Viele Fremdwörter, wie z.B. Anglizismen, sind ärgerlich und erklärungsbedürftig Neues Buch erklärt in Deutsch und mit Spaß

Wörter auf Englisch sind mittlerweile eine zusätzliche Sprache geworden. Meist sind sie überflüssig und könnten verständlich und mit gleichem Inhalt auf Deutsch verwendet werden. Keiner kann allerdings vermeiden, die oft ärgerlichen Begriffe zu hören oder zu lesen. Auch andere Fremdwörter durchmischen die deutsche Sprache häufiger als früher.
Es bleibt allerdings nichts anderes übrig als mitzuspielen und zumindest zu wissen, was gemeint ist.
In diesem Sinne möchte das neue Buch mit über 1000 kurz und prägnant, manchmal humorvoll erklärten Begriffen eine kleine Hilfe sein.
Es handelt sich nicht um ein wissenschaftliches Lexikon, sondern enthält eine Auswahl von Begriffen, die im Alltag oft vorkommen.
Es macht Spaß sich in diesem Buch „klug zu machen“.

Umfang 180 Seiten / Preis 9,95 Euro
Verlag: BOD, Norderstedt( ISBN: 978-3-7448-3441-4
Bestellbar über jede Buchhandlung oder Amazon

Als Leseprobe sind unten stehend einige humorvolle Beiträge aus dem Buch angefügt, die mit fremden Begriffen überfrachtet sind und sicherlich besonderen Lesespaß machen.

Alltag im Denglischstress
Animiert vielleicht durch Flyer, Mailings oder ein Attachment in Printmedien - können Sie beim Shopping - z.B. nachdem Sie gechillt haben - eine Top-Performance erwarten. Vielleicht finden Sie bei der Suche nach New fashion einen Eye-catcher „Sale“.Check it und generieren Sie Ihre Coolness. Wir leben alle in einem Environment, das mit Wordings konfrontiert ist, die nicht home made sind. Leider müssen Sie durch den Bottleneck des Learning by doing hindurch. Take it easy, aber meiden Sie face news und achten mehr auf trending Topics!
Einige Live-Beispiele:
Bei Stellenanzeigen werden z.B. Key Account Manager für den Customer Service gesucht. Diese sollen sich bei der Abteilung Human Resources melden, um evtl. in einem Assessment Center durch ein Casting mit Ranking ihre Power und Skills nach einer ultimativen Agenda für Challenges zu outen. Die Performance wird gecheckt und in einem Multiple-choice-Verfahren eingescannt.
Man muss darauf achten, keinen Blackout nach dem Boarding zu haben und sich final nicht als Flop zu desavouieren. Ansonsten sollte man additiv am besten noch einen Bonustrack zulegen. Vielleicht ist man last, but not least auch nur für das Back Office und Desk Research zu gebrauchen.
Nach dem ganzen Procedere kann man chillen oder sich einen Coach oder Consulter engagieren, die im Face-to-face-Talk den wahren mentalen Core ertasten. Um nicht immer Loser zu bleiben sind auch Connections durchaus eine Lösung. Last Hipp sind auch - zum mentalen Upswing - Designer food und ein gutes Feeling, um jedes Adventure zu toppen.
Schauen Sie sich Ihr Daily envirenment einmal an: Sie werden mit viel Bullshit durch Mailings und Flyers und von Call-centers angebotenen Events mega überhäuft, was Ihr Limit übersteigt und evtl. zu einem Burnout führen kann.
Überall in den Medien, wie Television, Papers oder im Internet – finden Sie Reklame für Blockbusters und Global Players, damit Sie deren Corporate Identity erfassen. Sie brauchen nicht unbedingt hinzusehen, denn die nichts sagenden Messages der creativen Eggheads und Art Directors können Ihr mentales Equipment und Ihre Skills nicht bereichern. Da nutzt auch Brainwashing nichts. Überflutet werden Sie z.B. mit weltbewegenden Aussagen wie
• We try harder
• Tune your run
• Explore the city limits
• Inspire the next
• Open your mind

