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Wichtige Änderungen zum 01. Januar 2009
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Pendlerpauschale
Am 9. Dezember hat der Bundesgerichtshof entschieden , dass die Abschaffung der Pendlerpauschale bis zum gefahrenen 20-ten km, nicht mit dem Grundgesetz zu vereinbaren ist. Rückwirkend ab dem 01.Januar 2007 kann die Entfernungspauschale wieder ab dem ersten gefahrenen Kilometer mit 30 Cent je Kilometer geltend gemacht werden.

Vererbung
Bei der Vererbung von selbstgenutzten Wohneigentum an Ehegatten / eingetragenen Lebenspartner/-in fällt keine Erbschaftssteuer an - wenn das Wohneigentum 10 Jahre lang vom Erwerber selbst zu Wohnzwecken genutzt wird. Wenn es sich bei den Erben um die Kinder oder Enkelkinder handelt, fällt keine Erbschaftssteuer an - wenn die Fläche der Immobilie unter 200 qm ist und die Immobilie 10 Jahre lang selbstgenutzt wird.

Freibeträge Ehegatten: 500.000 Euro
Kinder: 400.000 Euro
Enkelkinder: 200.000 Euro

Kindergeld
Ab 1. Januar 2009 wird das Kindergels folgendermaßen angehoben:
1.Kind 164 Euro
2.Kind 164 Euro
3.Kind 170 Euro
ab 4.Kind 195 Euro
Der Kinderfreibetrag erhöht sich auf 6024 Euro. Schulgeld ist bis zu einem Betrag von 5000 Euro absetztbar.

Dienstleistungskosten im Haushalt
Die Abzugsfähigkeit ist in 2009 auf 4000 Euro erhöht wurden.

Private Handwerkerrechnungen
Die Abzugsfähigkeit wurde für 2009 auf 1200 Euro angehoben.

Abgeltungssteuer
Auf die meisten Kapitalerträge müssen ab 1. Januar 2009 25% Abgeltungssteuer gezahlt werden, diese wird sofort von den Banken abgezogen. Das bedeutet, dass bei der Steuerklärung keine Angaben zu Kapitalerträgen mehr gemacht werden müssen.

Zinseinkünfte Festgeld
Ab 1. Januar 2009 gilt der Sparerfreibetrag von 801 Euro, der die Werbungskosten rund um die Kapitalanlage mit einschließt, darüber liegende Zinseinkümfte werden mit 25 Prozent versteuert.

Dachfonds
Solange dieser nicht veräußert wird, bleiben die Kursgewinne auch 2009 steuerfrei. Fondssparpläne im Rahmen der staatlich geförderten Altersvorsorge sind ebenfalls nicht betroffen. Hierzu zählen Riester-Rente und Rürup-Rente.

Bausparverträge
Die Wohnungsbauprämie wird ab 1. Januar 2009 nur noch ausgezahlt, wenn das Bausparguthaben für den Bau , Kauf, Modernisierung oder Umbau einer Wohnimmobilie genutzt wird. Wenn das Geld für andere Zwecke genutzt werden soll, muss die erhaltene Wohnungsbauprämie zurückgezahlt werden. Eine Ausnahme bilden Personen bis zum 25 Lebensjahr, diese dürfen auch ab 2009 ihr Bausparguthaben nach der Bindungsfrist frei verwenden.

Wohn- Riester (2008)
Seit dem 01.07.2008 kann gefördertes Altersvorsorgekapital besser für die selbstgenutzte Wohnimmobilie genutzt werden. Das Wohn Riester`n umfasst folgende Bereiche: Erwerb oder Bau einer eigengenutzten Wohnimmobilie (eigenes Haus/Wohnung in eigenem Haus / Eigentumswohnung /Genossenschaftswohnung/eigentumsähniches oder lebenslanges Dauerwohnrecht)
Tilgung eines zertifizierten Darlehens zur Finanzierung einer selbstgenutzten Wohnimmobilie, Darlehen muss nach dem 31.12.2007 zustande gekommen sein der Erwerb von Genossenschaftsanteilen
Nutzung zu Entschuldung der selbstgenutzten Wohnimmobilie

Anspruch auf das Wohn-Riester`n haben : Pflichtversicherte in der Rentenversicherung
Pflichtversicherte in der Alterssicherung der Landwirte, Beamte, Arbeitssuchende ohne Leistungsbezug
Kindererziehende während der rentenrechtlich berücksichtigten Zeiten Ehepartner, wenn nicht selbst sein Partner Förderberechtigt ist Rentner wegen voller Erwerbsminderung- vor Rente Pflichtmitglied gesetzlicher Rentenversicherung Rentenempfänger wegen Dienstunfähigkeit- vor Rente Pflichtmitglied gesetzlicher Rentenversicherung>

Die Förderung ist die selbe wie bei den klassischen Altersvorsorgeprodukten.

