Gut gelaunt in die dunkle Jahreszeit starten

Jan Prinzhausen von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement/BSA-Akademie erklärt, wie man den zunehmenden Mangel an UV-Strahlung im Herbst/Winter mit der richtigen Ernährung kompensiert, ohne dem Naschdrang anheim zu fallen.
Im Frühling und im Sommer beschert uns der Aufenthalt in der Sonne gute Laune. Die UV-Strahlung hemmt den Umbau des Glückshormons Serotonin zu Melatonin im Gehirn. Melatonin ist ein Hormon, das uns schläfrig macht und den Stoffwechsel verlangsamt. Serotonin hingegen wirkt antidepressiv, macht uns zufrieden und ausgeglichen. In der dunklen Jahreszeit scheidet die Sonne als Glücksbringer jedoch immer mehr aus. Als Sonnenersatz bzw. Stimmungsaufheller „müssen“ dann bei vielen Menschen Süßigkeiten und süßes Gebäck herhalten: Diese Speisen enthalten zwar kein Serotonin, aber als Reaktion auf den Verzehr wird die Bildung des Hormons im Gehirn angeregt. Allerdings wirkt sich der Naschdrang ungünstig auf den Körperfettanteil aus. So weicht das Glücksgefühl beim Blick auf die Waage und in den Spiegel zunehmend dem Ärger über das wachsende Körpergewicht.
Kann man Serotonin essen?
Serotonin ist nicht nur in unserem Körper zu finden. Das Glückshormon ist auch in Nahrungsmitteln wie Walnüsse, verschiedenen Pilzen, Bananen, Ananas, Kiwis, Kakao und Tomaten enthalten. Eine kleine Menge „Glück“ können wir somit direkt mit der Nahrung aufnehmen. Demnach könnte durch den Verzehr der benannten Lebensmittel theoretisch das Naschen von Süßwaren und ungewolltes Körperfett umgangen werden. Was gut klingt, erweist sich in der Realität leider als wenig tauglich: Denn Serotonin aus der Nahrung kann offensichtlich nicht aus dem Blut in das Gehirn gelangen.
Eine gesunde Alternative könnte der Verzehr von Lebensmitteln sein, die reich an der Aminosäure Tryptophan sind. Diese Aminosäure kann aus dem Blut ins Gehirn gelangen und dient dort der Serotoninbildung. Zu finden ist sie beispielsweise in Sojabohnen, Cashew-Kernen, Kakao, Milch, Hühnereiern, Hühnerbrust, Walnüssen und Lachs. Da sich diese Aminosäure auf dem Weg ins Gehirn den „Transporter“ mit anderen Aminosäuren teilen muss, ist die Serotoninausbeute jedoch mager. Glück kommt dabei nicht wirklich auf. Außerdem ist für die optimale Serotoninausbeute ein erhöhter Blutzuckerspiegel notwendig, was wiederum zum Naschen anregt und leider auch für ein mehr an Körperfett sorgt. Einen hohen Serotoninspiegel allein durch den Verzehr hochwertiger Lebensmittel erreichen zu wollen, ist demnach kaum möglich.
Körperliche Aktivität verbessert die Tryptophanversorgung des Gehirns
Beim Sport wird ein Teil der mit dem Tryptophan um einen Platz auf dem „Transporter“ konkurrierenden Aminosäuren zur Energiebereitstellung verbrannt. Infolge dessen kann nun mehr Tryptophan ins Gehirn gelangen, wodurch auch der Serotoninspiegel ansteigt. Das mag eine Ursache sein, warum sich Aktive unmittelbar nach einer anstrengenden Trainingseinheit angenehm ausgepowert fühlen. Sport kann demnach tatsächlich glücklich(er) machen!
Wo Tryptophan ist, ist auch Eiweiß - der Baustoff für eine gute Figur
Der betonte Verzehr von Lebensmitteln mit hohem Gehalt an Tryptophan ist abgesehen vom Einfluss auf den Serotoninspiegel noch aus einem anderen Grund sinnvoll: In der Regel handelt es sich dabei um eiweißreiche Lebensmittel, die beim Muskelaufbau helfen und somit zur Körperformung beitragen. In Kombination mit regelmäßigem Sport kommt der körperformende Effekt erst richtig zur Geltung. Bewegung und eiweißreiche Ernährung halten fit, verhelfen zu einer guten Figur und bringen auch das Glückshormon ein wenig mehr in Wallung. So können Glücksgefühle nicht nur in der dunklen Jahreszeit, sondern langfristig aufrecht erhalten werden. Das Naschen von Süßem für einen kurzfristigen Glückskick kann damit getrost entfallen. Wer also ein wenig glücklicher sein möchte, kann mittels eiweißreicher Ernährung, einschließlich Sojabohnen, Cashew-Kernen, Milch, Hühnereiern, Hühnerbrust, Walnüssen und Lachs sowie regelmäßiger Bewegung einen großen Schritt in die richtige Richtung machen.
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Text/Bilder
532 Wörter/3.827 Zeichen (ohne Leerzeichen); druckfähige Bilder auf Anfrage an presse@dhfpg-bsa.de
Autor
Throphologe Jan Prinzhausen, Deutsche Hochschule für Prävention und
Gesundheitsmanagement/BSA-Akademie (www.dhfpg-bsa.de)
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Unternehmensbeschreibung BSA-Akademie:
Die BSA-Akademie ist ISO-zertifiziert und mit ca.130.000 Teilnehmern seit 1983 einer der führenden Bildungsanbieter im Zukunftsmarkt Prävention, Fitness und Gesundheit. Mit Hilfe der über 50 staatlich geprüften und zugelassenen Lehrgänge können sich Quereinsteiger wie Fitnessprofis individuell qualifizieren: Der Einstieg in die Branche gelingt mit „B-Lizenz“-Lehrgängen z. B. für Fitness, Gruppentraining, Ernährung und Mentale Fitness. Darauf aufbauend erfolgt die schrittweise Weiterbildung bis zum Profiabschluss beispielsweise als „Fitnesstrainer-A-Lizenz“, „BSA- Personal-Trainer- Zertifikat“, „Lehrer für Ernährung“ oder „Manager für Fitness- und Freizeitanlagen“. BSA-Qualifikationen ermöglichen die Vorbereitung auf die öffentlich-rechtlichen IHK-Prüfungen „Fitnessfachwirt IHK“ und „Fachwirt für Prävention und Gesundheitsförderung IHK“. Seit 2009 ist mit dem BSA-Lehrgang „Führungskraft für Bäderbetriebe“ auch eine Vorbereitung auf die Prüfung zum „Gepr. Meister/in für Bäderbetriebe“ möglich. Seit 2010 können sich BSA-Teilnehmer auch zur „Fachkraft für betriebliches Gesundheitsmanagement (IHK)“ und zum „Trainer für gerätegestütztes Krafttraining“ qualifizieren. Bei der BSA-Akademie erfolgt der Wissenserwerb durch Fernunterricht und kompakte Präsenzphasen an bundesweiten Lehrgangszentren. Eine Förderung ist z. B. durch die Bundesagentur für Arbeit, Meister-BAföG, den Berufsförderungsdienst der Bundeswehr und regionale Fördermittel möglich. Zahlreiche BSA-Präsenzphasen können auch während der BSA-Lehrgangsreise Mallorca, die jeweils im Mai und September stattfindet, absolviert werden.