Betrachten Sie es als Challenge zum Survival training und bleiben Sie cool.
Einkaufsbummel in der City
Für ein optimales Procedere bei Ihrem designierten Einkaufsbummel präparieren Sie sich am besten durch eine ABC-Analyse, die eine Selektion Ihrer oft divergierenden Präferenzen generiert. Kontraproduktiv wäre dagegen eine Laissez-faire Attitüde, denn hier könnte in einer finalen Bonus-Malus-Analyse konstatiert werden, dass Sie sich von Medien und den vielen Flyers und Sales-Angeboten permanent usurpieren ließen. Dies hätte dann auch Konsequenzen für Ihren pekuniären Status quo.
Bonustipp: Exponieren Sie das Premiumsegment aus ihrer Einkaufsagenda und ignorieren den marginalen Rest !
Lassen Sie uns in medias res gehen:
Nutzen Sie für den Transfer in die City ökologisch sinnvolle Carrier, wie z.B. das Pedaltaxi, das keine Emissionen hat und den Co2-Wert nicht negiert.
Schauen Sie auf die Offerten der Discounter und seien Sie vorsichtig bei den mit „Sale“ markierten last Hits, die nicht selten marginale Falsifikate von Unternehmen. exzessiv visualisieren. Der Diskont ist nicht unbedingt äquivalent mit dem Benefit, den Sie im Fokus haben sollten. Seien Sie à jour über alle Produkte, die en vogue sind. Trennen Sie sich stante pede von abstrusen und obskuren Novitäten, die meist auch ein Affront gegen den common sense sind und nicht selten nur den Cash-flow und EBIT der Multis alimentieren. Ein gesunder Attentismus statt Ad-hoc-Käufen bewahrt Sie vor Hypertonie und vorzeitiger Erosion oder gar einem GAU Ihrer Valuta. Bleiben Sie lieber ante portas bei ominösen Profitsellern.
Verhandeln Sie konsequent – sogar bei ultimativen XXL-Dessous – und demonstrieren Ihre eloquenten Softskills. Eine devote oder distinguierte Attitüde gegenüber den Shop-Managern oder dem CEO ist nicht indiziert und darf definitiv kein Dogma sein.
Zahlen Sie am besten mit Prepaid cards, damit Sie pekuniär nicht in die Bredouille kommen oder gar Defizite aufweisen.
Wenn Sie als Fazit ohne Lamento mit dem akquirierten Konvolut in ihren Plastiktaschen zufrieden sind, nehmen Sie sich einen Coffee to go oder Eau de vie, manipulieren ihren Navi in Richtung Ihres Refugiums und konstatieren dann saturiert, dass Sie durch ihr TQM effizient zum BIP der EU beigetragen haben.
Tipps für eine amouröse Essenseinladung
Wenn Sie als maskuliner Hoffnungsträger Ihre Flirtpartnerin zum Dinner einladen, seien Sie kein Dilettant und sorgen Sie für ein pittoreskes Ambiente. Ein Fauxpas kann hier schnell zu einem Flop führen und kausaler Background dafür sein, dass Ihre Partnerin stante pede adieu sagt und ihre amourösen Intentionen damit im Off liegen. Suchen Sie am besten ein adäquates Ristorante mit Topranking und high-tech Air condition aus Nach einem Aperitif sollte sie hervorragende Hors-d`oevres ordern und sich vom Sommelier beraten lassen, der Ihnen einen extraordinären Chateau offerieren wird - am besten einen Grand cru. Die Menuefolge sollte summa cum laude sein. Demonstrieren Sie Ihre Präferenz für Haute Cuisine und eruieren Sie die Ambition Ihres Gastes.
Den Gesprächsverlauf werden Sie authentisch durch Aphorismen und Aperçus anreichern. Vermeiden Sie in epischer Breite egozentrische Interpretationen über den Basiszinssatz, den Tec-Dax oder die elektronische Steuerklärung Elster, denn dann werden Sie den Break-even-Point in der interaktiven Harmonie nicht erreichen.
Als Frau sollte man keinesfalls Haute Couture tragen, was auch das pekuniäre Limit exorbitant ins Off bringen würde. Indiziert ist aber Distanz zu einer Prête- à- porter-Staffage. Durchaus angesagt ist aber alternativ ein Outfit nach dem Dernier cri mit einigen Applikationen, die en vogue sind. Als Mann outen Sie sich nicht als Beau oder Parvenu. Zeigen Sie auch keine Anzeichen von Chauvinismus, aber haben Sie die Chuzpe, etwas Innovatives zu zeigen und evtl. als temporärer Comedian ad hoc Stimmung zu generieren. Auch schadet es nicht, sich en passant als eloquenter Connaisseur für Art nouveau und die Avantgarde zu zeigen. Offerieren Sie eloquent, aber dezent, ihren Wissenslevel durch coole Implementierung von fachspezifischen Synonymen und Kürzungen, wie WHO, Xetra, BIP und BNichtrSchG. Kehren Sie auch ihre emotionale Intelligenz heraus und zeigen profunde Empathie für die psychischen Imponderabilien im sozialen Umfeld und die eskalierenden Querelen innerhalb der AWO.
Last but not least achten Sie auf eine Diversifikation der Themen und vermeiden Sie Diskrepanzen in der verbalen Kommunikation. Legen Sie ihren Fokus auf einen dualen Konsens, so dass sich rasch ein „Entre nous- Gefühl“ einstellt. Recherchieren Sie iterativ den mentalen Background ihres Gegenübers. Bleiben Sie aber Opinion Leader. Als Resultat wollen sie doch, dass sich ihr Einladungsengagement optimal amortisiert.
Die pekuniäre Seite regeln sie souverän und diskret (Nicht laut rufen „Ober, die Rechnung“). Bei einem Dissens monieren Sie nicht lauthals und bleiben Sie signifikant cool, denn sonst desavouieren Sie sich und es kommt der Verdacht auf, Sie seien nicht solvent und illiquide oder lebten von der Stütze. Lassen Sie einen möglichen Disput über die Abrechnung nicht zu einer Kakophonie ausarten.
Danach können Sie alles versuchen, damit es nicht später nur zu einer In-vitro-Fertilisation kommen muss. Als Fazit zu konstatieren „Rien ne va plus“ wäre de facto eine Indikation dafür, dass Ihr Procedere submarginal war und summa summarum für Sie keine Dividende brachte.