Begünstigt werden auch Altersvorsorgebeträge, die sich aus einer Sparphase und einer Dahrlehensphase zusammensetzen. Dies sind in der Regel Bausparverträge.

Es gibt ein gesondertes Konto- Wohnförderkonto, die dort eingezahlten Beträge werden jedes Jahr um 2 % erhöht. Das Wohn-Riester´n wird im Alter besteuert. Man hat die Möglichkeit, entweder die nachgelagerte Besteuerung über einen Zeitraum von 17-25 Jahren zu wählen oder aber einmalig 70 % des in der Wohnimmobilie gebundenen steuerlich geförderten Kapitals zu Beginn der Rentenphase zu wählen. Allerdings kann der Stand des Wohnförderkontos jederzeit reduziert werden, indem ein entsprechender Betrag in einen klassischen Riester-Sparvertrag eingezahlt wird.

Wenn die Immobilie weiterverkauft wird, muss das steuerlich geförderte Kapital (Wohnförderkonto) wieder in einem Riester-Sparvertrag angelegt werden. Das Wohn-Riester´n kann bei Versicherungen , Banken, Bausparkassen und Wohnungsgenossenschaften abgeschlossen werden.

Änderung Zugewinnausgleich
Geplant sind ab 1. September 2009 zwei Änderungen im Scheidungsrecht. Die eine Änderung betrifft die Stichtagsregel an der das zu verteilende Vermögen ermittelt wird. Diese soll dann ab Zustellung des Scheidungsantrages gelten, um ein Verprassen des Vermögens bis zur rechtswirksamen Scheidung zu verhindern. Die andere Änderung betrifft die Anrechnung der mit in die Ehe gebrachten Schulden beim Zugewinnausgkeich, diese sollen künftig berücksichtigt werden.

Arbeitslosenversicherung
Ab 1. Januar 2009 beträgt diese 2,8 %. Die Beitragsbemessungsgrenze zur Arbeitslosenversicherung beträgt dann in Ostdeutschland 54600 Euro (monatlich 4550 Euro) und in Westdeutschland 64800 Euro (monatlich 5400 Euro).

Rentenversicherung
Die Beitragsbemessungsgrenze zur Rentenversicherung beträgt dann in Ostdeutschland 54600 Euro(monatlich 4550 Euro) und in Westdeutschland 64800 Euro (monatlich 5400 Euro)

Krankenversicherung
Die Beitragsbemessungsgrenze zur Krankenversicherung beträgt ab 1. Januar 2009 44100 Euro (monatlich 3675 Euro). Die Krankenversicherungspflichtgrenze beträgt in 2009 48600 Euro (monatlich 4050 Euro). Wenn das Einkommen an 3 aufeinanderfolgenden Jahren überschritten wird, kann in eine private Krankenversicherung gewechselt werden.

Ab dem 01.01.2009 gibt es den Gesundheitsfonds in Deutschland. Er wurde entwickelt , um der problematischen Entwicklung in der Gesetzlichen Krankenversicherung entgegen zu wirken. Ab jetzt zahlen alle gesetzlich Versicherten den gleichen Beitragssatz. Der allgemeine Beitragssatz zur Gesetzlichen Krankenversicherung wurde einheitlich auf 15,5 % festgesetzt. Davon zahlt der Arbeitnehmer 7,3 % +0,9 % Eigenanteil, also 8,2 % und der Arbeitgeber 7,3 %. Ab 01.01.2011 können dann die Unternehmen die Beiträge und Meldungen an eine Weiterleitungsstelle übermitteln, so dass die Unternehmen nicht wie bis dahin an 217 zurzeit existierende Gesetzliche Krankenkassen den Beitrag überweisen müssen.

Kommt allerdings eine Krankenkasse nicht mit dem aus dem Gesundheitsfonds zur Verfügung gestellten Geld aus, so darf sie einen Zuschlag in Höhe von maximal 1% des Bruttoeinkommens, erheben. Ein Beitrag von bis zu 8 € kann auch ohne Einkommensprüfung von der Krankenkasse erhoben werden. Bei guter Finanzlage können Abschläge ausgezahlt werden.

Den Zusatzbeitrag müssen Sozialhilfeempfänger und Bezieher einer Grundsicherung nicht zahlen, hierbei springt das Grundsicherungsamt oder das Sozialamt ein. In Härtefällen kann bei ALG II-Empfängern der Zusatzbeitrag von der Agentur für Arbeit übernommen werden.

Die Erhöhung des Beitrags ist allerdings ein Sonderkündigungsgrund, so dass man in diesem Fall sofort die Krankenkasse wechseln darf. Ansonsten gilt das bisher existierende Kündigungsrecht. Wenn Sie die Krankenkasse kündigen, müssen Sie 18 Monate in derselbigen versichert gewesen sein.

Der Beitragssatz von 15,5 % gilt auch für die Rentner. Außerdem bleibt die Mitversicherung von Ehegatten und Kindern bestehen.

