Bauernhaus Museum

Schwabenkinder-Ausstellung in Wolfegg avanciert zum Publikumsmagneten

Wolfegg (BHM) – Bereits seit dem 17. Jahrhundert bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts zogen Kinder im Alter zwischen 6-14 Jahren aus den Alpengebieten nach Oberschwaben, in die Bodenseeregion und ins Allgäu, um sich auf regelrechten Hütekindermärkten als saisonale Arbeitskräfte an die dortigen Bauern zu verdingen. Seit Ende März diesen Jahres zeigt das Bauernhaus-Museum im oberschwäbischen Wolfegg seine viel beachtete Dauerausstellung zu diesem sozialgeschichtlichen Phänomen der Arbeitsmigration der sogenannten „Schwabenkinder“. Von nah und fern strömen die Besucher nach Wolfegg in die ländliche Idylle Oberschwabens, um sich dort mit einem weniger postkartentauglichen Motiv neuerer Zeitgeschichte auseinanderzusetzen. An manchem Wochenende sind es einige Tausend. „Der Besucherzuspruch und das Interesse an dieser Thematik, in den ersten sechs Monaten nach der Eröffnung, hat unsere Erwartungen bei weitem übertroffen.“ So eine...

Auf den Spuren der Schwabenkinder

Museen aus vier Ländern zeigen ab Frühjahr 2012 Ausstellungen zu dem Phänomen der „Schwabengängerei“ Wolfegg (BHM) - Arbeitsmigration in unserem alpenländischen Raum ist ein sozialgeschichtliches Phänomen, das bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht. Eine besondere Form der Arbeitsmigration im Alpenraum bildeten hierbei die saisonalen Wanderungen von Kindern armer Bergbauern aus Vorarlberg, Tirol, Südtirol und der Schweiz. Bis in die 30er Jahre des letzten Jahrhunderts zogen diese als „Schwabengänger“ bezeichneten Kinder ins Schwabenland, um auf den so genannten „Hütekindermärkten“ als Saisonarbeiter an oberschwäbische Bauern vermittelt zu werden. Ein von der EU grenzübergreifend gefördertes Projekt begibt sich nun auf deren Spuren und verbindet die Herkunftsgebiete der Kinder aus dem Alpenraum mit deren ehemaligen Arbeitsplätzen in Oberschwaben. Partner des Projektes sind Museen und Archive in Oberschwaben, Vorarlberg,...

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