Drittes Reich

Gnadenlos geirrt - Die Geschichte meiner Großmutter 1907-1945

Die promovierte Historikerin Barbara Bonhage porträtiert in ihrem neuen Buch "Gnadenlos geirrt" das Leben ihrer Großmutter, die im Dritten Reich eine bekennende Nationalsozialistin war. Ein außergewöhnlicher Fund im Familienarchiv regte die Autorin zu ihrem neuen Buch an. Dabei handelt es sich um hunderte Briefe ihrer Großmutter Hilde, die diese vor 75 Jahren verfasste. Die Leser begleiten die damals junge Frau durch ihren Alltag und geben einen ungewöhnlichen Einblick in die Nazi-Diktatur. Die Frage "Hätte auch ich mich damals so gnadenlos geirrt?" wird zu einer der Leitfragen des Buches. Dabei fühlt der Leser mit Hilde, obwohl man für ihr nationalsozialistisch geprägtes Denken und Handeln nur Abscheu empfinden müsste. Barbara Bonhage wurde 1972 in Zürich geboren und lebt heute mit ihrer Familie am Zürichsee. Sie studierte Germanistik und Geschichte in Zürich und Paris. Der Nationalsozialismus gehört zu den Schwerpunktthemen...

Hitlers Überflieger - Alternativer Geschichtsroman über Leidenschaft, Männerfeinde und Macht

Ruben Gantis erzählt in "Hitlers Überflieger" eine Geschichte darüber, wie es ausgesehen hätte, wenn die arbeitende Bevölkerung ihre Kreativität entdeckt hätte. Die Leser reisen in diesem neuen Roman in das Berlin des Jahres 1934. Allerdings verläuft die Geschichte hier ein wenig anders, als es die Geschichtsbücher erzählen und liefert den Lesern im Verlauf der Handlung immer wieder interessante und spannende Wendungen. Der junge Unternehmensberater Frank Foremann kehrt aus den USA nach Nazi-Deutschland zurück, um in seiner Heimat Karriere zu machen. Er gründet ein Consulting-Unternehmen und will in die Zirkel der Macht aufsteigen. Sein Förderer im Reichswirtschaftsministerium entwickelt sich im Verlauf der Handlung zu seinem Gegenspieler. Erst als Foremanns engster Freund in die Fänge der Gestapo gerät, beginnt er sich zu wehren und den Widerstand zu befeuern. Kann er die Dynamik, die er in der Wirtschaft entfacht hat, aufhalten?...

1941 wurde das Bernsteinzimmer nach Königsberg verbracht, aber was passierte danach?

Was passierte 1943 mit dem Bernsteinzimmer? Wer in Micha H. Echts Roman "MI-SIX: Operation Bernsteinzimmer" genauer nachliest, erfährt wie das Bernsteinzimmer von Brandenburg nach Russland und von Leningrad nach Königberg kam. Viel interessanter jedoch, was passiert danach? Das Bernsteinzimmer wurde Ende 1941 an den Kurator des Königsberger Schlossmuseums, Dr. Alfred Rohde übergeben. Rohde, ausgewiesener Bernsteinexperte schrieb in einer Veröffentlichung dazu: „Das Bernsteinzimmer Friedrich I. war aus Sankt Petersburg nach Königsberg zurückgekehrt, in des Wortes bester und tiefster Bedeutung, zurück in die Heimat des Bernsteins.“ Rohde ließ Teile des barocken Bernsteinkabinetts im dritten Obergeschoß des Königsberger Schlosses ausstellen. Im November 1943 brach im Schloß ein Brand aus und das Bernsteinzimmer musste demontiert und verpackt werden. Laute Befehle schallten über den Schlosshof, als Friedrich Henkensiefken schwer...

Todesmärsche 1945 "unendlich war das Leid" - Dokumente und Zeitzeugen exemplarisch am Dorf Neunheim

Aaron und Raphael Haas wollen die Nachwelt in "Todesmärsche 1945 "unendlich war das Leid"" an die Schrecken der Vergangenheit erinnern. In den Monaten März, April und in den ersten Maitagen des Jahres 1945 befanden sich mindestens 250.000 KZ-Häftlinge (etwa ein Drittel unter ihnen waren jüdische Häftlinge) mit ca. 25.000 SS-Bewachern auf den Todesmärschen. Jenes unendliche Leid, welches sich in diesen Wochen vor Kriegsende auf sämtlichen Todesmärschen im Dritten Reich in ähnlicher Weise wiederholt hat, wird in diesem Buch exemplarisch am Dorf Neunheim dargestellt, dessen 365 Dorfbewohner in den Abendstunden des 6. Aprils bis...

