Nicht nur in der Urlaubszeit: Produktpiraterie gefährdet Gesundheit von Verbrauchern

Nottuln, 29. Mai 2013. Wenn ein Markenprodukt zu einem sehr günstigen Preis angeboten wird, kann man in den meisten Fällen davon ausgehen, dass es sich um eine Produktfälschung handelt. Die Freude über das Urlaubsschnäppchen währt oft nicht lange: Die Verarbeitung minderwertiger Materialien bedeutet ein erhöhtes Unfall- und Gesundheitsrisiko, zudem kann der Kauf rechtliche Konsequenzen haben. „Wer Verbraucher vor den Gefahren der Produkt- und Markenpiraterie bewahren will, muss für einen durchgehenden Fälschungsschutz in den Produktions- und Lieferketten sorgen, von der Industrie über den Handel bis zum Konsumenten“, erklärt Ralf Simons, Geschäftsführer der 3S Simons Security Systems GmbH. „Denn jedes Produkt, von dem Gesundheit und Leben abhängt, sollte der Endverbraucher zweifelsfrei als Original identifizieren können.“ Möglich ist dies beispielsweise mit dem Produktkennzeichnungssystem SECUTAG®. Für die Überprüfung auf Originalität wird lediglich ein handelsübliches Stabmikroskop benötigt. Das Unternehmen 3S ist renommierter Hersteller von Kennzeichnungssystemen für den branchenübergreifenden Plagiatschutz.

Die Fälscher sind auf dem Vormarsch

Zöllner untersuchten 2012 im Hamburger Hafen mehrere Container aus China. Da die Röntgenbildauswertung Unregelmäßigkeiten anzeigte, öffneten die Beamten die Transportbehälter. Neben der angemeldeten Fracht fanden sie 151.000 Flakons mit gefälschtem, hochwertigem Markenparfüm; der Originalwarenwert belief sich auf rund 7,5 Millionen Euro. Es handelte sich um die größte Menge Parfümartikel, die bis dahin in Deutschland beschlagnahmt wurde. Das Beispiel zeigt: Die Produktpiraterie ist weiterhin eine boomende Branche. Die Produktpalette ist breit gefächert und richtet sich vor allem an Endverbraucher. Am häufigsten werden Sonnenbrillen, Taschen, Uhren, Schmuck, Textilien, Schuhe, Parfüms, Kosmetik, Medikamente, Spielzeug, Unterhaltungselektronik, Mobiltelefone und Sportgeräte gefälscht.

Eine Fälschung liegt vor, wenn ein Produkt unter Verletzung von Sonderschutzrechten (Marken, Patente) oder in wettbewerbswidriger Weise (Verwechslungsgefahr, Ausnutzung des guten Rufs des Originalherstellers) nachgebaut wird. 2012 hat der deutsche Zoll in 23.883 Fällen gefälschte Waren im Wert von 127,4 Millionen Euro an den Grenzen gestoppt, im Vorjahr waren es noch 82,6 Millionen Euro - das ist ein Anstieg um 54,2 Prozent. Der größte Teil war für den privaten Konsum bestimmt. Hauptherkunftsländer sind nach wie vor China und die Sonderverwaltungszone Hongkong. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) schätzt den Schaden, der weltweit jährlich durch Plagiate verursacht wird, auf über 203 Milliarden Euro. Wie viele Arbeitsplätze in hochindustrialisierten Ländern wie Deutschland durch Marken- und Produktpiraterie verloren gehen, ist schwer zu beziffern; seriöse Schätzungen gehen von mehreren Tausend jährlich aus.

