Arm im Alter

Viele Deutsche fürchten sich immer mehr davor, im Rentenalter arm zu sein, weil ihnen die staatliche Rente nicht ausreicht. Dass diese Angst nicht unbegründet ist, weiß Verlagsinhaberin und Buchautorin des A.S. Rosengarten-Verlags, Angelika C. Schweizer. In ihrem gerade erst erschienenen Buch, mit dem provokativen Titel "Der Arsch ist ab - so ist das mit dem Alter" ist Altersarmut nur eines von vielen Themen, mit denen sich Schweizer in diesem Buch auseinandersetzt. Da arbeitet ein Mensch ein Leben lang und muss sich dann im Rentenalter nach einem Nebenjob umsehen, um überhaupt über die Runden zu kommen. Von den Goldenen Jahren also keine Spur. Schweizer deckt in diesem Buch Tabus auf, die Sie erstaunen und schockieren werden. Hätten Sie gedacht, dass alleine 2 Millionen Deutsche täglich auf einen Rollator angewiesen sind? Die Zahl derer, die im Alter alkoholabhängig sind, soll hier erst gar nicht genannt werden. Schweizer sagt hierzu in ihrem Buch: "Man muss nicht nur vom Koma-Saufen bei Jugendlichen sprechen, sondern auch vom Oma-Saufen".

Schweizer hat sich auf die Suche nach "hochaltrigen" Menschen gemacht und sie auch gefunden. Sie sprechen in diesem Buch darüber, wie sie mit dem Alter klar kommen, was das Leben noch lebenswert macht. Dabei ist der Grundtenor einheitlich: "Durchwachsen".

Schweizer nimmt, wie man es mittlerweile von ihr gewohnt ist, kein Blatt vor den Mund und dürfte für ihren offenen Schreibstil auch Kritik ernten. Das nimmt sie in Kauf und sagt dazu: "Das Bild, das ich hier vom Alter male, wünsche ich niemandem, aber ich berichte nur von Tatsachen".

Trotz des ernsten Themas hat das 146 Seiten umfassende Taschenbuch auch Witz und Humor, besonders durch die schwäbischen Dialoge, die es enthält.

Leben ist, wenn man noch lachen kann, selbst wenn alles schon zum Heulen ist. Also lesen Sie los und stellen sich die Frage, ob bei Ihnen der Arsch auch schon ab ist.


Über Angelika Schweizer