UNO nimmt Menschenrechte und Jugendämter unter die Lupe

Genf. Seit heute wird im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen in Genf die Menschenrechtslage neben Ländern wie in Deutschland geprüft. Besonderen Stellenwert hat dabei die Rolle der Jugendämter, die nach den letzten Menschenrechtsverletzungen in Stuttgart und München nochmals verstärkt in die Kritik geraten sind.

Regierungsunabhängige Organisationen betonten, dass die heutige Rolle der Jugendämter immer noch nicht die festgeschriebene UN-Kinderrechtekonvention sowie die natürlichen Rechte der Familie beachte. Die deutschen Jugendämter basieren heute noch in weiten Teilen auf den 1938 von Reichsführer-SS Heinrich Himmler geschaffenen Grundlagen, Teile des Reichsjugendwohlfahrtgesetzes sind unverändert ins heutige Sozialgesetzbuch übernommen worden.

Die deutsche Delegation muss sich außerdem u.a. kritischen Fragen zu Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit sowie der Diskriminierung von ausländischen Familien stellen.

Das 2007 eingeführte Überprüfungsverfahren wird bei allen UNO-Mitgliedsländern angewendet.