Drittes Reich

Todesmärsche 1945 "unendlich war das Leid" - Dokumente und Zeitzeugen exemplarisch am Dorf Neunheim

Aaron und Raphael Haas wollen die Nachwelt in "Todesmärsche 1945 "unendlich war das Leid"" an die Schrecken der Vergangenheit erinnern. In den Monaten März, April und in den ersten Maitagen des Jahres 1945 befanden sich mindestens 250.000 KZ-Häftlinge (etwa ein Drittel unter ihnen waren jüdische Häftlinge) mit ca. 25.000 SS-Bewachern auf den Todesmärschen. Jenes unendliche Leid, welches sich in diesen Wochen vor Kriegsende auf sämtlichen Todesmärschen im Dritten Reich in ähnlicher Weise wiederholt hat, wird in diesem Buch exemplarisch am Dorf Neunheim dargestellt, dessen 365 Dorfbewohner in den Abendstunden des 6. Aprils bis zum Abend des 7. Aprils 1945 im 'Hessentaler Todesmarsch', der seine Fortsetzung am 26. April 1945 im 'Dachauer Todesmarsch' fand, konfrontiert wurden. Die hier aufgenommenen Informationen stammen aus Verhörprotokollen, Entnazifizierungsunterlagen, historischem Karten- und Bildermaterial, der Autobiographie des Überlebenden...

Kindheit während der Nazizeit in Deutschland und Frankreich - neues Buch erschienen

Im Zwiebelzwerg Verlag wurde zu Jahresbeginn 2017 ein ganz besonderes Projekt der Autoren Dominique Vanthier und Klaus Schöttker, beide lebend und arbeitend in Rolle in der Schweiz, veröffentlicht. Die Autoren erzählen aus Ihrer Kindheit: Dominique Vanthier lebte während des zweiten Weltkriegs in Paris und zog dann zu Verwandten aufs Land. Er schildert die Besetzung Frankreichs, das Vichy-Regime und die Befreiung. Klaus Schöttker lebte während der Nazi-Zeit in Lemgo, einer Kleinstadt im Lippischen. Er schildert dieses Zeit mit seinen Eltern, die dort eine Brennerei führten. Beide Erzählungen werden durch Zeichnungen und zeit...

Der Hitler-Mythos im Spiegel der deutschsprachigen Literatur nach 1945

»Dieser Hitler, denke ich, der bleibt uns – lebenslänglich.« Mit diesem Fazit endet der autobiographische Band Das zerbrochene Haus, den Horst Krüger 1966 vorlegte. Krüger, der in dem Gerichtstag titulierten letzten Kapitel des Buches seinen Besuch im Frankfurter Auschwitz-Prozeß (1963-1965) schildert, dachte bei der Niederschrift wohl vor allem an die von Deutschen unter Hitlers Herrschaft begangenen Verbrechen. So impliziert die Prognose – entgegen aller damaligen Rufe, endlich einen Schlußstrich zu ziehen – die zeitlich unbefristete Erinnerung an den Holocaust. Und das von ›uns‹, also der deutschen Gedächtnisgemeinschaft. Unser Hitler Der Hitler-Mythos im Spiegel der deutschsprachigen Literatur nach 1945 Marcel Atze Wallstein Verlag http://www.new-ebooks.de/ebooks/24319 Aber Krügers Worte verweisen noch auf etliche andere bedenkenswerte Fragen. Wie wird ›uns‹ Hitler bleiben? Wo, durch wen und in welcher Form wird...

Buchveröffentlichung: Frauen in Konzentrationslagern

Buchveröffentlichung: Frauen in Konzentrationslagern: Eine geschlechtsspezifische Studie zu Überlebensstrategien und Alltag [Taschenbuch] „Als die Sonne sinkt, stehen wir wieder vor dem Bad. Nicht wir, sondern eine Gruppe unmöglich angezogener Menschen. [...] Wir sind keine Frauen mehr und keine Menschen. Jede hat ihre Lagernummer erhalten, und somit ist sie in die große Schar der Rechtlosen und Namenlosen aufgenommen.” Kahl geschoren, entkleidet, entwürdigt und „entweiblicht“: Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jahr 1933 begann für viele Frauen ein langer und qualvoller Leidensweg...

