Money Management heißt Risiko begrenzen

Es ist ein weithin bekanntes Szenario: Börsenneulinge agieren an den Finanzmärkten in der Hoffnung, möglichst viel Gewinn zu machen. Doch oftmals verspekulieren sie sich. Dies liegt insbesondere daran, dass sie im Gegensatz zu professionellen Investoren keine Money-Management-Strategien anwenden. Legt man jedoch klar definierte Regeln fest, die das Handeln mit Forex, CFDs, Aktien oder Futures bestimmen, stellen sich schon bald die ersten Erfolge ein.
Im Allgemeinen kann man Money Management mit Risikokontrolle übersetzen, die Verlustgeschäfte begrenzen soll. Bevor Börsenneulinge an Finanzmärkten agieren, sollten sie den maximal tolerierten Verlust festlegen. Zusätzlich sollte man bestimmen, welches Risiko pro Aktienposition eingegangen werden soll. Das Verlustrisiko pro Position wird durch die Festlegung einer Stop-Loss-Order begrenzt. Dies bedeutet, dass ein erworbenes Wertpapier verkauft wird, wenn es sich im Kurs nach unten entwickelt, um einen größeren Verlust zu verhindern.

Die meisten Investoren riskieren ungefähr zwei Prozent pro Position. Wenn man jedoch dynamischer an die Sache heran gehen möchte, kann man einen höheren Prozentsatz festsetzen. Man entscheidet selbst, wie viel riskiert wird. Doch man sollte bedenken, dass man möglicherweise nicht mehr in der Lage sein wird zu handeln, falls unnötiges Risiko in Kauf genommen wird, anderenfalls aber auch nicht viel Gewinn macht. Daher sollte man immer versuchen, sich nicht nur auf ein Extrem festzulegen.

Folgende Formel kann man anwenden, um das maximale Risiko zu bestimmen:
Kontostand x Prozentsatz des maximalen Risikos pro Position = maximales Risiko pro Position
Wenn man also zum Beispiel einen Kontostand von 50.000 Euro hat und zwei Prozent dieses Kontostands riskieren möchte, dann sollte man nicht mehr als 1.000 Dollar für einen Trade riskieren.
Dabei sollte man aber beachten, dass dies die maximale Summe ist, die man pro Position riskieren will. Man kann aber natürlich auch mehrere Investitionen gleichzeitig tätigen und daher insgesamt mehr investieren. Es ist keine herkömmliche Praxis, das ganze Vermögen in ein oder zwei Investments zu stecken. Da man nie weiß, was am nächsten Tag geschehen wird, sollte man es vermeiden, alles auf einen Trade zu setzen.

15.01.2010: | | |