Entdecker

Wer entdeckte die Lanze von Lehringen?

Man weiß heute nicht mehr genau, wer am 1. April 1948 als Erster den Jahrhundertfund erblickte, der erstmals bewies, dass Neandertaler bereits Großwild mit Lanzen jagten. Lehringen - Als Jahrhundertfund aus der Altsteinzeit vor etwa 125.000 Jahren entpuppte sich eine mehr als als zwei Meter lange Stange aus Eibenholz, die am 1. April 1948 in einer niedersächsischen Mergelgrube gefunden wurde. Denn die Stange in Besenstielstärke steckte im Skelett eines mehr als vier Meter hohen Waldelefanten und bewies erstmals, dass Neandertaler bereits Großwild mit Lanzen jagten. Dem neuen Taschenbuch "Die Lanze von Lehringen" des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst zufolge weiß man heute nicht mehr genau, wer der Entdecker dieses Sensationsfundes ist. 1960 bezeichnete sich der Lehrer, Heimatforscher und ehrenamtliche Kreisarchivpfleger Otto Voigt (1910-2001) aus Verden/Aller als Entdecker der Lanze. Kurz nach der Entdeckung entstand ein nachgestelltes...

Die europäische Eroberungsgeschichte – kein Grund zum Feiern

Mit „Kolumbus & Co.“ hat die Hispanistin Ingeborg Kuhl de Solano ein Bühnenstück und Lesebuch zur Eroberung Amerikas jetzt neu herausgegeben. Umfangreiche Recher-chen über die historischen und kulturellen Zusammenhän-ge der Entdeckungs- und Eroberungsgeschichte machen das Buch zeitlos aktuell. Ursprünglich hatte Kuhl de Solano das Stück aus Anlass des „Kolumbus-Jahres“ verfasst und mit Frankfurter Schultheatergruppen aufgeführt. Der 500. Jahrestag der „Entdeckung“ Amerikas war 1992 in Europa und in La-teinamerika gewürdigt worden. Dabei wurde allerdings wenig kritisch betrachtet, welche Zerstörung, Ausbeutung und Missachtung der Urbevölkerung damit einherging. Das Theaterstück befasst sich mit zahlreichen Hintergrün-den dieses Ereignisses – der Eroberung und Kolonisierung der Welt durch europäische Staaten, Fragen von Men-schenrechten, Menschenwürde und Macht. Staats- und handelspolitische, nautische, wirtschaftliche...

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