omtv Communications Inc. News: Was ist los bei Q-Cells: Chance auf Übernahme?

02.07.2012

Eine chinesische Solarfirma zeigt Interesse an der insolventen Solarfirma Q-Cells. Zumindest die Mitarbeiter können sich Hoffnungen machen. Doch Solarexperte Wolfgang Hummel hat noch Bedenken.

Mitarbeiter der seit April insolventen Q-Cells schöpfen Hoffnung. So sagte am Freitag ein Sprecher der südkoreanischen Hanwah gegenüber der Presse, dass man eine Übernahme von Q-Cells prüfe. Die Südkoreaner sollen bereits Einblick in die Bilanz der gescheiterten (siehe auch: „Das Ende") Solarfirma erhalten haben.

Solarexperte Wolfgang Hummel bleibt jedoch gegenüber dem AKTIONÄR zurückhaltend: "Skeptisch muss die Veröffentlichung über einen möglichen Einstieg zum gegenwärtigen Zeitpunkt stimmen, da in diesen Tagen auch die Zahlung des für drei Monate gewährten Insolvenzgeldes ausläuft. Die Kommunikation für angebliche Kaufabsichten von Investoren dient häufig dazu, von den Gläubigerbanken einen Massekostenzuschuss zur Fortführung des Insolvenzverfahrens zu erhalten. Es wird damit einfach Zeit gekauft."

Hummel weißt zudem darauf hin, dass eine Unternehmensprüfung wie angeblich durch Hanwah nur geschehen sein könnte, um einen Wettbewerber im Hinblick auf Kostenstruktur und Know-how zu analysieren.

Immerhin gibt es bereits Anknüpfungspunkte zwischen Q-Cells und den Asiaten. Solarfun (mittlerweile Hanwah SolarOne) lieferte ab 2009 Module, in denen von Q-Cells produzierte Zellen verbaut werden sollten. Im Rahmen des Einstiegs bei Solarfun erwarb Hanwah auch Aktien von Good Energies - dem Hauptgesellschafter von Q-Cells.

Abschließend stellt Wolfgang Hummel fest: "Ein Interesse an Q-Cells wäre im günstigsten Fall darauf gerichtet, über die Marke und das Vertriebsnetz den Absatz zu steigern. Die Übernahme von Fertigungskapazität ist wenig wahrscheinlich."

Aktie meiden

Selbst wenn Teile Q-Cells einen Käufer finden würden: Die Eigenkapitalgeber beziehungsweise Aktionäre dürften weiter leer ausgehen. Wer auf ein Comeback der Solarbranche spekulieren möchte, sollte vielmehr auf gut positionierte Player wie etwa dem US-Wechselrichterhersteller Power-One setzen.

DER AKTIONÄR bleibt bei seiner deutlichen Verkaufsempfehlung für Q-Cells ("Jetzt ist alles klar").

Quelle: Der Aktionär

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