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Bombenexplosionen in Damaskus

In der Altstadt von Damaskus ist eine Bombe explodiert. Das einst bei Touristen sehr beliebte Viertel Bab Sharki am bekannten gleichnamigen Tor wurde Schauplatz eines Bombenattentates, bei dem staatlichen syrischen Medien zufolge mindestens vier Menschen getötet und acht weitere verletzt worden sein sollen. Auf Youtube kursierende Videos einer Überwachungskamera zeigen, wie sich das Attentat ereignet hat. In der historischen Altstadt von Damaskus ist bisher noch keine Bombe explodiert – im Gegensatz zu vielen anderen Vierteln in Damaskus wie Midan und Vororten wie Dscharamana.
Bisher hat sich niemand zu den Anschlägen bekannt. Das Regime beschuldigt terroristische Gruppen. Da in der Altstadt vor allem Christen leben, die eher auf der Seite des Regimes stehen, ist ein Anschlag von einer der unterschiedlichen und teils islamistischen Rebellengruppen durchaus wahrscheinlich..

Weitere Anschläge in der syrischen Hauptstadt Damaskus"

Auch an einer nahe gelegenen Kirche in der Altstadt soll sich eine Explosion ereignet haben, bei dem sich ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt hat. Währenddessen sind dem Facebook-Gruppa Dscharamana News zufolge am Samstag, den 29.06.2013 im regimetreuen Stadtteil Dscharamana Granaten in eine Schule eingeschlagen. Dabei entstand erheblicher Sachschaden. Zu Schaden kam niemand, da am Samstag in Syrien schulfrei ist.

Die Altstadt von Damaskus gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Erst wenige Tage zuvor hatte die UNESCO alle syrischen Welterbestätten auf die Rote Liste gesetzt.

Weltkulturerbe in Aleppo beschädigt

Teile der Altstadt von Aleppo im Norden Syriens wurden bereits bei Kämpfen stark beschädigt. Dazu gehören unter anderem Teile des Basars, die Zitadelle und die Omayyadenmoschee. Das Minarett stürzte im März 2013 nach Kampfhandlungen zwischen Truppen des Regimes und Rebellen ein. In Damaskus war die Lage bisher noch nicht so schlimm, da die Kämpfe vor allem in Außenbezirken wie al-Ghouta und Stadtvierteln wie Mukhayyam Yarmuk und Barze stattfanden.

Neue strategische Kriegsführung des Regimes

Aktuellen Medienberichten zufolge gewinnt das Regime nach der Schlacht um das strategisch bedeutsame Qusair immer mehr an Boden. Zuletzt wurden Rebellenviertel in Homs vom Regime angegriffen. Gleichzeitig unterstützen Länder wie Saudi Arabien und Qatar sowie zunehmend auch der Westen unterschiedliche Rebellengruppen mit technischem Gerät und Waffen. Eine Lösung oder gar ein Ende des Konflikts ist nicht in Sicht. Mittlerweile sollen seit Beginn der Unruhen im März 2011 über 80.000 Menschen getötet worden sein.

Libanesische Politiker fordern das Schließen der Grenze zu Syrien

Währenddessen warnen libanesische Politiker vor terroristischen Aktivitäten im Libanon und fordern ein Schließen der Grenzen, um in Syrien operierende terroristische Rebellengruppen daran zu hindern, auch im Libanon aktiv zu werden. Insbesondere im Nordlibanon in der Stadt Tripoli toben schon seit längerer Zeit Kämpfe zwischen den dort ansässigen Sunniten und Alawiten.

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Das Portal orientsonne.de informiert seit 2008 über Sehenswürdigkeiten im Orient und insbesondere über Syrien, Libanon, Jordanien und die Türkei. Aufgrund des Bürgerkrieges in Syrien berichtet das Portal zunehmend auch über die aktuelle Situation in Syrien.

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