NPL Select Vertriebs GmbH: Führt EU-Wohnimmobilien-Kreditrichtlinie zu mehr Verbrauchersicherheit?

Wiesbaden, 17.02.2014. In spätestens zwei Jahren sollen deutsche Immobilienkäufer, die hierzu einen Kredit aufnehmen, besser beraten werden. So jedenfalls will es die Europäische Union und hat hierzu die EU-Wohnimmobilien-Kreditrichtlinie geschaffen. „Es ist zu erwarten, dass die EU mit dieser erneuten Vorgabe das Beratungsgeschäft in Deutschland weiter regulieren wird – verbunden mit den entsprechenden Auswirkungen auf die Vermittler“, meint Thomas Vogel als Geschäftsführer der NPL Select Vertriebs GmbH. Sein Unternehmen hat sich auf nachhaltige Investments im Marktsegment NPL sowie die Investition in Real-Immobilien mit Entwicklungspotential spezialisiert.

Im Vordergrund der Wohnimmobilien-Kreditrichtlinie steht dabei die Wohlverhaltenspflicht des Vermittlers. Der Kunde muss umfangreich darüber aufgeklärt werden, welche möglichen Folgen ein Kredit auf seine Zukunft haben könnte. Die Beratung wird hierbei als persönliche Empfehlung gewertet, die unbeeinflusst von der Vergütungsstruktur sein muss, die eine derartige Empfehlung auslöst. Beratung und getroffene Entscheidungen sind dabei sehr genau zu dokumentieren. In der Praxis wird dies eine Beratung deutlich erschweren, da sie ja von vielen Annahmen ausgehen muss. Wer will heute bereits mit Gewissheit sagen können, wie sich die wirtschaftliche Situation des Käufers in einigen Jahren darstellen wird?

„Auch an den Berater selbst werden die Anforderungen steigen“, erklärt der Geschäftsführer der NPL Select Vertriebs GmbH. Er muss künftig entsprechende Fachkenntnisse nachweisen, sich registrieren und ausreichend versichern. Hierzu wird es ein entsprechendes Zulassungsverfahren geben. In anderen Ländern, in denen diese Vorgaben bereits einzuhalten sind, hat dies zu einer deutlichen Reduzierung der Beraterschaft geführt. Dies dürfte auch eine Folge hierzulande sein. Alleine die notwendigen organisatorischen Vorgaben führen zu einer deutlichen Kostensteigerung und machen damit gelegentliche Beratungen ineffektiv. In der Folge dürfte sich die Entwicklung zum Spezialistentum weiter fortsetzen.

Grundsätzlich hält Vogel diese Entwicklung für richtig und mehr Transparenz sowie Informationstransfer habe schon immer zu besseren Ergebnissen geführt. „Allerdings ist auch ein gegenteiliger Effekt spürbar“, erklärt der NPL Select Vertriebsgeschäftsführer. Er spielt damit auf das jüngste Ergebnis einer umfangreichen Bankenstudie an. Auch am Bankschalter haben sich in den letzten Jahren die Anforderungen deutlich erhöht. Die Studie zeigt nun, dass sich Bankberater wie Kunden gleichermaßen „überfordert“ fühlen und daher verstärkt zu Standardanlagen tendieren. Diese dürften in der Regel den individuellen Anlagezielen eher weniger entsprechen.

Weitere Informationen unter http://www.npl-select.de