Kathy, das freche Schlossgespenst hilft Menschen in Not - Engel helfen

Das Buch „Kathy das freche Schlossgespenst und ihre Freunde, ISBN: 978-3-9644-3118-9“ unterstützt „Menschen in Not - Engel helfen“ von Sabine Häupl.

Bei „Menschen in Not - Engel helfen“ geht es um Soforthilfe.
Hast du einen Engpass, oder bist unverschuldet in Not geraten? Zeigt dein Kühlschrank gähnende Leere oder fehlt es dir an Kleidung? Dann bist du hier genau richtig! Teile uns deine Sorgen mit. Zusammen finden wir eine Lösung
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Leseprobe: Kathy und die Engel
Heute gibt es für Kathy einen besonderen Einsatz, zumindest plant sie das einmal im Stillen für sich selbst.
Der Direktor sitzt in seinem Büro und brütet über Tabellen. Der Adventsmarkt im Schloss muss genau geplant werden. Wie jedes Jahr ist auch diesmal wieder ein Losverkauf mit Tombola geplant. Der Erlös kommt diesmal dem Verein »Menschen in Not – Engel helfen« von Sabine Häupl zugute. Auf dem Ablagekasten gegenüber von Christians Schreibtisch sitzt das Schlossgespenst und überlegt angestrengt, wie es helfen kann. Für Kathy steht außer Zweifel, dass Christian ihre Hilfe bei der Spendenaktion ablehnen wird. Grund dafür ist, dass sie halt ein wenig frech ist und ungeschickt dazu. Ihr leichter Hang für den einen oder anderen Unfug macht die Sache nicht besser.
Mit ihren kleinen, zarten Fingern klopft sie rhythmisch auf das Holz des Kastens. Hin und wieder kommt ein langgezogenes »Hmmmmmmmmmm« aus ihrem Mund. Christian wirft ihr daraufhin einen strafenden Blick zu, weil ihn das daran hindert, sich zu konzentrieren. Sie schafft es jedoch nicht, mit dem Stören aufzuhören. Da springt der Direktor auf und sagt – etwas lauter als gewollt: »Ich hol mir einen Kaffee – gibt’s ja nicht, so eine Göre!«
Schnellen Schrittes stürmt er zu Tür und erzeugt dadurch so einen Luftzug, dass einige seiner Notizzettel auf den Boden flattern. Kathy will ein wenig brav sein. Daher schwingt sie sich von ihrem Platz hinunter, um die Papiere aufzusammeln. Neugierig, wie sie ist, liest sie natürlich alles, bevor sie die Teile auf den Schreibtisch legt.
Menschen in Not – Engel helfen, Sammeltag für Familie (nach Wohnungsbrand am 19. November) am Parkplatz … liest das Schlossgespenst.
»Fein! Endlich eine passende Idee!«, ruft es aus und steckt die Notiz in die kleine Tasche, die an ihr Kleid angenäht ist. Natürlich guckt es dabei in Richtung Türe … nicht, dass der Direktor vielleicht in diesem Moment zurückkommt.
Zwei Minuten später betritt Christian mit einer großen Tasse heißem Kaffee sein Büro. Das Fenster steht einen Spalt offen und Kathy ist nicht mehr zu sehen. ›Wahrscheinlich ist ihr einfach zu fad hier‹, denkt er sich. Bei seinem Schlossgespenst wundert ihn ja nichts mehr.
Die nächsten Tage vergehen, ohne dass Kathy etwas anstellt. Sie ist sehr brav und kümmert sich um einsame Gäste. Liest vor und macht lange Spaziergänge mit ihnen. Zwar wird sie vom Schlosspersonal genau beobachtet, ob da nicht doch der eine oder andere Streich geplant wird, aber nichts passiert. Das Schlossgespenst ist brav und folgsam wie nie.
Der 19. November beginnt mit leichtem Regen. Kathy schlüpft unauffällig in das Wäschelager. Diesmal sind nicht die Tischtücher und Vorhänge für sie von Interesse, sondern die Regenbekleidung der Haustechniker. Rechts neben der Türe befindet sich die Garderobe. Das Schlossgespenst schnappt sich die kleinste Regenjacke, die sie finden kann. Zwar schaut Kathy nun aus wie ein Zelt mit Beinen, aber diesmal ist ihr die Schönheit nicht so wichtig. Unauffällig schwebt sie aus dem Lager und fliegt unentdeckt aus dem Schlossgelände zum Parkplatz, wo die Helferlein von »Menschen in Not – Engel helfen« ihren Treffpunkt haben.
