RTL II Frauentausch-Kandidatin wegen Hartz-IV-Betrug angeklagt

So hatte sich die 26-Jährige Sonja K. ihr Fernsehdebüt nicht vorgestellt. Sie nahm Ende 2010 an der RTL2-Serie “Frauentausch” teil.

In dieser Zeit bezog sie Arbeitslosengeld II, genau wie ihr damaliger Mann und ihre drei Kinder, in Höhe von 1.079 Euro.

Nach Drehschluss erhielt die Familie eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 1.500 Euro.

Ihren Auftritt in der TV-Serie sah ausgerechnet ein Mitarbeiter des Jobcenters Haßberge. Was folgte, war eine Anzeige wegen Betrugs.

Denn die Einnahmen wurden nie beim Jobcenter angegeben.

Sonja K. erklärte dem Gericht, dass sie von ihrem damaligen Mann zu der Tat genötigt worden war, weil dieser sich einen neuen Roller kaufen wollte.

Ende 2011 wurde dem Paar ein Rückforderungsbescheid zugesandt, der aber unbezahlt blieb.

Der vorsitzende Richter verurteilte die Angeklagte wegen Betrugs zu einer Zahlung von 50 Tagessätzen zu je 35 Euro, den Ex-Mann zu 90 Tagessätzen zu je 30 Euro.

Wie ihr denn die Dreharbeiten zu “Frauentausch” gefallen hätten, wollte Richter Wiltschka schon noch wissen.

“Das ist alles nur Fake”, beschied die Laiendarstellerin grimmig. Wiltschka lachte: “Was haben Sie denn gedacht?”


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