Versteckte Gefahren für Verbraucher

Der gesamtwirtschaftliche Schaden ist immens; dazu kommen noch verschiedene Risiken und Gefahren, mit denen Verbraucher rechnen müssen. Denn wer Plagiate herstellt oder in Umlauf bringt, interessiert sich herzlich wenig für die Qualität und Haltbarkeit der verwendeten Materialien und führt auch keine Produktkontrollen durch. Produktpiraten übernehmen weder Gewährleistungsansprüche noch Produkthaftungsfälle. Nicht überraschend, dass gefälschte Sonnenbrillen wegen fehlender UV-Filter die Augen schädigen und in Handtaschen giftige Farben nachweisbar sind. Chic aussehende Sportschuhe sind nur mangelhaft gedämpft, in vermeintlicher Markenbekleidung finden sich Allergien auslösende Stoffe, Handy-Akkus können explodieren. Kosmetika werden aus minderwertigen Grundstoffen zusammengerührt, die Sicherheitsanforderungen für Kinderspielzeug generell nicht beachtet. Diese potenziellen Unfall- und Gesundheitsgefahren machen das vermeintliche Schnäppchen zu einem unkalkulierbaren Risiko für den Verbraucher.

Gefälschte Ware - selten ein Urlaubsschnäppchen

Riskant ist der Kauf von Plagiaten aber auch aus einem weiteren Grund. Wer im Urlaub eine Designerhandtasche zu einem besonders günstigen Preis erwirbt, rechnet meistens damit, dass es sich dabei um ein kopiertes Markenprodukt handelt. Er muss sich aber bewusst sein, dass der Erwerb von Fälschungen in einigen Ländern strafbar ist – so kann in Italien eine Geldbuße von bis zu 10.000 Euro fällig werden. Wie hoch die Strafe im Einzelfall ausfällt, liegt im Ermessen der Behörden. In Frankreich ist sogar eine Gefängnisstrafe möglich.

In Deutschland schreitet der Zoll ein, wenn der Warenwert bei der Einreise aus einem Nicht-EU-Staat die Reisefreigrenzen überschreitet (430 Euro für Reisende im Flug- und Seeverkehr, 300 Euro für sonstige Reisende, 175 Euro für Kinder unter 15 Jahren). In diesem Fall muss eine Einfuhrabgabe entrichtet werden, die dem Wert des Originalprodukts entspricht. Das vermeintlich günstige Urlaubssouvenir entpuppt sich dann als teures Mitbringsel, das dem Urlauber viel Ärger bereitet. Der Zoll kann zudem die Ware beschlagnahmen und die Markenfirma benachrichtigen. In den meisten Fällen wird diese vom Käufer eine Unterlassungserklärung verlangen. Ware und Geld sind dann weg, häufig stellt der Firmenanwalt eine Rechnung. Konfisziert wird die Ware auch, wenn der Verdacht besteht, dass sie in Deutschland weiterverkauft werden soll. Bei mehreren Paaren gefälschter Sportschuhe gehen die Kontrolleure davon aus, dass die Ware zu geschäftlichen Zwecken genutzt werden soll. Es droht ein Bußgeld-, eventuell auch ein Strafverfahren.

Fälschungen sind attraktiv, weil sie sehr günstig sind - bei Spontankäufen im Urlaub werden Bedenken wegen geringer Qualität und mangelhafter Sicherheit oft beiseite geschoben. Ärgerlich ist es jedoch, wenn für ein Markenprodukt der handelsübliche Preis entrichtet wird und sich der Gegenstand im Nachhinein als Fälschung herausstellt. Denn immer wieder verkaufen Produktpiraten ihre Nachbildungen als Originalprodukt zum Originalpreis.

