Denkmaltag

Was bleibt von der "Vier-Mark-Box"? - Beim diesjährigen Denkmaltag in Finsterwalde geht es um berühmte Namen

In der Sängerstadt Finsterwalde steht der diesjährige "Tag des offenen Denkmals" am 09.09.2018 unter dem Motto "Entdecken, was uns verbindet". Seit nunmehr sechs Jahren zeigt der Sammler und Fotograf Jürgen Schlinger im ehemaligen Kaufmannshaus "Ad.Bauer's Wwe." seine Dauerausstellung zur "Geschichte der Photo- und Kinematographie". Zum Denkmalstag ergänzt er sie regelmäßig und mit viel Detailliebe mit einer Sonderschau. Diesmal zum Thema: "Von A wie Agfa über V wie Voigtländer bis Z wie Zeiss Ikon… Berühmte Namen, die langsam verblassen". Lang ist die Liste in aller Welt bekannter Unternehmen, welche mit einzigartigen Erfindungen und hochwertigen Erzeugnissen den sprichwörtlichen Begriff deutscher Wertarbeit entscheidend geprägt haben. Längst nicht alle Namen, die älteren Fotofreunden wie Musik in den Ohren klangen, sind heute noch bekannt. Ein solches Beispiel ist die "Actiengesellschaft für Anilinfabrikation" (Agfa). 1867...

Öffentlich und doch ein bisschen geheim

Zum diesjährigen Denkmaltag wird das neue Ring-Café eröffnet, und es gibt einige Geheimkameras zu bestaunen Dass die Erhaltung eines Baudenkmals einer gewissen Pflege bedarf, mag durchaus nachvollziehbar sein. Wichtig ist aber auch, es mit Leben zu füllen. Der "Tag des offenen Denkmals" ist immer ein schöner Anlass, sonst verschlossene Türen zu öffnen und ein breites Publikum einzuladen. Wieviel ehrenamtliche Arbeit und (Frei-) Zeit dahintersteckt, lässt sich dabei nur erahnen. Umsomehr erfreulicher ist, dass als diesjähriges Motto der Deutschen Stiftung Denkmalschutz "Gemeinsam Denkmale erhalten" gewählt wurde. Gerne nehmen wir den Tag zum Anlass, einen weiteren liebevoll restaurierten Raum im Alten Warenspeicher von "Ad. Bauer's Wwe" der Öffentlichkeit als neues Ring-Café vorzustellen. Für alle Fotofreunde ist das im Hause befindliche "Foto-Kino-Museum zum Anfassen", welches in den letzten vier Jahren durch den Finsterwalder Sammler...

Keine sehr erfreulichen Eindrücke - Zum Denkmaltag zeigt eine neue Dauerausstellung den Zufallsfund eines berühmten Dichtersohns

»Daß die Eindrücke keine sehr erfreulichen sind, die man (...) mit nach Haus nimmt, ist, so wie die Dinge liegen, selbstverständlich und nicht anders möglich« schildert ein junger Student den Lesern des »8 Uhr-Abendblattes« im Januar des Jahres 1929. Vor Beginn des nahenden Wintersemesters in Berlin wollte er das Leben und die Arbeit der Menschen in einem Braunkohlenbergwerk kennenlernen. Hierfür hatte er ein halbes Jahr zuvor ein Praktikum bei den Niederlausitzer Kohlenwerken in Zschipkau (ab 1937 Schipkau) absolviert. Mit eher mäßigem Erfolg, wie er viel später in seinen Erinnerungen schreiben wird. Bei dem 19-jährigen Studenten handelt es sich um keinen geringeren als Golo Mann, dem dritten Kind von Katia und Thomas Mann. Als Publizist und Historiker wurde er nach dem Tod seines Vaters zu einem der bekanntesten Vertreter der berühmten Familie Mann. Im Sommer 1928 studierte Golo Mann Geschichte und Philosophie in Paris. Ein ehemaliger...

Nicht den Farbfilm vergessen! - Beim diesjährigen Denkmaltag in Finsterwalde geht es darum, wie die Bilder farbig wurden

Als die junge Nina Hagen 1974 ihren Hit »Du hast den Farbfilm vergessen« sang, gab es den Farbfilm seit knapp 40 Jahren. Einen entscheidenden Beitrag auf dem langen und schwierigen Weg zu farbigen Bildern lieferte der 1834 in Dobrilugk (heute Doberlug-Kirchhain) geborene Kaufmannssohn Hermann Wilhelm Vogel. Er studierte Chemie und arbeitete später als Professor an der königl. Technischen Hochschule zu Berlin-Charlottenburg. Eine seiner wichtigsten Entdeckungen bestand darin, das Aufnahmematerial für die verschiedenen Spektralfarben empfindlich zu machen und dabei dem Tonwert entsprechende Grautöne zu erzeugen. 1936 brachte die...

In Stereo sieht man besser - Der diesjährige Denkmaltag in Finsterwalde wird am 08.09. mit ganz besonderen Fotografien eröffnet

Anlässlich der 25-jährigen Partnerschaft zwischen den Städten Finsterwalde und Eppelborn war kürzlich das größte 3D-Bild Brandenburgs zu bewundern. Aus der Hand des bekannten Straßenmalers Gregor Wosik sowie weiterer Künstler entstand auf dem Pflaster des Finsterwalder Marktplatzes ein Gemälde mit Märchenmotiven in einer Größe von etwa 1.000 m². Dazwischen posierten farbenfroh bemalte Modells als Märchen-Figuren. Eine spezielle Technik sorgt dafür, dass die Betrachter des Straßenbildes den Eindruck bekommen, als handele es sich tatsächlich um dreidimensionale Objekte. Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts beschäftigte...

Der erste deutsche "Filmstar" - Im Finsterwalder Kaufmannshaus gibt es zum Denkmaltag am 09.09. diesmal Kino zum Anfassen

Mit großem Staunen verfolgen die Finsterwalder Zuschauer um 1900 ihren Kaiser Wilhelm II. erstmals in bewegten Bildern auf der Leinwand. Der Kaiser war zu dieser Zeit bereits auf dem besten Wege zum ersten deutschen Filmstar. Bei der Suche nach Persönlichkeiten, die bei der Verbreitung des noch jungen Mediums Film behilflich sein konnten, war man schnell fündig geworden: "Der Kaiser erkannte das Potenzial des Films und setzte sich entsprechend in Szene. Er wurde Gegenstand der Massenunterhaltung. Von 1896 bis 1911 erschienen von ihm über einhundert Filme - weit mehr als von jeder anderen öffentlichen Person seiner Zeit“, beschreibt...

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