädigung

Brandenburgs regionale Wirtschaft stärken - Obstbauern unbürokratisch unterstützen

Die Frostnächte Ende April haben den Obstbauern bis zu 100% der Ernte zerstört. Der Ertrag fällt um 96 Prozent niedriger aus als im Rekordjahr 1992. Gerade für die kleineren Betriebe ist das existenzbedrohend. Die CDU-Landtagsabgeordnete Saskia Ludwig fordert deshalb die Landesregierung auf, die zugesagte Entschädigungszahlung nicht nur großzügig zu bemessen, sondern auch rasch auszuzahlen. Entsprechende Anträge sind bereits gestellt. Darüber hinaus fordert Frau Ludwig die Landesregierung auf, zu prüfen, ob den Obstbauern Erleichterungen für Versicherungen im Obstbau und Beihilfen für Investitionen in Frostschutzmaßnahmen gewährt werden können. Saskia Ludwig setzt sich für eine Stärkung der regionalen Wirtschaft ein. Gerade der Obstanbau ist im Land Brandenburg eine Chance, bezahlbare Produkte aus der Region in Berlin in die Geschäfte zu bringen. Dies sollte vom Land uneingeschränkt unterstützt werden, so Saskia Ludwig. Dr....

VW-Abgasskandal: Berliner lassen über 100 Millionen Euro auf der Straße liegen

Der Hamburger Rechtsdienstleister MyRight.de ermöglicht deutschen VW-Kunden ohne eigenes Risiko Schadensersatzansprüche gegen den Konzern geltend zu machen. Bis zu 2,8 Millionen Fahrzeuge sind vom Abgasskandal betroffen, schätzungsweise etwas mehr als 68.000 davon fahren durch Berlin. MyRight ist seit jeher der Meinung, dass nicht nur VW-Kunden in den USA, sondern auch die Kunden in Deutschland ein Recht auf Schadensersatz gegen VW haben. Jetzt hat erstmalig auch ein Gericht deutschen Kunden Schadensersatz zugesprochen, indem es Kunden erlaubt hat, ihr Auto zurückzugeben (LG Krefeld, Urt. v. 14.09.2016, Az. 2 O 72/16 und 83/16). Das Gericht sprach von „massenhaftem Betrug“ und sah es zugleich als erwiesen an, dass man weitere Mängel am Auto nach dem Softwareupdate nicht ausschließen kann. MyRight.de geht aufgrund vorläufiger Schätzungen von einer durchschnittlichen Schadensersatzzahlung von 1.500 Euro pro Auto aus – so gut wie kein...

Sexuelle Übergriffe und sexuelle Verbrechen an behinderten Schulkindern in den Nachkriegsjahrzehnten im „Johanna-Helenen-Heim“

Sexuelle Übergriffe und sexuelle Verbrechen an behinderten Schulkindern in den Nachkriegsjahrzehnten im „Johanna-Helenen-Heim“ in Volmarstein „Dann hat er vor mir masturbiert bis zum Erguss. Das war ekelig!“ Wer dieses Thema aufgreift und nachforscht, braucht Gegenüber, also Opfer, die sich ihm „offenbaren“. Diese Opfer melden sich grundsätzlich nur, wenn ihnen eine langjährige Vertrauensperson gegenüber sitzt. Selbst geschulte Psychologen finden nicht immer Zugang zu diesem Bereich ihrer Klienten oder sie brauchen viele Therapiesitzungen, um dieses Vertrauen zu gewinnen. Bevor sexuell Belästigte oder Missbrauchte sich öffnen, wollen sie unausgesprochen die Garantie, dass ihre Daten anonymisiert (am besten überhaupt nicht) fixiert werden. Zu sehr befürchten sie, dass das Geschilderte gegen sie verwandt werden könnte und sie erneut zu Opfern werden. Ich habe mich an dieses Thema gewagt, weil ich nun seit 10 Jahren...

„Grundsätzlich spreche ich Klartext, ich nenne ein Schwein ein Schwein.“ – Interview mit Heimopfervertreter

Im Rahmen meiner Dokumentation der Verbrechen an Kindern und Jugendlichen in den Nachkriegsjahrzehnten sind mir immer wieder Kommentarschreiber aufgefallen, die mein Interesse geweckt haben. Erich Kronschnabel fiel mir im Blog des evangelischen Dipl.-Theologen/Dipl.-Psychologen Dierk Schäfer aus Bad Boll auf. Dort las ich – so empfand ich es zunächst – ziemlich „freche“ Beiträge von Kronschnabel, die für einige Leser vielleicht an der Beleidigungsgrenze kratzen. Je mehr ich seine Beiträge beobachtete, desto mehr fiel mir auf, dass seine Wortwahl Taktik ist, die für seine Arbeit positive Wirkungen erzielt. Auch in diesem...