Bereits im Landeanflug sieht sie Berge von Kartons und Säcken, die vollgefüllt sind mit Kleidung und Spielsachen. Zwischen all dem sitzt eine junge Frau auf einem Klapphocker und notiert etwas auf einer Liste. Eine andere sortiert in den Kartons.
»Hallo! Ich bin Kathy und komme, um zu helfen.«
Die Frau auf dem Hocker begrüßt das Schlossgespenst freundlich. Sie erschrickt nicht vor dem durchscheinenden Wesen, weil sie schon viel über Kathy und ihre Herzlichkeit gehört hat.
»Perfekt! Heute sortieren wir für zwei Familien, die dringend unsere Hilfe benötigen. Die eine hat zwei Kinder, die dringend Winterkleidung brauchen, aber das Geld fehlt nach einem Brand der Wohnung, und bei der anderen Familie gab es einen enormen Wasserschaden im Haus, sodass alle Möbel, Kleidung und Spielsachen schwer beschädigt sind.«
Die beiden besprechen, wie Kathy helfen kann. So kommt es, dass die junge Frau Kathy zuruft, was gesucht wird. Dann sucht das Schlossgespenst das Gewünschte aus den Kisten und Säcken und bringt es der zweiten Dame, die es in neue Kisten schlichtet. Da das Gespensterwesen fliegen kann, geht das alles schneller als gedacht.
Neue Helfer treffen am Parkplatz ein und verladen die fertigen Hilfspakete, um sie den Familien zu bringen. Bis alles in den Fahrzeugen verladen ist, verschwindet Kathy plötzlich.
Im Schloss klopft es ans Fenster vom Film-Café. Günter, der gerade dort steht, sieht ein kleines grünes Zelt vor dem Fenster schweben. Sofort muss er lachen, ahnt er doch, wer sich darunter verbirgt.
»Kathy! Wie schaust du denn aus? Schon wieder Unfug im Kopf?«, sagt er, als er das Fenster öffnet, damit sie herein kann.
»Frag nicht so viel. Ich hab es eilig. Bitte mach mir schnell fünf Kaffee.«
Günter, den bei Kathy gar nichts wundert, erfüllt den Wunsch. Schlau wie er ist, weiß er, dass sie die warmen Getränke für außerhalb braucht, also füllt er das Gewünschte in Pappbecher mit Deckel und reicht sie der kleinen Frechen auf einem Tablett. Sie schnappt es mit einer Hand, wirft Günter mit der anderen eine Kusshand zu und schon entschwindet sie.
Zwei Minuten später landet Kathy wieder am Parkplatz und drückt jedem Helferlein einen Becher mit warmem Kaffee in die Hand. Die Damen sind gerade mit dem Verladen fertig, und da mit Kathys Hilfe die heutige Aktion rascher fertig war, nützen alle die Gelegenheit, um einmal in Ruhe etwas zu plaudern.
Im Schloss hat keiner – außer Günter – etwas von dem Ausflug mitbekommen. Aber das ist ja auch nicht wichtig. Kathy schläft in dieser Nacht wunderbar und mit einem Lächeln im Gesicht, weil sie Menschen wirklich helfen konnte.
© Karin Pfolz

Falls auch Sie Menschen helfen möchten, die unverschuldet in Not geraten sind, hier die Daten:
Menschen in Not - Engel helfen
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lautend auf: Menschen in Not - Engel helfen
Ihr Geld kommt genau da an, wo es dringend benötigt wird. Schließlich weiß man nie, ob man nicht selbst mal in eine Lage gerät, wo man auf fremde Hilfe angewiesen ist.

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Britta Kummer ist Autorin. Sie schreibt Kinder-, Jugend- und Kochbücher, wurde in Hagen geboren und wohnt heute in Ennepetal. Inzwischen ist auch ein Buch zum Thema MS auf dem Markt.
Ihr Buch „Willkommen zu Hause, Amy" wurde im Januar 2016 mit dem Daisy Book Award ausgezeichnet. Der Kärntner Lesekreis „Lesefuchs“ vergibt in unregelmäßigen Abständen diese Auszeichnung für gute Kinder- und Jugendliteratur.
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07.12.2018: