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1. Tag des Deutschen Sojas

1. Tag des Deutschen Sojas

Kaum eine Pflanze ist so eng mit dem Begriff der Agrogentechnik verbunden wie Soja. Als Importware aus Übersee ist das gelieferte Soja häufig aus gentechnisch verändertem Saatgut gewonnen. Durch den Einsatz als Futtermittel gelangt es auch in die Nahrungskette deutscher Lebensmittel, die, wenn sie tierischer Herkunft sind, keiner Kennzeichnungspflicht unterliegen. Dies verunsichert Verbraucher. Einer Umfrage zufolge, möchten über 70 Prozent keine Gentechnik in ihren Lebensmitteln. Agrogentechnik birgt verschiedene Risiken. Mit dem erfolgreichen Anbau von gentechnikfreiem Soja hierzulande kann dem Wunsch der Verbraucher nach Sicherheit entsprochen werden.

1. Tag des Deutschen Sojas
Vor rund zehn Jahren begann Josef Asam aus Kissing, Landkreis Augsburg, gemeinsam mit UNSER LAND mit dem versuchsweisen Anbau von Soja in Bayern. Der Erfolg gab ihm Recht. Gemeinsam mit anderen Landwirten baut UNSER LAND Landwirt Josef Asam inzwischen auf über 600 Hektar Ackerboden gentechnikfreies Soja an. Die Nachfrage steigt, sowohl hinsichtlich der Abnahme als auch dem Erfahrungsaustausch mit anderen interessierten Landwirten. Beim 1. Tag des Deutschen Sojas am 5. Und 6. August 2010 im Bauernmarkt in Dasing bei Augsburg bietet sich diese Gelegenheit des Austauschs innerhalb von Fachforen, Exkursionen und Podiumsdiskussionen. Neben Josef Asam stehen auch andere Referenten und Gesprächspartner wie Jürgen Recknagel vom Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg, Bernhard Stoll, Geschäftsführer Raiffeisen Kraftfutterwerke Kehl GmbH, Michael Häsch, 1. Stellvertretender Vorsitzender des Landesverbandes der Bayerischen Geflügelwirtschaft e.V. und UNSER LAND Eiererzeuger sowie viele weitere zur Verfügung.
Fachforen behandeln Themen wie Anbau von Soja in Deutschland oder Absatz- und Einsatzpotenziale für deutsches Soja. Informationen zur Veranstaltung finden Interessierte unter www.regionalbewegung.de.

Auslobung ‚ohne Gentechnik‘
Das Netzwerk UNSER LAND nutzt seit 2009 die neuen gesetzlichen Vorgaben zur Auslobung ‚ohne Gentechnik‘ für Lebensmittel tierischer Herkunft. Schon bei der Gründung 1994 verankerten die Solidargemeinschaften des Netzwerkes UNSER LAND die Gentechnikfreiheit für das Saatgut von Futtermitteln in ihren Richtlinien. Dies bietet Verbrauchern eine Sicherheit, die nun auch mit der Kennzeichnung ‚ohne Gentechnik‘ entsprechend der neuen gesetzlichen Vorschriften aus dem Jahr 2008 eindeutig dargestellt werden kann.
Derzeit sind UNSER LAND Fische, UNSER LAND Eier, UNSER LAND Nudeln und UNSER LAND Käse ‚ohne Gentechnik‘ ausgelobt. Weitere Lebensmittel werden folgen.
Das Engagement gegen Agrogentechik hat fundierte Gründe. UNSER LAND setzt sich ein für den Erhalt der Lebensgrundlagen von Menschen, Tieren und Pflanzen in der Region. Deshalb spricht UNSER LAND sich aus für

? den Erhalt der natürlichen Kreisläufe und gegen den Eingriff in die Grundstrukturen der Natur
? regionale Futtermittel und Lebensmittel
? für die Existenzsicherung und Unabhängigkeit der bäuerlichen Landwirtschaft
? für den Erhalt der Wahlfreiheit – damit der Verbraucher mit bewußtem Konsum aktiv eine agrogentechnikfreie Landwirtschaft unterstützen kann
? für den Schutz der menschlichen Gesundheit – weil Agrogentechnik gesundheitliche Risiken birgt
? für den Erhalt der Patentfreiheit – weil die Patentfreiheit von Pflanzen und Tieren die Qualität der heimischen Landwirtschaft sichert
? für die Kennzeichnung „ohne Gentechnik“ nach dem neuen Gesetz von 2008

Der 1. Tag des Deutschen Sojas belegt eine positive Entwicklung im Sinne der Verbraucher, der Umwelt und der Landwirtschaft. Interessierte sind herzlich dazu eingeladen.
Informationen erhalten Sie unter www.unserland.info und www.regionalbewegung.de
Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Netzwerk UNSER LAND
Marianne Wagner
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Telefon: 089/89712336
Fax: 089/89359764
Mail: marianne.wagner@unserland.info

08.07.2010: | |