Die bewegte Geschichte des Hoover Damms

Bei dem Hoover Damm handelt es sich um eine Talsperre im Black Canyon, die sich auf der Grenze zwischen den beiden US-Bundesstaaten Nevada und Arizona befindet. In nur weniger als 50 Kilometer Entfernung befindet sich die Stadt Las Vegas. Das Absperrbauwerk staut den Colorado River. Dieser Fluss bildet wiederum die Grenze zwischen Arizona und Nevada. Dadurch entstand der aufgestaute See Lake Mead. Dieser See hat eine Fläche von über 60.000 Hektar und eine Länge von ca. 170 m und eine maximale Tiefe von etwa 180 Metern. In ihm sollen über 30 Milliarden Kubikmeter Wasser gespeichert werden können. Damit ist er der größte Stausee in den USA.

Sicherlich ist es alleine deswegen bestimmt schon einen Ausflug dorthin wert. Aber das ist natürlich nicht der Grund ,warum der Hoover Damm überhaupt gebaut wurde.

Zweck der Staudamm-Baus

Der Hauptzweck für den Bau der Talsperre war die kontrollierte Wasserabgabe in Arizona, Nevada und Kalifornien.

Die Geschichte

Immer im Frühjahr, wenn die Schneeschmelze in den Rocky Mountains begann, floss das ganze Tauwasser in den Colorado River. Das hatte zur Folge, dass der Fluss über seine Ufer trat und viele Teile des Landes überschwemmte. Dagegen war im Sommer das Flussbett teilweise so ausgetrocknet, dass dann für die ansässigen Siedler zu wenig Wasser für ihre Felder und ihre Tiere zur Verfügung stand. Um dort ein besseres Verhältnis zu schaffen und dadurch Überschwemmungen und Dürre auszugleichen, hatte der damalige Direktor des "Bureau of Reclamation" Arthur P. Davis die Idee, mit Hilfe einer Staumauer den Colorado River in den Griff zu bekommen. Dieser Vorschlag kam im Jahre 1918 und brauchte danach aber noch zehn Jahre mehr, bis der amerikanische Kongress im Jahre 1928 den Bau auch erlaubte.

Für den Bau wurden zwei Standorte für besonders günstig gehalten. Zum Ersten der Boulder Canyon und zum Zweiten der weiter flussabwärts liegende Black Canyon. Entscheidend für die Standortwahl waren die Speicherkapazität des Stausees, die Tragfähigkeit der Felswände und auch die Nähe zu einer vorhandenen Infrastruktur. Darum hatte man sich dann zum Schluss für den Black Canyon entschieden.

Der Bau

Bevor man mit dem eigentlichen Bau beginnen konnte, musste erst einmal dafür das Flussbett des Colorado Rivers trocken gelegt werden. Um das zu ermöglichen, wurden zwei Tunnel auf beiden Seiten des Flusses in die Felswände eingearbeitet. In diesen Tunneln sollte das Wasser um die Baustelle herumgeleitet werden. Dafür musste mit Sprengstoff gearbeitet werden. Das war eine sehr gefährliche und anstrengende Arbeit für die Arbeiter. Alleine die Bauzeit der Tunnel dauerte 2 Jahre. Danach hatten die Tunnel einen Durchmesser von 17 Metern und jeweils eine Länge von 1200 Metern. Als dann die Baustelle trocken gelegt war, konnte man mit dem Ausbaggern des Flussbettes und das Lösen von lockerem Gestein an den Felswänden beginnen.

Als das auch abgeschlossen war, konnte mit dem eigentlichen Bau des Hoover Dams begonnen werden. Er wurde im Jahr 1935 fertiggestellt. Die Kosten dafür beliefen sich über 160 Millionen Dollar. Insgesamt waren für den Bau ca. 5000 Arbeiter nötig gewesen. Davon starben über 90 wegen Arbeitsunfällen, Erschöpfung oder Hitzeschlag. Noch mehr weiterführende Informationen zum Hoover Dam bezüglich der Geschichte, Entstehung und der Auswirkungen findet man unter dem vor-stehendem Link im Netz.

16.06.2017: | |