Antisemitismus

Michael Oehme über geringere Anteilnahme beim Terror gegen Muslime

Der Terroranschlag in Christchurch lässt bei vielen die Frage aufkommen: Wo bleibt unsere Anteilnahme, wenn Terror gegen Muslime geschieht? St.Gallen, 29.03.2019. „Im Fall des Anschlags im neuseeländischen Christchurch ist es doch recht erstaunlich, wie ruhig es in den deutschen Medien und unter deutschen Politikern war. Große Solidaritätsbekundungen blieben aus und am nächsten Tag beschäftigten sich die Mainstream-Medien lieber wieder mit dem Brexit und einen Polittalk gab es auch nicht“, kritisiert Kommunikationsexperte Michael Oehme. „Als unser Innenminister Horst Seehofer die fragwürdige Aussage tätigte, der Islam gehöre nicht zu Deutschland – meinte er genau das? Fünf Millionen Muslime leben in Deutschland. Und Muslime in arabischen Ländern, aber auch hierzulande fragen sich absolut zurecht: Wie groß wäre der Aufschrei gewesen, wäre der Täter muslimisch und die Opfer christlich gewesen? Die Headlines der reißerischen...

Drei Fragen an Prof. Dr. Andreas Nachama, Direktor der Berliner Topographie des Terrors

Berlin, 18.12.2018: 80 Jahre nach dem Staats- und Parteiterror gegen die jüdische Bevölkerung im November 1938 zeichnet die Ausstellung „Kristallnacht“ die damaligen Ereignisse nach. Im Mittelpunkt der Ausstellung der Stiftungen 'Denkmal für die ermordeten Juden Europas' und 'Topographie des Terrors' stehen einerseits historische Fotoserien aus sechs Orten, die Schlaglichter auf einzelne Verbrechen werfen: Demütigungen und Festnahmen, brennende Synagogen, zerschlagene Schaufenster und die Zerstörung religiöser Gegenstände, andererseits – erstmals – die Wege des Gedenkens an die sogenannten Pogrome seit 1945. Und heute, 80 Jahre nach der Kristallnacht, gibt es erneut in deutschen Städten, insbesondere in Berlin, Angriffe auf Juden. Weil Antisemitismus keine Meinung, sondern ein Verbrechen ist, sollten Politik und Zivilgesellschaft alles unternehmen, um Hass, Hetze und Übergriffe im Keim zu ersticken, damit sich die Gräuel des...

Düsseldorf: CDU offenbar von REP-Anfrage inspiriert

Am 12.09.2018 stellten DIE REPUBLIKANER im Rat der Stadt Düsseldorf eine Anfrage zum Antisemitismus durch Migranten. Hintergrund war u.a. der Übergriff auf einen jungen Juden in der Altstadt und die generelle Zunahme von Anfeindungen, besonders durch Migranten. In diesem Zusammenhang warnte bereits die jüdische Gemeinde in Düsseldorf ihre Mitglieder wiederholt davor, in bestimmten Stadtteilen sich als Juden erkennbar zu zeigen und z.B. auf das Tragen der Kippa zu verzichten. Auch in Schulen sollen die Anfeindungen zugenommen haben, wie in der Anfragestellung der Republikaner dargelegt wurde. Jetzt nimmt die CDU im Rat der Stadt Düsseldorf diese Häufungen von Übergriffen zum Anlass und stellt einen entsprechenden Antrag zur effektiveren Antisemitismusbekämpfung. Hierzu erklärte der REP Stadtrat Maniera: Insbesondere in Stadtteilen mit hohem Ausländeranteil wird uns immer wieder von jüdischen Mitgliedern berichtet, dass antisemitische...