Die Bundesrepublik Deutschland – Das Land (fast) ohne Schatten

Ein Gastbeitrag von Wolf-Dieter Narr für Peira - Gesellschaft für politisches Wagnis e.V. Berlin, 25.07.2013: Das Simon-Wiesenthal-Center sucht gegenwärtig mit Plakaten nach den letzten Tätern aus der Zeit des Dritten Reichs. Die Aufarbeitung könnte in vielen Fällen noch gelingen – so die Berliner Zeitung vom 23.07.2013 – wenn die Richterin Kirsten Goetze, ihrer Arbeit nachgehen dürfte. Doch leider wurde Sie trotz internationaler Proteste kaltgestellt. Dies bestätigt einmal mehr, dass die unselige deutsche Vergangenheit noch immer ihre Schatten wirft. Peira, der Verein für politisches Wagnis nimmt diesen Kontext zum Anlass,...

Sowjetische Kriegsgefangene im Arbeitseinsatz 1941-1945

Mit dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 trat der Zweite Weltkrieg in eine neue Phase ein. Das »Unternehmen Barbarossa« war kein Eroberungsfeldzug im herkömmlichen Sinne, sondern ein »Vernichtungskrieg « gegen einen Staat, der nach der nationalsozialistischen Weltanschauung als Hort des »bolschewistischen Judentums« und »Todfeind des nationalsozialistischen Deutschland« galt. Adolf Hitler hatte am 30. März 1941 seine Generäle entsprechend eingestimmt: »Wir müssen vom Standpunkt des soldatischen Kameradentums abrücken. Der Kommunist ist vorher kein Kamerad und nachher kein Kamerad. Es handelt sich...

Hans-Alexander von Voss 1907-1944

Als Gegner der Kriegspläne Hitlers bekannt, als von Hitler zu »eigenwillig« abqualifiziert und nicht bereit, der NSDAP beizutreten, wird er dennoch 1939 reaktiviert. Er übernimmt am 28. August 1939 für drei Tage das Amt des Oberbefehlshabers des Ersatzheeres und wird nach einem Telefonat mit dem Kronprinzen Wilhelm v. Preußen von Hitler ganz plötzlich entlassen. General Friedrich Fromm wird sein Nachfolger. Dieser sollte dann am 20. Juli 1944 eine verheerende Rolle spielen und Stauffenberg und seine Freunde durch ein sogenanntes »Standgericht« ermorden lassen. Stülpnagel stand in enger Verbindung zu Carl Goerdeler, Ludwig...

Den Holocaust erzählen - Historiographie zwischen wissenschaftlicher Empirie und narrativer Kreativität

Nicht jeder guten Idee gehen angestrengte intellektuelle Suchbewegungen voraus, mitunter tut es bekanntlich ein gelungenes Gespräch. So auch im Falle des hier dokumentierten Symposions: Wulf Kansteiner war Gastwissenschaftler am Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts, als wir uns über einen Text unterhielten, den er gerade über Saul Friedländers Nazi Germany and the Jews abgeschlossen hatte. »Eigentlich müsste man ihn jetzt, wo die beiden Bände vorliegen, mit Hayden White zusammenbringen«, meinte er. Der Gedanke leuchtete mir sofort ein – fast vier Jahrzehnte nach Metahistory und gut zwei Jahrzehnte nach Probing the Limits...

Die Sklaven sind zurück aus den Ferien – Wake News Radio/TV

http://www.youtube.com/watch?v=_DKs2kupsLA Die heutige Sendung am 16.08.2012 ab 16 Uhr bei Wake News Radio/TV http://wakenews.net/html/wake_news_radio.html beschäftigt sich mit dem Phänomen der “Kraft durch Freude” – Programme, die sich seit der Neuzeit, explizit geprägt durch die entsprechenden “Motivations-Programme” während des Dritten Reichs, vermehrt überall durchgesetzt haben. Willig, ohne Nachzudenken, lassen sich die Menschen in ein Sklavenprogramm hineinpressen, häufig pauschal, das sie – ohne es auch nur ansatzweise zu hinterfragen – über sich ergehen lassen. Damit es den Sklaven auf Freigang ja...

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