Immer mehr gefälschte Medikamente auf dem Markt

Besonders bedrohlich ist die Entwicklung im Bereich Medikamentenfälschung: 2012 beschlagnahmte der deutsche Zoll 321.300 gefälschte Arzneimittel in einem Wert von 4,8 Millionen Euro. Dies bedeutet einen Anstieg um 54,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Haupteinfallstor für Arzneimittelfälschungen sind unseriöse, meistens außerhalb der EU ansässige Internet-Versender, die immer öfter mit einem perfekten Webauftritt in ausgezeichnetem Deutsch für ihre Produkte werben. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass mindestens die Hälfte der über illegale Internet-Versender verkauften Medikamente gefälscht ist. Angeboten werden bei diesen vor allem Potenz-, Schlaf-, Schmerz-, Diät- und Haarwuchsmittel, Herzpräparate, Anabolika sowie Wachstumshormone, die größtenteils in Indien, China, Afrika und Osteuropa hergestellt werden. Über Zusammensetzung und Wirkweise dieser Pseudo-Arzneien kann nur gemutmaßt werden: Im günstigsten Fall bewirkt die Einnahme gar nichts – allerdings auch keine Linderung oder Heilung. Im schlimmsten Fall endet sie tödlich.

Was viele Verbraucher nicht wissen: Der Import von in Deutschland nicht zugelassenen Medikamenten durch Privatpersonen stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einer Geldbuße bestraft werden kann. Verbraucher sollten daher sehr genau abwägen, ob es sich lohnt, für ein Schnäppchen eine Vielzahl von Risiken einzugehen, die im schlimmsten Fall ihre Gesundheit schädigen können.

Sicherheitslücken in der Lieferkette schließen

Spätestens an diesem Punkt wird deutlich, dass Fälschungsschutz eine zentrale Frage für den Verbraucherschutz ist: Denn jedes Produkt, von dem Gesundheit und Leben abhängt, sollte der Endverbraucher zweifelsfrei als Original identifizieren können. Um Verbraucher vor Produktpiraterie zu schützen, wurden auf nationaler wie internationaler Ebene verschiedene Gesetze, Richtlinien, Übereinkommen und Maßnahmenpakete verabschiedet. Bis diese greifen, wird jedoch noch einige Zeit vergehen. Und auch dann ist nicht sicher, ob das Eindringen von gefälschten Produkten in die legalen Verteilerketten von den Originalherstellern über den Handel bis zu den Verkaufsstellen vollständig unterbunden werden kann. Industrie und Handel wären daher gut beraten, wenn sie von sich aus Produktkennzeichnungssysteme einführen würden, mit denen die Verbraucher die Originalität eines Produkts zweifelsfrei identifizieren können - ganz gleich, ob es sich um eine Markenjeans, ein Smartphone oder ein Medikament handelt.

Möglich wäre dies mit dem Produktkennzeichnungssystem SECUTAG® der 3S Simons Security Systems GmbH. Hierbei handelt es sich um Mikro-Farbcodes, die für das Auge unsichtbar sind und auf nahezu allen Oberflächen aufgebracht werden können. Für die Überprüfung auf Originalität wird lediglich ein handelsübliches Stabmikroskop benötigt. Damit sind Fälschungen von Markenartikeln schnell und zuverlässig zu identifizieren. Das Farbcodesystem ist seit über 15 Jahren fälschungssicher und wird vor Gericht als Beweismittel anerkannt.

3S Simons Security Systems GmbH

Die 3S Simons Security Systems GmbH ist international renommierter Hersteller von Kennzeichnungssystemen für den rechtssicheren Plagiatschutz. Auf der Basis der weltweit kleinsten Mikro-Farbcodes SECUTAG® hat das Unternehmen verschiedene Branchenlösungen für den umfassenden Fälschungsschutz entwickelt. Mit diesen können u.a. Produkte aller Industriezweige, Ersatz- und Zubehörteile, Werkzeuge, Medikamente, Kosmetika, Textilien, Sport- und Lifestyleartikel, Kunstwerke, Primär- und Sekundärverpackungen, Prüfsiegel, Verschlussmarken, Paletten, Dokumente, Zertifikate und Warenwirtschaftsdaten gesichert werden. Darüber hinaus lassen sich die Sicherheitslösungen von 3S mit Systemen für Rückverfolgung (z. B. Datamatrix, RFID) kombinieren, so dass die gesamte Produktions- und Lieferkette durchgehend vor Plagiaten geschützt ist.

Weitere Informationen zum rechtssicheren Plagiatschutz unter www.secutag.com


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