Unglaublich, aber wahr: Evangelische Landeskirche Hannover zahlt seinen Opfern bis zu 32.000 Euro Wiedergutmachung

Unglaublich, aber wahr: Evangelische Landeskirche Hannover zahlt seinen Opfern bis zu 32.000 Euro Wiedergutmachung Selbst dieser Betrag ist viel zu gering, als dass er die wahren Leiden vieler Opfer von Gewalt und Terror unter kirchlichen Dächern in den Nachkriegsjahrzehnten ansatzweise kompensieren kann. Dennoch reißt die Evangelische Landeskirche Hannover wahre Dämme ein. Auf den Fall wurde ich aufmerksam durch einen Beitrag im Blog des Evangelischen Pfarrers i.R. Dierk Schäfer aus Bad-Boll: http://dierkschaefer.wordpress.com/2014/01/11/keine-entschadigung-aber-schadensbegrenzung-auf-beiden-seiten/ Schäfer bezieht sich auf...

„Da hindert Vater Staat die Mutter Kirche daran, etwas für die Opfer von Mutter Kirche zu tun.“

Diakoniewerk droht mit "Hartnäckigkeit" gegenüber Bundesministerium Die „Freie Arbeitgruppe JHH 2006“ bekam Post aus dem Präsidialbüro des Diakoniepräsidenten Johannes Stockmeier: „Wir bedauern sehr, dass nicht noch vor der Bundestagswahl eine endgültige Entscheidung des Bundes und die ersten Schritte der Umsetzung des Fonds für Betroffene aus Einrichtungen der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendpsychiatrie erfolgt sind.“ Im Schreiben heißt es weiter: „In Gesprächen wurde uns erneut der Beginn eines solchen Fonds in Aussicht gestellt. Wir erwarten nach Konstituierung der neuen Regierung alsbald eine Entscheidung...

Kunstfehler - Wenn der Arzt nicht versichert ist

Kunstfehler von Ärzten können für Patienten massive gesundheitliche und finanzielle Folgen haben. Die Versicherung des Arztes muss für Schmerzensgeld und die mitunter enorm hohen Entschädigungen eintreten. Ist der Arzt nicht versichert, droht ihm die Insolvenz und die geschädigten Patienten stehen nicht nur gesundheitlich, sondern auch finanziell vor einem Scherbenhaufen. Haftpflichtversicherungen für Ärzte und Kliniken sind für Versicherungsgesellschaften meist nicht mehr lukrativ und damit nicht mehr attraktiv. Durch den Anstieg von registrierten Behandlungsfehlern und die zunehmende Verfolgung von Schadenersatzansprüchen...

30.08.2012: |

Klage vor dem Landgericht Köln

Die Klage von zwei ehemaligen Heimkindern gegen das Landesjugendamt wurde am 29.08.2012 in einem Verkündungstermin abgewiesen, da – laut Gericht – die Klägerinnen nicht präzise nachweisen konnten, dass die Aufsichtsbehörde (das Landesjugendamt) sich in genau dem in Frage kommenden Zeitraum und dem entsprechenden Heim einer Pflichtverletzung schuldig gemacht habe. Das Gericht ist in seiner Begründung auf die Beweislastumkehr (d.h. das Landesjugendamt muss beweisen, dass es seiner Aufsichtspflicht in Heim und Zeitpunkt sehr wohl nachgekommen war) nicht eingegangen. Eben sowenig ging das Gericht in seiner Begründung auf die...

Amtshaftungsklage gegen das Landesjugendamt

Am 05.06.2012 finden um 11.15 Uhr im Amtsgericht Köln die ersten Amtshaftungsklagen gegen ein Landesjugendamt statt. Die beiden Klägerinnen geben an, dass sie im Kinderheim zahlreiche Verstöße gegen die Grundrechte erleiden mussten. Sie sind der Meinung, dass die Behörde Kenntnis hätte haben müssen - und dies auch hatte - von zahlreichen Misshandlungen, der von den Kindern zu leistende Arbeit und sowie von den sexuellen Übergriffen. Gegen die Auffassung der Gegenseite (Landesjugendamt als Aufsichtsbehörde der damaligen Heime), dass die Taten verjährt sind und diese Frist auch nicht verlängert werden kann, wird von dem...

Bevor Sie eine Beratungs- bzw. Anlaufstelle aufsuchen

Finden Sie eine Person Ihres Vertrauens, die Sie begleitet. Dies könnte später mal von Bedeutung für Sie sein - wenn Sie nämlich eine Zeugin oder einen Zeugen benötigen. Weisen Sie bei dem ersten „Beratungsgespräch“ die/den SachbearbeiterIn darauf hin, dass Sie von jedem Gespräch dieser Art ein Besprechungsprotokoll haben wollen. Wenn Sie nun Geld aus dem Fonds bekommen können und wollen, erhalten aber gleichzeitig Transferleistungen (ALG II, auch HARTZ IV genannt oder eine Grundsicherung zur Rente), sollten Sie unbedingt folgendermaßen vorgehen: Gehen Sie als erstes zum Sozialamt/Arbeitsamt. Lassen Sie sich zusagen,...

Inhalt abgleichen