Änderungen für freiwillig versicherte Selbständige
Ab 01.01.2009 gilt für sie der einheitlich ermäßigte Beitragssatz (14,9%). Dadurch ist ab sofort kein Krankengeldanspruch mehr eingeschlossen.

Freiwillig versicherte Selbständige müssen nun selbst entscheiden ob sie über einen zusätzlichen Wahltarif einen Krankengeldanspruch absichern möchten oder nicht. Die Krankenkassen sind verpflichtet solche Tarife anzubieten- das kostet allerdings extra. Dieser Tarif wird sicher nicht sehr billig sein und man bindet sich mit diesem 3 Jahre an die jeweilige Kasse.

Die Alternative ist die private Zusatzversicherung, aber auch diese wird mit Sicherheit mehr als die 0,6 % Ersparnis gegenüber dem allgemeinen Beitragssatz betragen. Außerdem müssen sich eigentlich schon seit dem 01.04.2007 unversicherte Selbständige , die bereits einmal in ihrem Erwerbsleben selbst pflichtversichert waren wieder in der Gesetzlichen Krankenkasse versichern. Hierbei sind rückwirkende Nachzahlungen bei Nichteinhaltung möglich!

Änderungen in der Privaten Krankenkasse - Basistarif und Altersrückstellung
Seit 1. Juli 2007 gibt es den sogenannten „modifizierten Standarttarif“. Dieser wird nun am 01.01.2009 on den Basistarif überführt. Ab Januar 2009 muss dieser von jeder Privaten Krankenkasse angeboten werden. Er beinhaltet die selben Leistungen wie in der gesetzlich Krankenkasse.

Es gilt: keine Leistungsausschlüsse und keine Risikozuschläge und auch keine Wartezeiten für den Versicherungsbeginn. Es gilt der Aufnahmezwang, niemand darf zurückgewiesen werden.

Zusätzlich muss die PKV auch Varianten für Kinder und Jugendliche sowie für Personen mit Beihilfe vorsehen.

Es ist möglich eine Selbstbeteiligung mit einer Obergrenze von 1200 Euro pro Jahr zu wählen, allerdings bindet man sich dann für 3 Jahre an das Unternehmen. Weiterhin gilt ab jetzt, dass im Basistarif auch der Abschluss ergänzender Krankenkostenversicherungen zulässig ist.

Die Höhe der Prämie für den Basistarif wird sich an der maximalen Höhe in der Gesetzlichen Krankenkasse orientieren, es werden nach derzeitigem Stand etwa 500 Euro sein.

Für die, die diesen Betrag nicht aufbringen können, kann der Beitrag um 50% reduziert werden. Wenn auch das noch nicht bezahlbar ist, muss der Staat noch einen Zuschuss erbringen.

Dieser Tarif steht allen neu PKV-Versicherten sowie Personen ohne Versicherungsschutz ,die davor PKV-versichert waren oder der privaten Krankenversicherung systemisch zuzuordnen sind, zur Verfügung.

Wer bereits in der Privaten Krankenversicherung versichert ist , hat nun bis Ende Juni 2009 Zeit, um in diesen Tarif zu wechseln. Danach gilt diese Wechseloption nur noch für über 55-jährige oder aber für die, die ihre Prämie nicht mehr aufbringen können, allerdings müssen sie dies nachweisen.

Für Neukunden gibt es ab Januar 2009 die freie Wahl zwischen Tarifen mit Gesundheitsprüfung oder dem Basistarif. Außerdem ist auch ein Wechsel zwischen den Tarifen oder zu anderen Versicherern möglich.

Neu ist ebenfalls, dass beim Wechsel der Versicherung ein Teil der angesammelten Altersrückstellungen zur nächsten Versicherung mitgenommen werden kann.

Rentenbesteuerung
Bei der Rentenbesteuerung erhöht sich 2009 der steuerpflichtige Rentenanteil auf 58 %. Er gilt für alle Neurentner des Jahres 2009.

Für Autofahrer - Neuer Bußgeldkatalog
Für Raser, Drängler und Trinker wird es veraussichtlich ab Februar 2009 teurer. Die Bußgeldobergrenze für Alkoholverstöße wird von 1500 Euro auf 3000 Euro angehoben.

Bei den anderen Verkehrordnungswidrigkeiten wird die Obergrenze von 1000Euro auf 2000 Euro angehoben. Außerdem wird die Hauptuntersuchung um die Elektronikprüfung erweitert, allerdings erst einmal für alle ab 04/2006 neu zugelassenen Fahrzeuge.

Ab 1.01. 2009 werden die neuen Typenklassen wirksam. Dadurch wird jedes 5-te Auto in Deutschland höher bei der Kfz-Haftpflicht eingestuft. Die Besteuerung von Biodiesel steigt ab 1.Januar 2009 von 15 Cent auf 21 Cent.

Jan Kunkel Ihr Finanz und Versicherungsmakler
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