Pal Dragos: Empfindungskrise und Suchtentwicklung - Gefahr der digitalen Sucht - Ende der altbürgerlichen Welt

Das Ende der „altbürgerlichen“ Welt, das Vakuum in der Postmoderne, verlangt nach immer mehr Opfergaben. Die immer größer werdende Zahl der Suchterkrankungen gehört dazu.

Das Kopfbürgertum (Intellektualismus) erkennt jedoch seine eigene Krise nicht. Durch die zunehmende Verhärtungstendenz seines klassischen Subjekts kann es zunehmend nur noch einen Computer imitieren, die Empfindungsfähigkeit geht verloren.

Die Welt der Empfindungen kann nur das zukünftige Subjekt (lebendiges Subjekt) zusammenhalten. Diese braucht man als Gegenkraft zu dem eine Differenz schaffenden Computerdenken. Das lebendige Subjekt braucht nämlich beides, sowohl die Differenz wie auch die Einheit. Keines von beiden darf auf Kosten des anderen gehen.

Wer die Empfindungsfähigkeit nicht entwickeln kann, ist durch Suchtkrankheiten extrem gefährdet. Suchtmittel sind Ersatzlieferanten für die Empfindung. Die von der Sucht erzeugten Illusionen im emotionalen Bereich machen durch ihre Fremdbestimmung abhängig. Die Einheit der Person geht verloren.

Auch die Online-Kommunikation, wie bei Facebook o. ä. ist nicht frei von der Gefahr der Sucht. Wer auf seine Empfindung verzichtet und sein Subjekt in der Internet- Community aufgehen lässt, verliert sich selbst und opfert sich einer Maschine. Die Befreiung von dieser digitalen Gefahr bedeutet, weder das eigene Selbst zu vernichten, noch gegen die digitale Welt zu agieren, sondern die Maschine in den Dienst des eigenen Selbst zu stellen.

Zum obigen Zusammenhang lesen sie auch vom selben Autor: „Burnout-Syndrom – Zerstörung der Empfindungsfähigkeit –Ende des klassischen Subjekts“ vom 22.11.2011 unter www.wachstumstrend.de in der Rubrik „Weitere Presseveröffentlichungen“
Kostenfreie Leseproben zu den Büchern von Pal Dragos finden Sie unter: www.pal-dragos.de

22.05.2012:

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