Düsseldorfer Altstadt: Jude wird von Migranten angepöbelt und verletzt

Republikaner verurteilen Übergriff In der Düsseldorfer Altstadt ist ein Jude angegriffen und leicht verletzt worden. Die Polizei geht von einer antisemitischen Straftat aus. Der Angriff ereignete sich bereits am Freitag und wurde heute erst bekannt.Das Opfer, ein 17-Jähriger, sei unter anderem durch das Tragen einer Kippa als Jude erkennbar gewesen. Die Angreifer sollen nordafrikanisches Aussehen haben, bzw. südländisches. Bereits in der Vergangenheit hatten die Jüdische Gemeinde in Düsseldorf die Sicherheitslage in Deutschland kritisiert und Juden geraten, in bestimmten Vierteln der Stadt mit vielen muslimischen Bewohnern...

Kriminalpsychologische Vorlesungen: Bindungserfahrungen und Persönlichkeitsstörungen

Die Beiträge entstammen einer kriminalpsychologischen Vorlesungsreihe an der Johannes – Gutenberg-Universität – Mainz, Fachbereich Erziehungswissenschaft. Themenschwerpunkte: Frühkindliche Bindungserfahrungen und deren Relevanz für die Entwicklung einer stabilen Persönlichkeit. Frühkindliche Traumatisierungen und Persönlichkeitsstörungen wie Borderline- Störungen, narzißtische Störungen, antisoziale Persönlichkeitsstörungen. Persönlichkeitstäter und deren risikorelevante charakterologische Problembereiche, die tatmotivierend im Hinblick auf Sexual- und Gewaltdelikte sind und prognostizierende Hinweise in Bezug auf...

9. November 1938 - Die Reichspogromnacht, der Auftakt für den Holocaust

Berlin, 07.11.2013: In den zusammengefasst als Reichspogromnacht bezeichneten Tagen zwischen dem 7. und dem 13. November 1938 überfielen Sturmtrupps von SA und SS jüdische Geschäfte und Gotteshäuser im gesamten Deutschen Reich. Mehrere hundert Menschen wurden getötet, über 20.000 verhaftet. Insgesamt wurden 267 Synagogen niedergebrannt, 7500 Läden verwüstet und geplündert. Die größte Synagoge Deutschlands in der Berliner Rykestraße überstand diese Nacht nur, weil befürchtet wurde, bei einem Feuer könnten auch die umstehenden "arischen Gebäude" beschädigt werden. Die Reichspogromnacht ist im Nachhinein als Zäsur...

Antisemitismus auf Kosten der Steuerzahler

18. September 2012. Der stellvertretende Bundesvorsitzende der Bürgerrechtspartei DIE FREIHEIT, Philipp Wolfgang Beyer, fordert ein schnelles Verbot der NPD. Das Mitglied des Bundesvorstandes der Partei DIE FREIHEIT Beyer ist bestürzt über die neuesten Meldungen nach denen aus der rechtsradikalen Szene mit Anschlägen gegen Politiker, Prominente und vor allen Dingen gegen jüdische Mitbürger in Deutschland zu rechnen ist: „Der Kampf gegen den braunen Antisemitismus muss mit aller Härte fortgesetzt werden. Nicht nur der islamische Antisemitismus in Deutschland, sondern vor allem Neo-Nazis und alle die ihnen personell und geistig...

27.8., Berlin: Protestdemo gegen antisemitischen „Al Quds“-Aufmarsch

Antifaschistisches Berliner Bündnis „Kein Al Quds-Tag“ Kontakt-Mail: noalquds-presse@riseup.net Blog: noalquds.blogsport.de Berlin, den 22.8.2011 Sehr geehrte Pressevertreterinnen und Pressevertreter, anläßlich eines Aufmarschs islamistischer Gruppen zum „Al Quds-Tag“ in Berlin ruft ein antifaschistisches Bündnis am Samstag, 27. August 2011 zu einer Gegendemonstration auf. Unter dem Motto „Kein Al Quds Tag - Gegen Islamismus und Antisemitismus. Solidarität mit Israel“ versammeln sich die TeilnehmerInnen ab 12 Uhr am Wittenbergplatz im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Die bundesweit beworbene Antifademo führt...

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