10 Jahre Jägervereinigung Oberhessen: großer Festakt mit über 150 Jagdhornbläsern in Grünberger Gallushalle

Grünberg, 10. Juli 2014 – Mit einem großen Festakt mit Bläsertreffen begeht die Jägervereinigung Oberhessen e. V. (JVO) am Samstag, 19. Juli 2014 ihr zehnjähriges Gründungsjubiläum. Zu den Feierlichkeiten im großen Saal der Gallushalle in Grünberg erwartet die JVO rund 300 geladene Gäste, darunter mehr als 150 Jagdhornbläser. Als Ehrengäste sind angekündigt: Anita Schneider, Landrätin im Landkreis Gießen, Dr. Jürgen Ellenberger, Präsident des Landesjagdverbandes Hessen, sowie der Bundes- und Landesbläserobmann Jürgen Keller.

Neun Bläsergruppen aus Mittelhessen werden bei der Jubiläumsfeier der Jägervereinigung Oberhessen auftreten und ein reichhaltiges Repertoire darbieten vom Hubertusmarsch über La Fête au Château bis zu Amazing Grace. Neben Ansprachen und Grußworten stehen Ehrungen von Mitgliedern und Vereinsgründern auf dem Programm.

Gegründet wurde die Jägervereinigung Oberhessen e. V. am 17. Mai 2004 in Lich-Eberstadt durch Horst Agel (Pohlheim), Karl-Heinz Göbel (Wettenberg), Inge Kleinschmidt-Metzger (Langgöns), Horst Metzger (Langgöns), Helmut Nickel (Grünberg), Gert Reh (Gießen), Irina Reh (Grünberg), Klaus Schmidt (Rabenau), Klaus-Dieter Schmidt (Laubach) und Ottfried Weber (Grünberg). Karl-Heinz Göbel, Gert Reh und Klaus Schmidt bilden seit der Vereinsgründung den Ältestenrat. Klaus-Dieter Schmidt ist Hundeobmann der JVO, seit der Verein 2008 in die Gebrauchshundeausbildung einstieg. Die Schriftführerin Irina Reh und der erste Vorsitzende Helmut Nickel sind seit der Gründung in ihren Vorstandsfunktionen tätig.

„Warum gründeten wir 2004 eine weitere Jägervereinigung, wo es doch in der Region zu diesem Zeitpunkt schon mehrere gab?“, fragt der JVO-Vorsitzende Helmut Nickel. „Zum einen wollten wir neue Wege in der Jungjägerausbildung gehen. Wir wollten eine effiziente Ausbildung schaffen, die sowohl den Anforderungen der modernen Berufswelt gerecht wird als auch den Herausforderungen der Jagdpraxis.“ Statt der üblichen einjährigen Theoriephase führte die JVO eine Intensivausbildung von wenigen Wochen Dauer ein, an die sich nach Bestehen der Prüfung ein Praxisjahr mit Mentorenprogramm im Revier anschließt. Die Ausbilder sind professionelle Lehrkräfte einer Jagdschule. „Dass wir mit diesem neuartigen Ausbildungssystem den richtigen Weg eingeschlagen haben, lässt sich leicht nachrechnen“, betont Nickel. „Seit dem Start der JVO-Jungjägerausbildung im Jahr 2005 haben alle unsere Prüflinge das ‚grüne Abitur’ auf Anhieb bestanden.“

Ein weiteres wichtiges Gründungsziel der Jägervereinigung war der Naturschutz. Die Vereinssatzung legt entsprechend fest, dass ein Ausschuss für Artenschutz, Naturschutz und Biotoperhaltung bestehen muss. Dessen Projekte reichen vom Kitzschutz vor der Mahd bis zur – ganz aktuell – Auswilderung des europäischen Uhus. Mit einem Ehrenpreis für Naturschutz und Tierschutz honoriert die JVO zudem regelmäßig Naturschutz- und Tierschutzarbeit über die Vereinsgrenzen hinaus.

Großen Wert legt die JVO auf eine herausragende Jagdhundeausbildung, bei der einzelne Rassen weder bevorzugt noch benachteiligt werden. Hinzu kommt die Brauchtumspflege: So hat die JVO 2005 den historischen „Jägerschlag“ wiederbelebt, was nach und nach auch andere Vereine übernommen haben. Seit 2009 bildet der Verein kostenlos Jagdhornbläser aus; ein Angebot, das sich auch an Nichtjäger richtet.

„Sehr wichtig ist uns Gründungsmitgliedern außerdem seit jeher, dass wir durch eine gute Vereinspolitik die Interessen von Jägerinnen und Jägern mit starker Stimme vertreten“, hebt Nickel hervor. Die konsequente Interessenvertretung nach außen und die familiäre Vereinsatmosphäre seien wesentliche Gründe dafür, dass sich zahlreiche Waidfrauen und
-männer der JVO angeschlossen hätten.

Helmut Nickel ist seit der Vereinsgründung als erster Vorsitzender – und als Sprachrohr – der JVO aktiv. Er ist Jagdhornbläser und Hundeführer, Revierpächter seit 30 Jahren, Autor jagdpolitischer Veröffentlichungen und engagiert in der Öffentlichkeitsarbeit wie in der Jagdpolitik. Als Förderer des Jagdgebrauchshundewesens stellt er sein Revier uneingeschränkt zur Ausbildung der Tiere zur Verfügung. Auf ihn ist das erfolgreiche Jungjägerausbildungskonzept der Jägervereinigung zurückzuführen.

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