Kindheit während der Nazizeit in Deutschland und Frankreich - neues Buch erschienen

Im Zwiebelzwerg Verlag wurde zu Jahresbeginn 2017 ein ganz besonderes Projekt der Autoren Dominique Vanthier und Klaus Schöttker, beide lebend und arbeitend in Rolle in der Schweiz, veröffentlicht. Die Autoren erzählen aus Ihrer Kindheit: Dominique Vanthier lebte während des zweiten Weltkriegs in Paris und zog dann zu Verwandten aufs Land. Er schildert die Besetzung Frankreichs, das Vichy-Regime und die Befreiung. Klaus Schöttker lebte während der Nazi-Zeit in Lemgo, einer Kleinstadt im Lippischen. Er schildert dieses Zeit mit seinen Eltern, die dort eine Brennerei führten. Beide Erzählungen werden durch Zeichnungen und zeitgenössiche...

Der Hitler-Mythos im Spiegel der deutschsprachigen Literatur nach 1945

»Dieser Hitler, denke ich, der bleibt uns – lebenslänglich.« Mit diesem Fazit endet der autobiographische Band Das zerbrochene Haus, den Horst Krüger 1966 vorlegte. Krüger, der in dem Gerichtstag titulierten letzten Kapitel des Buches seinen Besuch im Frankfurter Auschwitz-Prozeß (1963-1965) schildert, dachte bei der Niederschrift wohl vor allem an die von Deutschen unter Hitlers Herrschaft begangenen Verbrechen. So impliziert die Prognose – entgegen aller damaligen Rufe, endlich einen Schlußstrich zu ziehen – die zeitlich unbefristete Erinnerung an den Holocaust. Und das von ›uns‹, also der deutschen Gedächtnisgemeinschaft. Unser...

Buchveröffentlichung: Frauen in Konzentrationslagern

Buchveröffentlichung: Frauen in Konzentrationslagern: Eine geschlechtsspezifische Studie zu Überlebensstrategien und Alltag [Taschenbuch] „Als die Sonne sinkt, stehen wir wieder vor dem Bad. Nicht wir, sondern eine Gruppe unmöglich angezogener Menschen. [...] Wir sind keine Frauen mehr und keine Menschen. Jede hat ihre Lagernummer erhalten, und somit ist sie in die große Schar der Rechtlosen und Namenlosen aufgenommen.” Kahl geschoren, entkleidet, entwürdigt und „entweiblicht“: Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jahr 1933 begann für viele Frauen ein langer und qualvoller Leidensweg...

Die Bundesrepublik Deutschland – Das Land (fast) ohne Schatten

Ein Gastbeitrag von Wolf-Dieter Narr für Peira - Gesellschaft für politisches Wagnis e.V. Berlin, 25.07.2013: Das Simon-Wiesenthal-Center sucht gegenwärtig mit Plakaten nach den letzten Tätern aus der Zeit des Dritten Reichs. Die Aufarbeitung könnte in vielen Fällen noch gelingen – so die Berliner Zeitung vom 23.07.2013 – wenn die Richterin Kirsten Goetze, ihrer Arbeit nachgehen dürfte. Doch leider wurde Sie trotz internationaler Proteste kaltgestellt. Dies bestätigt einmal mehr, dass die unselige deutsche Vergangenheit noch immer ihre Schatten wirft. Peira, der Verein für politisches Wagnis nimmt diesen Kontext zum Anlass,...

Sowjetische Kriegsgefangene im Arbeitseinsatz 1941-1945

Mit dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 trat der Zweite Weltkrieg in eine neue Phase ein. Das »Unternehmen Barbarossa« war kein Eroberungsfeldzug im herkömmlichen Sinne, sondern ein »Vernichtungskrieg « gegen einen Staat, der nach der nationalsozialistischen Weltanschauung als Hort des »bolschewistischen Judentums« und »Todfeind des nationalsozialistischen Deutschland« galt. Adolf Hitler hatte am 30. März 1941 seine Generäle entsprechend eingestimmt: »Wir müssen vom Standpunkt des soldatischen Kameradentums abrücken. Der Kommunist ist vorher kein Kamerad und nachher kein Kamerad. Es handelt sich...

Hans-Alexander von Voss 1907-1944

Als Gegner der Kriegspläne Hitlers bekannt, als von Hitler zu »eigenwillig« abqualifiziert und nicht bereit, der NSDAP beizutreten, wird er dennoch 1939 reaktiviert. Er übernimmt am 28. August 1939 für drei Tage das Amt des Oberbefehlshabers des Ersatzheeres und wird nach einem Telefonat mit dem Kronprinzen Wilhelm v. Preußen von Hitler ganz plötzlich entlassen. General Friedrich Fromm wird sein Nachfolger. Dieser sollte dann am 20. Juli 1944 eine verheerende Rolle spielen und Stauffenberg und seine Freunde durch ein sogenanntes »Standgericht« ermorden lassen. Stülpnagel stand in enger Verbindung zu Carl Goerdeler, Ludwig...

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