VDR nimmt Erstattung der Vorzugspreis-Entgelte zur Kenntnis, mahnt aber Einigung zwischen Lufthansa und Amadeus an

Der Verband Deutsches Reisemanagement (VDR) sieht die Ankündigung von Amadeus, ab 1. Januar 2010 die Vorzugspreisentgelte der Lufthansa erneut zu kompensieren, als wichtige Erleichterung für Reisebürokunden. „Dennoch bleiben die Belastungen für Firmenkunden unnötig hoch“, so VDR-Präsident Dirk Gerdom. „Wir fordern die Lufthansa und Amadeus daher auf, sich nach mehr als anderthalb Jahren endlich zu einigen und die Mehrkosten für Firmenkunden auf ein Minimum zu reduzieren.“

Das so genannte Vorzugspreis-Modell der Lufthansa war im Januar 2008 angekündigt und am 1. Juli 2008 eingeführt worden. Mit diesem Modell erhebt die Lufthansa ihre Vertriebskosten über die Globalen Vertriebssysteme (GDS) durch ein zusätzliches Entgelt pro Flugstrecke. Da die (in Deutschland kleineren) GDS Sabre und Travelport sich mit der Lufthansa über die Vertriebskosten einigen konnten, fallen die Vorzugspreis-Entgelte nur über Amadeus an. Amadeus hatte daher den Reisebüros diese Entgelte bis zum 31. Januar 2009 erstattet. Nach Ende der Erstattung waren am 1. Februar in den Reisebüros die Preise für Lufthansa-Flüge effektiv gestiegen: entweder um 15 Euro pro Strecke oder (bei Buchung der so genannten Vorzugspreise) um 4,90 Euro pro Flugsegment.

Ab 1. Januar 2010 will Amadeus erneut 3,40 Euro pro Lufthansa-Segment erstatten – entweder bis zum Jahresende oder bis zu einer Einigung mit der Lufthansa. Reisebürokunden müssen damit 1,50 Euro Entgelt pro Segment selbst tragen.

Nach Berechnungen des VDR werden die deutschen Unternehmen durch die Vorzugspreis-Entgelte im Jahr 2009 Geschäftsreise-Mehrkosten in dreistelliger Millionenhöhe tragen. „Durch die erneute Erstattung sinkt das Entgelt 2010 zwar von 4,90 auf 1,50 Euro und damit um mehr als die Hälfte. Dennoch bleiben Mehrbelastungen in zweistelliger Millionenhöhe“, so Dirk Gerdom, Präsident des Deutschen GeschäftsreiseVerbands VDR. „Und das ist in der gegenwärtigen Lage eine schwer zu verkraftende Summe. Zumal die unnötigen zusätzlichen Prozesskosten für die Verbuchung der Entgelte die gleichen bleiben.“

Der VDR erkennt die Planungssicherheit an, die Amadeus der Branche damit bis Ende 2010 ermöglicht. „Allerdings wird damit das Problem nicht gelöst, sondern nur verschoben“, so Gerdom weiter. „Erst, wenn sich Lufthansa und Amadeus geeinigt haben, können die Unternehmen wieder präzise planen. Und erst dann fallen lästige Prozesse wie die Verbuchung der Entgelte weg. Uns ist sehr wohl klar, dass es für Lufthansa wie auch Amadeus um die Zukunft des Vertriebs-Geschäftsmodells geht. Wir brauchen aber endlich eine Lösung. Das ist nicht nur im Sinne der Geschäftsreisenden, sondern der ganzen Reisebranche.“

Frankfurt am Main, 6. Oktober 2009

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